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Cover von Sworn -- Bastards And Conquerors
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Album:Bastards And Conquerors
Genre:Melodic Black Metal
Label:Twilight
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:30.10.09
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"Gefällige Kurzweil"

In der Tradition klassischer Black Metal Bands aus ihrer Heimatstadt Bergen standen SWORN schon 2007 nicht, als sie ihr Debut „The Alleviation“ auf die Menschheit losließen. Zwei Jahre und zwei Besetzungswechsel später hat sich daran nichts geändert. Mit Max Wilson als neuem Fronter und Dag Anderson am Viersaiter (AETURNUS, DEATHCON) setzt man auf „Bastards And Conquerors“ voll und ganz die Linie des Vorgängers fort.

Und die heisst melodisch-epische, hymnenhafte, manchmal melancholische und stets schnell nach vorn gepeitsche Schwarzwurzel mit mittlerem bis hohem Eingängigkeitsfaktor. Melodischer Black Metal also, der handwerklich auf hohem Niveau zelebriert wird. Glücklicherweise bemühen SWORN nicht das Stereotyp eines mit Plastik-Synthies überlasteten Bombastwerks, wenn auch die Arrangements durchaus ausladend und erhaben gestaltet sind. Orchestrale Untermalung ist kein Selbstzweck sondern songdienlich: die Blechbläser in „The Bastard, The Conqueror“ etwa oder hallende Choräle in „Damnation Spawned“ wirken eher untermalend als überzeichnend. So werden zusätzliche Akzente in den Instrumentalpassagen gesetzt, auf die SWORN hörbar mehr Gewicht legen denn auf den zwischen angeschwärztem Krächzen und todesmetallischen Growls pendelnden Gesang. Die breit und episch aufgestellte Atmosphäre profitiert eindeutig von der hervorragend aufgestellten Saitenfraktion. Das Riffing präsentiert sich vielseitig und liefert einschneidende wie tolle Melodien ab, die zwischen Melancholie, Epik und beizeiten fast schon ein wenig zu viel Eingängigkeit oszillieren [„Summonig The Sinister“]. Als wichtiger Ankerpunkt wirken sie dem Drumming entgegen, welches zwar präzise und rasend ist, jedoch ein gefühltes Stück zu viel lediglich zwischen Blast Beats und Double Bass-Teppichen pendelt. Bei aller Gefälligkeit flechten SWORN aber auch ab und an etwas sperrigere Arrangements ein. „Beyonder“ und „Carnal Monuments“ warten beide mit einer größeren Portion garstig-räudigem Riffing und krummeren Melodien in traditioneller Black Metal-Manier auf, wobei letzteres durch tragende Refrains zwischenzeitlich zur auf dem Album vorherrschenden Linie zurückfindet. Wie schon auf „The Alleviation“ wird diese durch ein mittig platziertes Gitarren-Instrumental durchbrochen. Anders jedoch als vor zwei Jahren findet sich ein ebensolches als Ausklang. Trotz seines simplen Aufbaus [„Descendant“ basiert lediglich auf einem Riff] holt es die Kohlen für das vorhergehende und qualitativ im Vergleich mit den restlichen Stücken schlechter situierte „The Archaic Wrath“ aus dem Feuer.

Großartig anbrennen lassen SWORN auf ihrem Zweitwerk jedoch nichts. Das größte Manko von „Bastards And Conquerors“ entpuppt sich erst nach einigen Durchläufen – den Test der Zeit als ein sich nicht abnutzendes Album besteht es nicht. Für die zwischenzeitliche Kurzweil an leicht verdaulichem, melodischen Black Metal reichen SWORN aber allemal.

Trackliste:
01. Prophecies From The Land Of Lost Voices
02. The Bastard, The Conqueror
03. Summoning The Sinister
04. Beyonder
05. Somnolence
06. Damnation Spawned
07. Carnal Monuments
08. The Archaic Wraith
09. Descendant
Spielzeit: 00:48:10

Line-Up:
Max Wilson - Vocals
Christoffer Kjørsvik - Guitar
Gøran Hope - Guitar
Dag Anderson - Bass
Tom Ian Klungland - Drums
Peter Mildner [Nekropoleon]
18.12.2009 | 20:34
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