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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Strapping Young Lad - The New Black
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Cover von Strapping Young Lad -- The New Black
Band: Strapping Young Lad Homepage  Metalnews nach 'Strapping Young Lad' durchsuchenStrapping Young Lad
Album:The New Black
Genre:Thrash Metal
Label:Century Media
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:14.06.06
CD kaufen:'Strapping Young Lad - The New Black' bei amazon.de kaufen
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"Extrem-Erfrischung mit Killer-Konzeption"

Die spinnen, die Kanadier! Gerade als man dachte, die Truppe um DEVIN "Nutty Professor" TOWNSEND hätte mit "Alien" ihren entgültigen Stil gefunden, legte man mit "The New Black" ein Album nach, das nicht nur musikalisch einige Überraschungen bot, sondern lyrisch zudem mit einem kompletten Konzept aufwartete, durch das das Quartet, persönlich und als Band, ihren Standpunkt zur Musikindustrie und der ganzen Welt klar machte. Und man hat sich einiges einfallen lassen, um nicht in Gefahr zu laufen, sich selbst zu wiederholen. Der Bombastanteil wurde im Vergleich zum Vorgänger heruntergeschraubt, sodaß man es hier mit einer raueren, aber nicht weniger variablen Ausrichtung zu tun hat. Der Anteil an Elementen aus DEVIN TOWNSEND's Solopfaden wurde zudem etwas aufgebohrt, weshalb wir es nun mit einer Scheibe zu tun haben, die sich deutlich von "Alien" unterscheidet. Stellt sich die Frage, ob das nun gut oder schlecht ist. Aber werfen wir doch einfach mal ein Ohr drauf.

Handelt es sich beim Opener "Decimator" noch um einen etwas zurückhaltenden Midtemp-Track, der zum Schluß hin drollige Leadgitarrenspielereien und huldigenden "S-Y-L"-Shouts bietet, brettert "You Suck" mit aggresivem Drive und (selbst)-ironischem Text gnadenlos durch die Steppe und wirbelt dabei eine Menge Staub auf. Bei "Antiproduct" ist der Name Programm, dieser Song richtet sich nicht nur lyrisch gegen jegliche, kommerzielle Vermarktung, sondern bietet auch einem STRAPPING YOUNG LAD-Fan die Art von Uptempo-Song, den er von seiner Band kennt und liebt. Und diese Liebe gibt die Band in "Monument" auch textlich zurück, indem sie ihren Hörern quasi ihr größtes Anliegen erklärt : "Do you want to know why? Because we love you! We return to rock you!". "Wrong Side" ist einer der großen Highlights auf "The New Black", da hier einfach alles stimmt und man zur satten Abreibung auch noch genial-variable Gesangswechsel, ein Highspeedgitarrensolo und weitere, abgefahrene Soundspielereien bekommt. Um die richtige Einstellung geht's in "Hope" und "Far Beyond Metal" ist dann eine musikalische Kriegs- und gleichzeitig Liebeserklärung, die kerniger und besser hätte gar nicht ausfallen können. Mit Kampfansagen wie "Oh, you ironic pop-rock fucks, don't you fuck with Metal. One line and you're outta control - Yeah, we fucking own you!" und einem Gastgesangsauftritt durch Oderus von GWAR ist dieser Track ein klarer Hit und sollte zusammen mit "Wrong Side" auf der Setlist für jedes SYL-Konzert stehen. Wem in "You Suck" noch nicht genug geflucht wurde, dem kann das folgende "Fucker" nur gefallen, das außer mit provokativen Lyrics mit Dual-Devy-Gesang und kräftig-rockigem Instrumentalsound punktet. Das melodische "Almost Again" erinnert, von einigen Doublebassangriffen abgesehen, fast ausschließlich an townsendische Einzelwerke und verrät uns außerdem, wo DEVIN sich aufhält, falls man ihn mal suchen sollte. "... at the speed of sound, i will be found..". Nach dem schön einleitenden "Polyphony" geht es dann an den Titeltrack,der zwar eindeutig hinter Nummern wie "Wrong Side" und "Far Beyond Metal" zurückbleibt, aber, wie jeder andere Song auch, seine speziellen Qualitäten mitbringt. An diesem Ende des Albums wird nun der Stand der Welt und der Menschen in ihr aus dem Auge des Betrachters besungen und und musikalisch effektiv untermalt.

Abschließend bleibt nur zusagen, daß STRAPPING YOUNG LAD mit "The New Black" allen Erwartungen gerecht werden und das hohe Niveau, wenn auch in anderer Weise als vermutet, halten und sogar einiges an Überraschungen und neuen Impulsen draufsetzen konnten. Und da sage noch mal jemand, daß Extremmetalfans Leute sind, die monotonen, stumpfsinnigen Kram hören. Von wegen - We fucking own you! - und allein schon um das zu unterstreichen sollte man diese feine Scheibe einfach im Schrank haben!

Trackliste:
1. Decimator
2. You Suck
3. Anti Product
4. Monument
5. Wrong Side
6. Hope
7. Far Beyond Metal
8. Fucker
9. Almost Again
10. Polyphony
11. The New Black


Werner Heinz [sOULiON]
29.11.2006 | 21:34
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