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Cover von Suma -- Ashes
Band: Suma Homepage Suma bei MySpace.com Metalnews nach 'Suma' durchsuchenSuma
Album:Ashes
Genre:Doom Metal, Experimental, Noisecore, Sludge
Label:Regain Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.06.10
CD kaufen:'Suma - Ashes' bei amazon.de kaufen
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"Asche auf die Wunden"

SUMA machen dem Namen ihrer Heimatstadt Malmö alle Ehre, denn wesentlich malmender könnte der von ihnen generierte progressiv-experimentelle Doom/Stoner/Sludge/Noise Metal-Sound wohl kaum ausfallen.
„Ashes“ stellt bereits den dritten Langspieler dieser langsamen Schweden dar und erscheint auf dem bandeigenen Label Speakerphone, vertrieben von Regain Records [lediglich die Vinyl-Version wurde den geschmackssicheren Händen von Throne Records überantwortet].

„Headwound“ drischt mit der primitiven Gewaltättigkeit eines Neanderthalers drein, hat noch ein bisschen UNSANE- oder TODAY IS THE DAY-Irrsinn in den Gesang integriert bekommen und bezweckt eigentlich nichts anderes, als dem Hörer die titelgebende, klaffende Kopfplatzwunde zuzufügen. Der Opener endet als Drone und geht direkt in den zähflüssigen, rein instrumentalen Titeltrack über, dessen teerige Riffs am Trommelfell hängenzubleiben scheinen, um von dort direkt ins Gehirn zu kriechen. Hier wird der Rezipient konsequent in Slo-Mo in die Knie gezwungen, auch wenn ein ruhiger Zwischenpart ganz kurz aufatmen lässt, aber dann geht der Marsch durch den klebrigen Morast der eigenen, unseligen Unzulänglichkeit bzw. der irdischen Existenz auch schon unaufhaltsam weiter.
„Orissa“ ist ein über 17-minütiger, qualvoll-anstrengender, an Emotionalität und Intensität kaum zu toppender Brocken langsam erkaltender, instrumentaler Lava zwischen ultralangsamen Doomrhythmen [Liebe MANOWAR, das hier sind die wahren „Drums Of Doom“!], schrammlig-verqueren Postcore-Dissonanzen und Sprachsamples.
Dagegen bietet „Justice“ fast schon rasende, alles zerschrotende Gitarren und Trommeln, die zunächst den Takt zur Apokalypse zu schlagen scheinen, dann kurz in einen regelrecht nachvollziehbaren Doomburner in bester SAINT VITUS-Manier [allerdings mit steril-unterkühltem Gesang] kippen, bloß um gegen Ende erneut in dronigen Sludge zu zerfließen.
Auch der das Album beschließende, viertelstündige [und eindeutig verlorene] Drogenkrieg trommelt gegen jeglichen weltlichen Schönklang, Frontmann Jovans Klagegesänge und die sublimen, verhallten Harmonien faszinieren auf verstörend-hypnotische Weise, so dass man den finalen, knarzig-dröhnenden Drones und Rückkopplungen nichts mehr entgegen zu setzen hat.

Produziert wurde „Ashes“ übrigens von Billy Anderson [SLEEP, BONGZILLA, EYEHATEGOD, NEUROSIS] und wer nach SUMAs Drittwerk nicht tatsächlich Aschegeschmack im Mund feststellt, hat entweder ein bemerkenswert stabiles Nervenkostüm oder hört schon Grindcrust, wenn er sich zum Frühstück noch ein paar Glasscherben und rostige Nägel ins Müsli streut...

Trackliste:
01. Headwound
02. Ashes
03. Orissa
04. Justice
05. War On Drugs
Spielzeit: 01:01:49

Line-Up:
Jovan - Vocals
Johan - Bass
Peter - Guitar
Erik - Drums
Dirk Konz [dkay] | 21.06.2010 | 22:30

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