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Cover von Sufferage -- Bloodspawn
Band: Sufferage Homepage  Metalnews nach 'Sufferage' durchsuchenSufferage
Album:Bloodspawn
Genre:Death Metal
Label:Remission Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:10.11.06
CD kaufen:'Sufferage - Bloodspawn' bei amazon.de kaufen
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"Viel schöner Mord aus Nord"

Sufferage aus Hamburg sind Death Metal-Underground-Kennern und Festival-Gängern längst ein Begriff. So wütete man bereits auf dem Obscene Extreme, dem Fuck The Commerce sowie dem Wacken Open Air, und erntete in der Regel immer begeisterten Zuspruch aufgrund engagierter Performances. Spätestens mit dem gutklassigen Debüt „Raw Meat Experience“ (2003) wurde auch der CD-Sammler auf die Combo um Brüllbiene Jasmin Fleiner aufmerksam. Gleiches Schicksal ereilte die hellhörigen Kollegen von Remission Records, die den Vierer gleich unter Vertrag nahmen.

So schließt sich der Kreis zum vorliegenden Album „Bloodspawn“, auf dem man in Sachen Sound, Detailfülle und Professionalität noch mal ordentlich zugelegt hat. Im Grunde basiert der typische Sufferage-Sound auf megaeingängigen Oldschool-Riffs, die aber erstens sofort vom Brutal-Drumming zerhackt und zweitens meist irgendwann um hektische Ami Death – Einsprengsel erweitert werden. Dazu gibt es noch den ein- oder anderen Ausflug in grindiges oder schwarzmetallisches Riffing. Heraus kommen elf wirklich formidable Todesbleinummern, die von der wohl fähigsten Vokalistin des Genres veredelt wurden. Jasmin growlt nicht nur absolut effektfrei, sondern auch variabel; und vor allem hat das Mädel im Gegensatz zu vielen heutigen Mikroschwingern eine wirkliche Stimme mit Wiedererkennungswert am Start, die nicht nur aus Gurgelfrogschrei besteht.

Da stört es nur wenig, dass man an ganz wenigen Stellen etwas untight dahertrümmert und dem Raub nicht abgeneigt ist. So hat man bei „Trained To Kill“ von Sepultura und bei „A Shadow Of Your Own (Disfigured Soul)“ von Soul Demise gemopst – und zwar in beiden Fällen ziemlich dreist. Trotzdem sind hier so viele geniale Momente vertreten, dass diese Ausrutscher „Bloodspawn“ nur bedingt runterziehen. Was aus der Masse ihrer Genrekollegen heraushebt, ist der Umstand, dass sie Songs schreiben, die im Ohr hängen bleiben und trotzdem nicht billig wirken. Beifall und Glückwunsch an einen weiteren Hoffnungsträger aus heimischen Gefilden.

Trackliste:
01. Trained To Kill
02. Hate Is Warm And Red
03. Allday Life
04. What About
05. A Shadow Of Your Own (Disfigured Soul)
06. Grey And Wet And Cold
07. Not My Place
08. Prophecies Of A Coming Scenario
09. Just Another Trend
10. Stop Corruption
11. Enticing Lies


Marcus Italiani [Mattaru]
13.11.2006 | 18:55
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