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Cover von Steven Wilson -- Insurgentes
Band: Steven Wilson Homepage Steven Wilson bei Facebook Metalnews nach 'Steven Wilson' durchsuchenSteven Wilson
Album:Insurgentes
Genre:Ambient, Experimental, Progressive
Label:KScope Music
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:06.03.09
CD kaufen:'Steven Wilson - Insurgentes' bei amazon.de kaufen
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"Musikalische Weltreise"

Weil PORCUPINE TREE, BLACKFIELD und NO-MAN [und geschätzte 27 Nebenprojekte] noch nicht genug sind, veröffentlicht Steven Wilson, einer der führenden kreativen Köpfe hinter all diesen Bands, nun auch noch sein erstes Soloalbum mit dem interessanten Titel "Insurgentes". Wer hier einen Lückenfüller bis zum Erscheinen des nächsten PORCUPINE TREE-Albums erwartet, der wird von "Insurgentes" wohl entweder herb enttäuscht werden oder seinen musikalischen Horizont auf angenehmste Weise massiv erweitern.

Da eigentlich alles, was Steven Wilson musikalisch so treibt, zumindest tendenziell in die progressive Richtung geht, kann man von seinem Solowerk eine ähnlich Ausrichtung erwarten - und liegt damit auch richtig. Die Songs sind allesamt als sehr experimentell zu bezeichnen und decken ein breites Spektrum verschiedener Stile ab. Teilweise auch in einem einzelnen Song. "Harmony Korine" ist ein kleiner Hit, der an PORCUPINE TREE erinnert, jedoch besonders beim Gesang neuartige Töne anschlägt. "Abandoner" klingt stark nach RADIOHEAD zu "Amnesiac"-Zeiten. Einige Songs der zweiten Albumhälfte würden sich auch auf einem BLACKFIELD-Album gut machen und "No Twilight Within The Courts Of The Sun" ist eigentlich ein großes Sound- und Noise-Experiment, bei dem das Geräusch an sich die Hauptrolle spielt. Überhaupt wird hier oft die Musik zu Gunsten des experimentellen Geräuscheinsatzes zurückgefahren und mehr als ein Song endet in SUNN O)))-typischen Riffwalzen und Rückkopplungen. Muss man mögen. Oft werden Erinnerungen an musikalische Entdeckungsreisen wie "The Sky Moves Sideways" wach. Die Atmosphäre ist aber deutlich düsterer als bei allen anderen Projekten von Steven Wilson [von OPETH einmal abgesehen].
Das klingt nun alles etwas zerfahren, ist aber in der Praxis gar nicht so unhörbar. Nach einer gewissen Einarbeitungsphase wächst dieses Album sogar richtig zu einer Einheit zusammen, trotz seiner sehr unterschiedlichen Teile.
Negativ fällt aber auf, dass, wie schon erwähnt, häufig die Musik für wilde Geräuschexperimente zurückgefahren wird. Das ist nicht nur sehr gewöhnungsbedürftig, es ist auch nicht unbedingt immer songdienlich und lässt manches konstruiert und kalkuliert wirken. Melodien, Riffs, schöne Gesangslinie und die für Steven Wilson typische raffinierte Produktionsart sind auch hier wie auf allen Alben der Hauptbands zu finden, jedoch nicht auf dem Niveau eines "In Absentia" etwa. Dieses Album verlangt von seinen Hörer eine Menge Aufmerksamkeit und will noch mehr erschlossen werden, als es ohnehin bei den meisten progressiven Alben nötig ist. Auch bei den eingängigeren Stücken wollen die schönsten Melodien oft erst entdeckt werden.

Steven Wilsons Solodebüt ist also eine sehr interessante Scheibe geworden, die noch einmal eine andere Richtung einschlägt als die ohnehin schon breit gefächerten Projekte des vielbeschäftigten Musikers. Hier muss man hinhören, sonst hat man wenig von diesem Album.
Alle, die wissen möchten, wie ein Lied klingt, das "No Twilight Within The Courts Of The Sun" heißt, die sind hier an der richtigen Adresse.

Trackliste:
01. Harmony Korine
02. Abandoner
03. Salvaging
04. Veneno Para Las Hadas
05. No Twilight Within The Courts Of The Sun
06. Significant Other
07. Only Child
08. Twilight Coda
09. Get All You Deserve
10. Insurgentes
Spielzeit: 00:55:22

Line-Up:
Steven Wilson - Gesang, Gitarre, Keyboards

Gastmusiker:
Gavin Harrison - Schlagzeug
Tony Levin - Bass
Mike Outram - Gitarre
Dirk Serries - Drone-Gitarre
Jordan Rudess - Piano
Clodagh Simonds - Gesang
Sand Snowman - Akustische Gitarre
Theo Travis - Flöte, Klarinette, Saxophon
Michiyo Yagi - 17-string Bass Koto
Susana Moyaho - Gesang
Nicolas Freund [Nicki]
02.03.2009 | 14:09
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