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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Sula Bassana - Dark Days
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Band: Sula Bassana Homepage Sula Bassana bei Facebook Metalnews nach 'Sula Bassana' durchsuchenSula Bassana
Album:Dark Days
Genre:Experimental, Psychedelic, Space Rock, Stoner Rock
Label:Sulatron Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:10.08.12
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"...und Vishnu weinte vor Stolz"

Scheinbar jede größere Band empfindet es heutzutage als nötig, gefühlte hundert Vorab-Studioberichte, Track-Down-Videos und allerlei irrelevante Studio-Impressionen ins Netz zu stellen, noch bevor irgendein gescheiter Ton den Endkunden erreicht. Penetrante Promo-Arbeit, die einfach nur noch nervt und ihren Sinn - zumindest bei mir - komplett verfehlt. Wo sind die Zeiten des guten alten Wartens hin? Immerhin krebsen noch einige löbliche Ausnahmen herum, denen Werbung weit weniger wichtig ist als das Kunstwerk am Ende einer jeden Schaffensperiode. Für die Zukunft sollte sich das Gros an Selbstprofilierer-Truppen also vielleicht ein Beispiel an diesem Projekt nehmen. Da gab es ungefähr ein halbes Jahr vor Erscheinen keine Ankündigungen, dass ihr neues Album fast fertig sei. Nein, SULA BASSANA haben sich auf ihre Arbeit konzentriert und erst jetzt verlauten lassen, dass die Scheibe im Kasten ist und in wenigen Wochen erscheinen wird. Von endlosem Rumgeeiere oder gar leeren Versprechungen keine Spur. Die Öffentlichkeit kann also immer noch halbwegs kontrolliert werden, wenn man den Mut, die Klappe zu halten, aufbringt.

Aus rein inhaltlicher Sicht konnte[n] sich SULA BUSSANA mit dem jüngsten Epos nicht nur vom fünfteiligen Elektronik-Ausflug "Kosmonauts" hin zum Planetenring vergangener Großtaten wie "The Night" zurückbewegen, sondern auch das vielleicht beste, weil durchgehend fantastische Album vorlegen. Doch kann man derlei Übermacht weniger am sowieso tadellosen songwriterischen Geschick festmachen, schließlich praktiziert der Maestro hinter den Instrumenten seinen Kult der sphärischen Klangwelten seit mittlerweile mehr als einem Vierteljahrhundert. Dass damit einhergehend ein in sich vollkommen stimmiges, aber nach allen Seiten herausquillendes, farbenfrohes, ja sogar blubberndes [Mitte von "Arriving Nowhere"] Schauspiel auf allen sechs Nummern stattfindet, das den Spagat zwischen oberflächlich wild durcheinander wirbelnden Jams und andererseits einer genauen Vorstellung davon, auf welchem Terrain der jeweilige Song landen soll, zeugt umso mehr von dem abgrundtiefen Verständnis, das der Alleinunterhalter gegenüber den "Bedürfnissen" des Materials an den Tag legt. Äußerst selten erlebt man einen Künstler und fast gar keine Band, die vollkommen "in tune" mit ihrer Musik sind, weswegen ein über zwanzig Minuten andauerndes Oasenbad wie "Surrealistic Journey" nahezu kathartische Dimensionen erfasst.

Die diesjährige Psychedelia-Auslese klang noch nie so überzeugend. Wer an einer bizarren, zugleich aber stets geordneten Mischung aus PINK FLOYD, HAWKWIND und jüngeren Waberwänden wie VIBRAVOID Gefallen findet, dürfte hier vor lauter Glück aufplatzen... was dann wiederum schade wäre, denn wie soll man sich sonst an festgehaltene Glücksphasen der Marke "Arriving Nowhere" ergötzen?

Trackliste:
01 - Underground
02 - Departure
03 - Surrealistic Journey
04 - Dark Days
05 - Bright Nights
06 - Arriving Nowhere
Spielzeit: 01:11:28

Line-Up:
Sula Bassana - Alle Instrumente
Michael Bambas [Micha]
21.08.2012 | 22:33
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