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Cover von Steve von Till -- A Grave Is A Grim Horse
Band: Steve von Till Homepage  Metalnews nach 'Steve von Till' durchsuchenSteve von Till
Album:A Grave Is A Grim Horse
Genre:Akustik
Label:Neurot Recordings
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:23.05.08
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"Mit nahezu neurotischem Charisma"

Es ist kein großes Geheimnis, dass die Musiker von NEUROSIS bereits seit Jahren diverse Nebenprojekte verfolgen und mit diesen einige Veröffentlichungen – meist auf dem eigenen Label Neurot Recordings – vorzuweisen haben. Der charismatische Sänger und Gitarrist der US-amerikanischen Ausnahmeformation, STEVE VON TILL, meldet sich nun mit seinem dritten Album namens „A Grave Is A Grim Horse“ zurück, das zeitgleich mit „The Wake“, dem zweiten Solo-Werk seines Bandkollegen SCOTT KELLY, das Licht der Welt erblickt.

Eine ganze Weile hat es gedauert, genau genommen fünf Jahre, bis der Künstler augenscheinlich mit dem Material zufrieden und neben seiner Hauptband sowie dem Projekt HARVESTMAN auch genügend Zeit für die Vervollständigung eines neuen Machwerks vorhanden war. Wie schon auf „As The Crow Flies“ und „If I Should Fall To The Field“ herrschen die düsteren, ruhigen und melancholischen Zwischentöne vor, über denen die sofort erkennbare, rauchige Stimme von Steve von Till steht. Erneut hat dieser sowohl eigene Kompositionen als auch Neuinterpretationen bereits bestehender Lieder kombiniert, wobei er diesmal auf jene von Nick Drake [„Clothes Of Sand“], Townes Van Zandt [„The Spider Song“], Mickey Newberry [„Willow Tree“] und Lyle Lovett [„Promises“] zurückgreift. Bei durchgehend sparsamer Instrumentierung ist die Stimme stets der Dreh- und Angelpunkt, zudem nur selten das Tempo ein wenig erhöht oder untermalende Perkussion eingesetzt wird, wie es auf dem Vorgängeralbum noch des Öfteren der Fall war. Dies sorgt spätestens ab „Western Son“ für leichte Ermüdungserscheinungen, zumal das für meinen Geschmack zu oft eingesetzte Pedal Steel mit seinem charakteristischen Klang einige Arrangements zu ähnlich klingen lässt und nicht immer die richtige Stimmung erzeugt. „Clothes Of Sand“, „The Acre“ oder auch „Willow Tree“ sind dagegen schlichtweg ergreifend, während mit „Valley Of The Moon“ und „Looking For Dry Land“ zwei ausufernde und sehr persönliche Eigenkreationen geboten werden, die Freunden von „This River“ oder des grandiosen „Running Dry“ ausgezeichnet zusprechen werden.

„A Grave Is A Grim Horse“ ist ein reifes Album eines Ausnahmekünstlers geworden, das vor allen Dingen Freunde von NEUROSIS ansprechen dürfte, die daran interessiert sind, was es abseits der Hauptband noch musikalisch im Angebot gibt. Leider lässt wie gesagt im letzten Drittel der CD die Spannung ein klein wenig nach, sodass das überragende „If I Should Fall To The Field“ vorerst unerreicht bleibt. Das ändert aber nichts daran, dass STEVE VON TILL wiederum ein sehr persönliches und nachdenkliches Werk geschaffen hat, das in der richtigen Stimmung und mit der nötigen Ruhe ausgesprochen gut seine Wirkung entfalten kann.

Trackliste:
01. A Grave Is A Grim Horse
02. Clothes Of Sand
03. The Acre
04. Willow Tree
05. Valley Of The Moon
06. The Spider Song
07. Looking For Dry Land
08. Western Son
09. Brigit's Cross
10. Promises
11. Gravity
Spielzeit: 00:48:26

Line-Up:
Steve von Till – Vocals, Electric/Baritone/Acoustic Guitar, Banjo, E-Bow
John Hofer – Drums
Desmond Shea – Bass, Hammond B3, Wurlitzer, Fender Rhodes, Optigan
Jeffrey Luck Lucas – Cello
David Phillips – Pedal Steel
Joe Goldring – Electric Guitar
Alex Hall – Electric Guitar
Doug Adams – Fiddle
Alexander Eitner [soulsatzero]
23.05.2008 | 17:45
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