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"Heimspiel mit Stolpersteinen"
Cover von Steel Panther -- Lower The Bar
Band: Steel Panther Homepage Steel Panther bei Facebook Metalnews nach 'Steel Panther' durchsuchenSteel Panther
Album:Lower The Bar
Genre:Glam Rock, Hard Rock
Label:Open E Music
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.03.17
CD kaufen:'Steel Panther - Lower The Bar' bei amazon.de kaufen
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"Füße hoch fürs Niveau!"

Wären STEEL PANTHER eine reine Blödelband, sie wären vermutlich schon lange wieder von der Bildfläche verschwunden – da der Hype um die amerikanischen Glam Metal-Kasper in den letzten Jahren jedoch allenfalls zugenommen hat und die Truppe mit „Lower The Bar“ bereits ihr viertes Album veröffentlicht, ist davon auszugehen, dass am Sound von STEEL PANTHER mehr dran ist, als bloßes Rumgealber. So viel sei vorweggenommen: Auch die neueste Platte der stählernen Panther ist weitaus mehr als ein in die Länge gezogener Peniswitz.

Selbst, wenn man sie rein nach den Standards des Genres Hair Metal beurteilt, haben STEEL PANTHER einfach alles: Die Outfits, das Haarspray, den Sänger, das Songwriting und die fette Produktion. Auch aus technischer Sicht ist „Lower The Bar“ wieder ein in jeder Hinsicht vollendetes Hair Metal-Album, auf dem die Band aus Kalifornien zum vierten Mal eindrucksvoll demonstriert, dass sie die Prinzipien ihrer Sparte voll und ganz verstanden und verinnerlicht hat. Nummern wie das eröffnende „Goin‘ In The Back Door“, „Poontang Boomerang“ oder auch die schmerzlich süße „Ballade“ „That's When You Came In“ kokettieren ebenso unverhohlen wie charmant mit den Sleaze Rock und -Metal-Größen der Haarspray-starren 80er und machen allein schon dank ihrer frischen Umsetzung einen Heidenspaß. Dass sich STEEL PANTHER dabei nachgerade schamlos bei Formationen wie MÖTLEY CRÜE, POISON, RATT oder BON JOVI und dergleichen bedienen, ist nicht nur selbstverständlich, sondern Grundvoraussetzung. Denn das Zitat ist sicherlich das effektivste Stilmittel im Fundus dieser Band und das aus zweierlei Gründen: Einerseits, weil STEEL PANTHER es ja keinesfalls böse meinen. Eine Band, die sich mit solcher Detailverliebtheit anschickt, Glanz und Gloria aus den Hochzeiten des Hair Metal nicht nur wiederzubeleben, sondern auch noch ins Comichafte zu überzeichnen, liebt das Genre, das sie persifliert, zweifelsohne. Und das hört man, denn Songs wie das treibende „Pussy Ain't Free“, das tanzbare „Walk Of Shame“ oder auch „She's Tight“ stellen jeweils eine ebenso authentische wie liebevolle Hommage an den Dicke Hose-Sound der Spätachtziger dar. Andererseits sind STEEL PANTHER aber sicher auch deshalb so erfolgreich, weil bei der Truppe das Augenzwinkern nie zu kurz kommt. Ein waschechtes Glam Metal-Album mit platten Texten über Wein, Weib und Gesang wäre heutzutage zwar niedlich, aber nicht mehr wirklich zeitgemäß. Die Herren um Frontmann Michael Starr tun also das einzig Richtige und zeigen, dass sie sich selbst der Inhaltsleere ihres Genres am besten bewusst sind und machen dann genau das zum Thema. Zwar geht es auch hier um Party, Pussy und Paycheck, allerdings so dermaßen überspitzt und stets mit der nötigen Portion Selbstironie, dass es sich dabei fast schon um eine Abrechnung mit der übertriebenen Selbstdarstellung ihrer Vorbilder handelt – wenngleich um eine gut gemeinte. Man höre hierzu vor allem „Wrong Side Of The Tracks [Out In Beverly Hills]“. Somit machen STEEL PANTHER auf „Lower The Bar“ kaum etwas anders, als auf den drei vorangegangenen Alben, allerdings ist die Platte damit eben auch genauso gut. Und obendrein liefert die Truppe das Gebotene hier in tollem weil fettem und doch erdigen Sound ab und Gitarrist Satchel punktet mit den schönsten Leadgitarren seit „Feel The Steel“.

Ja, STEEL PANTHER sind mehr als eine reine Blödelband, nur auf den ersten Blick wird das vielleicht nicht jedem gleich bewusst. „Lower The Bar“ ist nicht nur ein gelungener Wortwitz, sondern auch ein bockstarkes Hair Metal-Album, das nicht nur von anzüglichen Witzeleien lebt. Die Kalifornier sind allesamt begnadete Musiker und liefern hier elf absolut authentische Songs ab, die sich dank des lyrischen Klamauks von STEEL PANTHER stets selbst ins rechte Licht rücken und die Schraube somit noch eine Umdrehung weiterdrehen. Muss man haben.

Trackliste:
01. Goin' In The Back Door
02. Anything Goes
03. Poontang Boomerang
04. That's When You Came In
05. Wrong Side Of The Tracks [Out In Beverly Hills]
06. Now The Fun Starts
07. Pussy Ain't Free
08. Wasted Too Much Time
09. I Got What You Want
10. Walk Of Shame
11. She's Tight
Spielzeit: 00:39:21

Line-Up:
Michael Starr - Lead Vocals
Satchel – Lead Guitar
Lexxi Foxx – Bass Guitar
Stix Zadinia – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
20.03.2017 | 02:11
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