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Band: Steel Mill bei Facebook Metalnews nach 'Steel Mill' durchsuchenSteel Mill
Album:Jewels Of The Forest [Green Eyed God Plus]
Genre:Blues / Bluesrock, Folk, Progressive
Label:Rise Above Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:19.11.10
CD kaufen:'Steel Mill - Jewels Of The Forest [Green Eyed God Plus]' bei amazon.de kaufen
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"Rostfreie Stahlmüller!"

Wozu sie doch gut sind, die Fanatiker! Nein, nicht die religiösen oder politischen Fanatiker – an denen kann ich beim besten Willen nichts gutes finden. Die Rede ist natürlich von den fanatischen Musiksammlern. Leute, die zum Beispiel irrsinnige Mengen Zeit und Geld investieren, um die Relikte der nigerianischen Fuzz-Rock Szene der frühen 70er aufzuspüren und zu sichern [in der sich übrigens einige Perlen finden!]. Oder die, wie Lee Dorrian und Will Palmer, obskuren Progressive Rock aus England, Kanada oder sonstwoher aufzutreiben und unters Volk bringen.

Das Zeitreiseunternehmen Rise Above Relics hat nun wieder einen Fund gehoben, der sich sehen lassen kann. Die Rede ist natürlich von STEEL MILL. Wie, die kennt ihr nicht? Obwohl die doch 1971 ihren Hit "Green Eyed God" hatten? Pfui, sowas aber auch! Dabei hat es doch noch bis 1975 gedauert, bis sich STEEL MILL auflösten! Aber ihr bekommt noch eine Chance, denn nun, 35 Jahre später, kommt mit "Jewels Of The Forest [Green Eyed God Plus]" die Werkschau der britischen Band. Und wie schon bei NECROMANDUS muss jeder Mensch mit Ohren für Rockmusik sich entgeistert an den Kopf fassen beim Gedanken, dass diese Band so sang- und klanglos verschwunden ist. STEEL MILL liefern auf ihrem in England erst jetzt, in Deutschland lustigerweise jedoch schon 1972 veröffentlichten Album progressiven Spätsechziger/Frühsiebziger Rock ab, wie er besser kaum sein könnte. Namen wie BLACK SABBATH oder JETHRO TULL werden natürlich fallen, um eine Vergleichsmöglichkeit an der Hand zu haben. Beides trifft jedoch ein ganzes Stück weit daneben, denn im Gegensatz zu BLACK SABBATH kommt es bei STEEL MILL nicht so sehr auf übersteuerte Gitarren und stampfende Riffs an, obwohl "Blood Runs Deep" oder das blueslastige "Treadmill" vielleicht an die Birminghamer Rockdinosaurier erinnern mögen. Der Vergleich mit JETHRO TULL wiederum hinkt insofern, als das trotz deutlicher Folkeinflüsse und komplexer Songs weder eine Querflöte zum Einsatz kommt, noch sich am überlangen Epos versucht wird. Ihren Folk-Charakter beziehen STEEL MILL aus dem konsequenten, aber niemals abgeschmackt daherkommenden Einsatz von Holzblasinstrumenten sowie einem Saxofon und den darauf intonierten Melodien.

Bleibt die Frage, ob STEEL MILL in der heutigen Musikwelt noch etwas reißen können. Besonders wahrscheinlich ist das vielleicht nicht, obwohl der von der reformierten Band erst in diesem Jahr aufgenommene Song "A Forgotten Future/A Future Past" unter Beweis stellt, dass keiner der Beteiligten in den letzten 35 Jahren etwas verlernt hat. Andererseits wird das Album nicht ohne Grund bis zu 1000 Pfund bei Sammlern erzielt haben, und dass das musikalische Vermächtnis von STEEL MILL möglicherweise nicht in aller Munde und schon gar nicht im Radio, aber auch auf keinen Fall tot ist, zeigt sich an der Existenz von Bands wie VALKYRIE oder besonders auch an THE ORNE um den früheren REVEREND BIZARRE-Fronter Sami Hynninen. Auch der umjubelte Auftritt von COMUS auf dem letzten Roadburn-Festival zeigt, dass STEEL MILL anno 2010 Chancen auf ein Publikum haben. Verdient hätten sie es in jedem Fall! Wer auf die genannten Querverweise sowie die BEATLES in ihrer experimentellen Phase steht, der sollte sich den Gefallen tun und "Jewels Of The Forest [Green Eyed God Plus]" Gehör schenken.

Trackliste:
01. Blood Runs Deep [Green Eyed God]
02. Summer's Child [Green Eyed God]
03. Mijo and the Laying of the Witch [Green Eyed God]
04. Treadmill [Green Eyed God]
05. Green Eyed God [Green Eyed God]
06. Turn the Page Over [Green Eyed God]
07. Black Jewel of the Forest [Green Eyed God]
08. Har Fleur [Green Eyed God]
09. Get On The Line [1972 Single MONO]
10. Zangwill [1971 Single B-Side MONO]
11. Green Eyed God [1971 Single A-Side MONO]
12. Confusion [1970 Demo Recording]
13. Monday Arrives [1970 Demo Recording]
14. Super Clean Man [1970 Demo Recording]
15. Keep Working [1970 Demo Recording]
16. Growing Bald [1970 Demo Recording]
17. A Forgotten Future/A Future Past [New song 2010]
Spielzeit: 01:16:48

Line-Up:
David Morris - Gesang
Terry Williams - Sologitarre
Derek Chandler - Bass
John Challenger - Saxofon, Holzblasinstrumente
Chris Martin - Schlagzeug, Percussion
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
12.11.2010 | 20:42
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