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Album:Acts Of Contemporary Violence
Genre:Death Metal
Label:Revenge Productions
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:18.04.07
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"Bis der Putz von der Wand fällt"

SUFFOCATE BASTARD kommen zwar aus Deutschland, spielen aber in erster Linie Brutal Death amerikanischer Ausprägung mit etlichen Anleihen bei Bands wie beispielsweise GORGASM und DISGORGE [US]. „Acts Of Contemporary Violence” stellt das Debüt der Deather dar und ist definitiv nicht darauf ausgelegt, Gefangene zu machen.

Nachdem die Band bereits im Jahr 2000 gegründet wurde, ist es nach zwei Demos und einer Split-CD nun an der Zeit für den Erstling, der übrigens in den Soundlodge Studios eingetrümmert wurde und in Sachen Sound absolut keine Wünsche übrig lässt. Schön differenziert, aber trotzdem mit fetten Gitarren und Drums sowie schön druckvoll, wird hier alles von der Kette gelassen, was möglich ist. Kurze und prägnante Geschosse von im Schnitt zwei Minuten Spieldauer ohne großen Firlefanz zeigen jedenfalls ganz deutlich die Marschrichtung von SUFFOCATE BASTARD auf: Langsame Parts und längere Songs – abgesehen vom letzten Stück – sind definitiv Kindergeburtstag! Stattdessen wird etwas über eine halbe Stunde munter geholzt und gezimmert, bis der Putz von der Wand fällt. Trotzdem bleibt aber noch genügend Freiraum für etliche Tempowechsel, Fills und Licks sowie zahlreiche zweistimmige Gitarrenläufe, die neben dem Nähmaschinen-Schlagzeug wie aus der Pistole geschossen kommen. Abgerundet wird das Ganze durch den variablen „Gesang“ von Stefan Meja, der immer mal fiese Screams der Marke CRYPTOPSY einstreut, aber kurz nach der Veröffentlichung der Scheibe ausstieg und inzwischen durch Brice Blanchard ersetzt wurde. Es dürfte allerdings auch klar sein, dass SUFFOCATE BASTARD mit ihrer Scheibe den Brutal Death nicht neu erfinden, denn da sind ihnen solche Truppen wie GORGASM und DISGORGE noch voraus. Und auch die Abwechslung kommt auf Dauer etwas zu kurz, da die Songs bei dem hohen Tempo und den vielen Knüppelparts zunehmend schwerer auseinander zu halten sind. Dennoch machen SUFFOCATE BASTARD ihre Sache sehr ansprechend und mit „Sadistic Souls“, „The Rats Are Gathering In The Cradle Of Hypocrisy“, „Solitude“ und „Winds Of Stench…“ haben sie einige Eisen im Feuer, die richtig gut abgehen.

„Acts Of Contemporary Violence“ ist demnach eine nicht wirklich innovative, aber trotzdem sehr amtliche Scheibe, mit der man so richtig schön die Nachbarn ärgern kann. Außerdem haben es die Jungs handwerklich fraglos drauf und erzeugen somit auch ganz schön Druck. Live dürfte die Mucke ziemlich gut knallen und jeden Freund dieser Musikart mit einem zufriedenem Grinsen zurücklassen, was unter anderem auf dem Death Feast Open Air 2008 angetestet werden kann.

Trackliste:
01. Intro
02. Clones
03. Cold Eyes Of Murder
04. Ghost Of Extermination
05. In Decadence The Scum Was Born
06. Sadistic Souls
07. Architects Of Perversity
08. The Rats Are Gathering In The Cradle Of Hypocrisy
09. Solitude
10. Welcome To My Tomb Of Immortal Pain
11. Eternal Manipulation
12. Winds Of Stench In A Poisoned Atmosphere Of Blessed Happiness
13. All Humanity Lost
14. In The Whirls Of Spiritual Violence
15. A Cenotaph Built Of Lies
Spielzeit: 00:36:33

Line-Up:
Stefan Meja – Vocals
Patrick Czerny – Guitar
David Adamietz – Guitar
Karsten Boehnke – Bass
Thorsten Bertram – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
09.09.2007 | 00:19
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