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Band: Stratovarius Homepage Stratovarius bei Facebook Metalnews nach 'Stratovarius' durchsuchenStratovarius
Album:Fourth Dimension
Genre:Melodic Metal, Power Metal
Label:Noise Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:25.09.95
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"Die Akte STRATOVARIUS IV - Stimmenwunder"

Es sollte sich was tun im Hause STRATOVARIUS. Nachdem man es zwei Alben mit derselben Besetzung ausgehalten hatte, zog nun der Bassist seinen Hut und Jari Kainulainen kam in die Band. Dazu tat Timo Tolkki einen Schritt, der nur der einzig richtige sein konnte. Er konzentrierte sich fortan auf das, was er am besten konnte – nämlich seine Fertigkeiten an der Gitarre zu präsentieren. Den Gesangsposten bekam das noch unbekannte Kopfstimmenwunder Timo Kotipelto. Doch inwieweit wird der Neuling in die Songs der Band passen und wie wird sich der Sound in nur einem Jahr verändert haben? „Fourth Dimension“, dass vierte Album der Band, wird die Antworten bringen können.

„Against The Wind“ ist vielleicht eines DER Symbole von STRATOVARIUS. Der Melodic-Power-Metal-Kracher offenbart das erste Mal das volle Potential der Band. Erst einmal hat man die doch meist recht düsteren Melodien gegen sehr fröhliche ausgetauscht. Die Keyboard-Passagen passen sich nun der Gitarre an und dienen nicht mehr nur als Teppich. Nicht nur, dass die Nummern von der Melodie und dem neuen Sound her stimmen, nein, auch der neue Sänger passt auf die Songs wie ein Deckel auf einen Topf. „Distant Skies” erweist sich ebenfalls als volle Granate und weiß, durch seinen charmanten Refrain zu überzeugen. Wer das Album hört, weiß in dem Moment, hier hat eine Band seinen Sound gefunden. Zwischen fröhlichen und rasanten Melodien, einer priese Epik und unglaublich vielen Liedern, die alle einen eigenständigen Charakter aufweisen, bekommt man kaum Luft zum atmen. Auch die Liedlängen bewegen sich auf einem sehr ordentlichen Level. Genau in diesem Moment werden STRATOVARIUS von einem Geheimtipp zu einer der Vorzeigebands des Melodic-Power-Metals. Einzig richtig dicker Kritikpunkt ist das Lied „030366”. Hierbei dreht es sich um ein Lied über den guten alten Computer, der immer wichtiger zu werden scheint – allerdings im negativen Sinne. Soweit ja auch nicht schlimm, wenn der Sound nicht total schrecklich wäre. Sinnloses Bassgehämmer und ein ständiges Wiederholen der Zahlen machen das Lied zu einer Tortur. Dass Ganze hat schon sehr viel von der Avantgarde-Richtung und passt definitiv nicht in ein so flüssig gestaltetes Album. Der totale Killer, und das Ganze auch noch genau in der Mitte – sehr schade.

Letztendlich bleibt ein geniales Album, das eine Band zeigt, die ihren eigenen Weg macht. Blitzschnelle Gitarren und Keyboard-Attacken gemischt mit einer Könner-Kopfstimme, tiefgründigen Texten [sehr positiv und christlich angehaucht] und einer gesunden Mischung an Epik. Das sind die Mittel die STRATOVARIUS ab diesen Zeitpunkt verwenden und der Kuchen der aus den Zutaten entsteht, soll ein Verkaufsschlager werden.

Trackliste:
01. Against The Wind
02. Distant Skies
03. Galaxies
04. Winter
05. Stratovarius
06. Lord Of The Wasteland
07. 030366
08. Nightfall
09. We Hold The Key
10. Twilight Symphony
11. Call Of The Wilderness
Spielzeit: 00:59:36

Line-Up:
Timo Kotipelto - Vocals
Timo Tolkki - Guitar
Antti Ikonen - Keyboards
Jari Kainulainen - Bass
Tuomo Lassila - Drums

Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
23.04.2011 | 13:38
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