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Album:Gjemt I Skyggene
Genre:Black Metal
Label:Northern Silence Productions
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:13.05.05
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"Die Entdeckung der Stille"

Norwegen anno Satanas 2004. Black Metal ist tot, seine Leiche wird von Mondgefickten, Dumm-Bürgern, Nacktfroestelnden und anderen Schwachköpfen geschändet. Doch halt, es gärt, der Underground bringt wieder vereinzelte Lichtblicke zustande, auch wenn diese erst für nur wenige sichtbar bleiben. Auch das anfangs nur in 150facher Auflage verfügbare Material von STILLHET - in Person eines einzigen, unsteten Geistes namens Jan Inge Ytroy - wäre uns ohne Northern Silence Productions vielleicht nie offenbart worden.

Und eine Offenbarung ist dieses Stück Musikgut in weiten Teilen tatsächlich. Zumindest für Enthusiasten der frühen norwegischen Schule, denen die Frühwerke von BURZUM und mehr noch von SATYRICON in der finstren Seele eingebrannt sind. Alle anderen können an dieser Stelle getrost aufhören zu lesen und weiter ihr Netzhemd bügeln, bevor sie noch psychischen Schaden nehmen.
Denn bei allem Hang zu griffigen, mitreißenden Melodien und harmonischen, auf Dissonanzen verzichtende Kompositionen sind STILLHET zutiefst bösartig und schwarz gewaltig bis ins Mark. Hierbei meine ich nicht die thematischen Bezüge, die dem des Norwegischen Unkundigen auch diesmal wieder verwehrt beleiben. Nein, gute Musik schreibt ihre Texte und zeichnet ihre Bilder selbst im Geiste des Zuhörers. Genau das erreichen STILLHET und leiten dich in tiefe Wälder, zu dunklen Fjorden, in sternlose Nacht und ewigen, kalten Tod.
Dominierende Instrumente auf dieser Reise sind die verzerrte, burzumartig-kalte Leadgitarre und die ebengleiche Stimme des scheinbar zutiefst der Depression anheim gefallenen Sängers. Bewusst verzichtet wurde größtenteils auf plakative Raserei, dafür wurde um so mehr Raum gelassen zur Entfaltung sehr intensiver Klangteppiche, die sich des dezenten Einsatzes von Keyboardpassagen nicht zu schämen brauchen. Denn es ist doch die besagte, klirrende Gitarre, die auf so unnachgeahmte Weise und mit viel Inspiration geführt die Musik STILLHETs bestimmt. Hört euch den Titelsong (Link) an und ihr bekommt einen ersten Eindruck der erdigen und zugleich astralen Atmosphäre, die STILLHET über das Gesamtwerk hinweg aufbauen.

Grandios würde mein Urteil lauten, wenn nicht zwei bis drei Aspekte das Bild leicht trüben würden. Einen Monolog aus einem Videospiel („Silent Hill“) als Intro/Outro zu verwenden, halte ich grundsätzlich für eine Schwachsinnsidee und im konkreten Fall für nicht wirklich atmosphärisch passend. Coversongs gehören niemals in die Mitte eines Albums, und den dritten Kommentar verkneife ich mir.

Denn nichtsdestotrotz ist „Gjemt I Skyggene“ ein äußerst beachtenswertes, überdurchschnittliches, beinahe exzellentes Kleinod norwegischer Tonkunst, das in keiner gut sortierten Black Metal-Sammlung fehlen sollte.

Trackliste:
01. Intro
02. Gjemt I Skyggene
03. Synderens Smerte
04. Spell Of Destruction (Burzum-Cover)
05. Tvangstrøye
06. Når Sjelen Dør
07. Silent Hill
08. Outro
09. Fordømt (Bonustrack)


Karsten Heim [Lone Wolf Winter]
06.10.2005 | 17:49
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