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Cover von Stilla -- Ensamhetens Andar
Band: Stilla Homepage  Metalnews nach 'Stilla' durchsuchenStilla
Album:Ensamhetens Andar
Genre:Black Metal
Label:Nordvis
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:10.02.14
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"Retter des Spirits!"

Den Schweden von STILLA ist letztes Jahr mit „Till Stilla Falla“ ein kleiner atmosphärischer Überraschungs-Hit gelungen. Archaischer und kauziger Black Metal, der einen an die alten Zeiten erinnert, ohne dabei prätentiös oder unaufrichtig zu wirken. Tatsächlich war es in diesem Sinne kein nostalgisches Album, kein reines Kopieren oder Zurückblicken auf frühere Tage, sondern vielmehr eine tatsächlich authentische Expression der Gefühlswelt, die Black Metal einst für so viele Menschen so spannend gemacht hat. Dass es so etwas im Jahre 2013 noch geben konnte, war durchaus überraschend. Jetzt, nicht einmal ein ganzes Jahr nach „Till Stilla Falla“, haben sich die vier Schweden wieder in ihr Studio eingesperrt und den Nachfolger „Ensamhetens Andar“, was wohl so viel wie „Geister der Einsamkeit“ bedeutet, eingespielt.

Habe ich im Review zu „Till Stilla Falla“ noch geschrieben, dass ich keinen Song hervorheben kann, der das ganze Album repräsentiert, habe ich jetzt auf „Ensamhetens Andar“ einen gefunden, der nicht nur der beste Track auf dem Album ist, sondern wohl der beste Song, den die Band jemals geschrieben hat. „Skuggornas dop“ heißt das gute Stück, welches als Rausschmeißer fungiert und schöne 7 Minuten lang ist. STILLA erschaffen hier mit ihren klirrenden Gitarren, den hypnotischen Drums und den unglaublich großartigen und zugleich subtilen Synthie-Loops/Sounds, die an den Klassiker „Gebrechlichkeit“ von BURZUM erinnern, einen der besten Black Metal Songs, den ich jemals gehört habe. Eine perfekte Kombination aus nordischer Härte und Melancholie. Aber auch die anderen Songs auf „Ensamhetens Andar“, die ja letztendlich ähnlich konzipiert sind – kalte Gitarrenwände, boshafte Vocals und hintergründige Synthie-Landschaften -, müssen sich vor „Skuggornas dop“ nicht verstecken, auch wenn dessen Intensität nie ganz erreicht wird. Dass zwischen „Ensamhetens Andar“ und „Till Stilla Falla“ nur in den Details Unterschiede bestehen, sollte sich von selbst verstehen, denn STILLA wollten sich wohl kaum selbst neu erfinden, sondern ihren Weg und ihre Atmosphäre perfektionieren und ausbauen. Dies ist ihnen auch gelungen, wobei man wieder vor dem grundsätzlichen Problem steht, dass „Ensamhetens Andar“ etwas reifer als das Debüt klingt und damit gleichzeitig auch schon etwas geplanter. Dabei weiß man allerdings nicht, ob das nicht am Hörer selbst liegt, der bei „Till Stilla Falla“ noch total überrascht war von der schieren Intensität und beim zweiten Album schon ahnte, was er nun zu hören bekommen würde. Nichtsdestotrotz machen STILLA auch hier wieder alles richtig – das Songwriting variiert und brilliert mit Tempowechseln und vielen kleinen Details, die sich erst nach vielen Hördurchgängen entfalten; die Instrumental-Fraktion zeigt durchgehend ihr Können und die Produktion ist klar genug, um alle Instrumente hörbar zu machen, ohne dabei irgendwie modern oder klar zu sein.

STILLA sind und bleiben momentan die authentischste und auch beste Vertonung der nordischen Einsamkeit. Dass sie uns nicht einmal ein Jahr nach „Till Stilla Falla“ sieben weitere großartige Songs schenken, von denen einer dazu noch der Jahrhundert-Song „Skuggornas dop“ ist, ist einfach wunderbar. Fans werden sich sofort zu Hause fühlen und „Ensamhetens Andra“ abfeiern – Neulinge sollten sich bei Interesse „Skoggornas dop“ anhören und bei Gefallen gleich beide Alben auf einmal bestellen. Black Metal lebt heute dank Bands wie STILLA!

Trackliste:
01. Vandring utan spår
02. Ensamhetens andar
03. Till slutet
04. Själavrängaren
05. Hjärta av sten
06. Tillägnan
07. Skuggornas dop
Spielzeit: 00:47:21

Line-Up:
P. Stille - Gitarre
A. Vidhall - Bass
A. Pettersson - Gesang
J. Marklund - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
03.02.2014 | 16:51
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