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Cover von Sybreed -- The Pulse Of Awakening
Band: Sybreed Homepage Sybreed bei Facebook Metalnews nach 'Sybreed' durchsuchenSybreed
Album:The Pulse Of Awakening
Genre:Avantgarde/Electronica, Industrial, Industrial Metal
Label:Listenable Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:20.11.09
CD kaufen:'Sybreed - The Pulse Of Awakening' bei amazon.de kaufen
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"Die synthetische Brut ist längst erwacht"

Das stimmig-verstörende Artwork stammt von Coverkünstler Seth [SEPTIC FLESHs Spiros Antoniou] und den zugegeben griffigen Titel ihres neuen Albums haben SYBREED der Anime-Serie „Ergo Proxy“ entlehnt. Doch nicht nur damit haben die Schweizer, die bereits seit 2003 den Cyber Metalspace unsicher machen, ein glückliches Händchen bewiesen, denn, um mal im Mangabild zu bleiben, das hier vertonte, düstere Pulsieren scheint tatsächlich Lebensenergie ins Vitalsystem einer synthetischen, eben aus dem Kälteschlaf erwachenden Brut zu pumpen...

Produziert von niemand Geringerem als Rhys Fulber [of FRONTLINE ASSEMBLY- und natürlich nicht zuletzt FEAR FACTORY-Fame] persönlich, was sich beides klanglich nur schwer verbergen lässt, sitzt bei „The Pulse Of Awakening“ jeder Chip am rechten Steckplatz, die Riffs crushen und grooven gleichermaßen, Beats und Elektronik pluckern um die Wette und die Synthies verpacken alles in die passend düstere, unterkühlte Atmosphäre.
Dazu verleiht Frontmann Ben mit seiner im Vergleich zu „Slave Design“ [von 2004] deutlich variableren Stimme, die gekonnt zwischen keifendem und cleanem, melodischem Gesang mäandert, den Kompositionen ebenso viel Eingängigkeit wie das nötige Endzeit-Feeling.
„Nomenklatura“ präsentiert sich mit Groove Metal-Riffing, kaltem EBM-Pulsieren, wütendem Geschrei/freundlichem Klargesang und fast poppigem Refrain und auch „A.E.O.N.“ bratzt mit FEAR FACTORY-Gedächtnis-Stakkatogitarren, Growling und mitreissender Melodie umgehend amtlich nach.
Auf der „Doomsday Party“ geht es eher EBM-mäßig tanzbar zu, schöne Keyboardpassagen und groovige Gitarren, nicht zu hart, nicht zu soft. „Human Black Box“ kommt wieder deutlich ruppiger und rockiger bzw. Metal-lastiger, auch wenn Doublebass und Blastbeats im Hintergrund durch die Synthesizer- und Gesangsharmonien konstant kontrapunktiert werden.
„Killjoy“ ist eingängig melodisch, düster, gemahnt rifftechnisch hie und da etwas an THE VISION BLEAK und demonstriert eindrucksvoll, zu welch eisigen Melodien die Genfer mittlerweile fähig geworden sind.
Spätestens „In The Cold Light“ überwältigt dann endgültig durch die fast erschreckend perfekte Symbiose aus melancholisch-poppigen Synthie-Sounds und sparsam, aber effektiv eingesetztem Riffing, ebenso wie das mehr als gelungene Cover von KILLING JOKEs „Love Like Blood“.
Bei dem klirrend kalten „Lucifer Effect“ könnten wiederum die Landsmänner von SAMAEL Modell gestanden haben, bevor sich die vorherrschende Dunkelheit in Klargesang und Popappeal auflöst.

Insgesamt ist „The Pulse Of Awakening“ [nicht zuletzt dank druckvoll-differenzierter Rhys Fulber-Produktion] ebenso tanz- wie moshbar und damit im lokalen Gothicladen ebenso gut aufgehoben, wie in der Metaldisco.
Wie Dino, Burton und Co. das hier allerdings toppen wollen, darf indes abgewartet werden.
In der Zwischenzeit sollte jeder Humanoide, der kybernetisch-metallisch-melodischen Sounds zwischen FEAR FACTORY, ZEROMANCER, RAUNCHY und FRONTLINE ASSEMBLY nicht gänzlich abgeneigt ist, einfach SYBREED und „The Pulse Of Awakening“ via Audio-Eingang inkorporieren.

Trackliste:
01. Nomenklatura
02. A.E.O.N
03. Doomsday Party
04. Human Black Box
05. KillJoy
06. I Am Ultraviolence
07. Electronegative
08. In The Cold Light
09. Lucifer Effect
10. Love Like Blood [KILLING JOKE-Cover]
11. Meridian A.D.
12. From Zero To Nothing
Spielzeit: 01:13:19

Line-Up:
Benjamin - Vocals
Thomas a.k.a. Drop - Guitar, Programming
Kevin Choiral - Drums
Stéphane Grand - Bass
Dirk Konz [dkay]
28.11.2009 | 00:03
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