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Album:Straight Frank
Genre:Hard Rock, Rock
Label:Sony Music
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.01.12
CD kaufen:'Straight Frank - Straight Frank' bei amazon.de kaufen
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"Hört bloß nicht auf zu rocken!"

„Wenn ich so 'n richtigen tollen Song höre, muß ich dazu immer mit dem Kopf nicken, als ob ich zu jedem einzelnen Takt 'Ja' sagen wollte: Ja! Ja! Ja! Das rockt! - Und manchmal dreh' ich es dann plötzlich um: Nein! Nein! Nein! Hört bloß nicht auf zu rocken!“ Fakt ist, dass Homer Simpson nicht vom neuen, selbstbetitelten Album von STRAIGHT FRANK sprach, als er dieses Zitat vom Stapel ließ. Fakt ist aber auch, dass es perfekt dazu passen würde, denn „Straight Frank“ ist eine Rockplatte, wie sie im Buche steht.

Die 2008 gegründete schwedische Formation versammelt auf ihrem Zweitling zehn absolut hochwertige Songs, die stadionkompatiblem Hard Rock mit deutlich Grunge-beeinflussten Riffs verbinden. Das Ganze dauert dann gerade mal 36 Minuten, wodurch auch problemlos gewährleistet ist, dass Füllmaterial komplett außen vor bleibt. Und tatsächlich: hier ist jeder Song auf seine Art und Weise ein kleiner Hit, wobei der kraftvolle, rasante Opener „Monster“, das herrliche „Broken“, die obligatorische Jugendhymne „We All Die Young“ oder die mit deutlichen ALICE IN CHAINS-Reminiszenzen ausgestatteten „Blood Red Sky“ und „Misery“ als Highlights noch ein bißchen herausstechen. Dass STRAIGHT FRANK mit Tobias Gustavsson über einen erstklassigen Sänger verfügen, der nicht selten an den großen Chris Cornell erinnert, ist sicher auch kein Nachteil.

Eigentlich sind Stadionrock und Authentizität nicht unbedingt zwei Worte, die man sofort miteinander verbindet. Stadionrocker sind doch eher aufgeblasene Typen, die mit ihrer überaus massentauglichen und verwaschenen Version der Rockmusik Hausfrauen hinterm Herd hervorlocken wollen, während man Authentizität vor allem in der Rockmusik der 70er Jahre auszumachen glaubt. STRAIGHT FRANK gelingt es aber, diese zwei scheinbaren Gegensätze sehr überzeugend miteinander zu verknüpfen und ein Album abzuliefern, das rockt wie die Hölle, das mit tollen Melodien nicht geizt und einfach unglaublich abwechslungsreich ist. Fans von AUDIOSLAVE, ALTER BRIDGE und ALICE IN CHAINS sollten die Scheibe unbedingt anchecken.

Trackliste:
01. Monster
02. Not Forever
03. Broken
04. Blood Red Sky
05. Is It Enough
06. Heart Of Mine
07. Going Nowhere
08. We All Die Young
09. End Of The Day
10. Misery
Spielzeit: 00:36:10

Line-Up:
Tobias Gustavsson - Vocals, Guitars
Johan Coma Svensson - Guitars
Kasper Lindgren - Drums
Henrik Edenhed - Bass

Timo Beisel [kaamos]
29.01.2012 | 23:02
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