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Cover von Sylosis -- Edge Of The Earth
Band: Sylosis bei MySpace.com Metalnews nach 'Sylosis' durchsuchenSylosis
Album:Edge Of The Earth
Genre:Death/Thrash Metal, Melodic Death Metal, Neo-Thrash
Label:Nuclear Blast
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:11.03.11
CD kaufen:'Sylosis - Edge Of The Earth' bei amazon.de kaufen
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"Zu viel des Guten..."

Nach ihrem vielversprechenden Full-Length-Debüt „Conclusion Of An Age” schieben die englischen Modern-Thrasher SYLOSIS nun Album Nummer zwei auf Nuclear Blast nach: „Edge Of The Earth”.

Und dieses enthält natürlich nicht mehr den bisherigen Sänger Jamie Graham, da dieser letztes Jahr aus Lohn und Brot bei SYLOSIS entlassen wurde. Wie sich schnell herausstellen soll, ist genau das ein großes Manko auf „Edge Of The Earth“, denn während es ziemlich mutig von Gitarrist Josh Middleton ist, zusätzlich nun auch den Gesang zu übernehmen, kommt dieser nicht mal ansatzweise an die Leistung seines Vorgängers heran. Will heißen: Ödes, anstrengendes, monotones Geröhre ist leider an der Tagesordnung, während auch der Klargesang zwar okay ist, aber keine wirklichen Akzente zu setzen vermag. Schade, wirklich sehr schade, denn somit wird die Atmosphäre der Songs oftmals schon im Ansatz unterwandert oder gestört. Und während „Conclusion Of An Age“ bereits ein Debüt mit relativ langer Spielzeit war, überspannen SYLOSIS anno 2011 noch mehr diesen Bogen, denn mit knapp 73 Minuten ist „Edge Of The Earth“ ein Album, das schier nicht auf hören will und einige Längen bzw. schlichtweg belanglose Parts aufweist. Natürlich ist aber der eine oder andere Knaller dabei, zum Beispiel „A Serpent’s Tongue“ mit seinem wunderbar stampfenden Refrain oder der starke Opener „Procession. Denn rein spielerisch sind die Briten fraglos sehr versiert, gerade im Solo-Bereich – und das haben sie auch live während der Tour mit THE BLACK DAHLIA MURDER eindrucksvoll beweisen können, aber insgesamt ist das im Albumformat einfach zu viel des Guten und ermüdet auf Dauer bzw. lässt einen öfter in Richtung CD-Player schauen. Dabei gehen SYLOSIS eigentlich den richtigen Weg, lösen sich noch ein bisschen mehr, aber auch nicht zu viel vom Thrash Metal und öffnen sich noch mehr für andere Einflüsse – beispielsweise klassischer Heavy Metal oder neuerdings auch Postcore/Postrock-Klänge à la CULT OF LUNA, die der Band gut zu Gesicht stehen [„Altered States Of Consciousness“], da sparsam und effektiv eingesetzt. Und die allgegenwärtigen DEATH-Versatzstücke [„Awakening“] waren ja seit jeher Bestandteil des Sounds des Quartetts.

Dennoch kommen SYLOSIS mit ihrem Zweitling trotz vieler guter Ideen sowie eines interessanten Konzepts nicht an ihr starkes Debüt heran, da die Band viel zu viel auf einmal zu wollen scheint und dabei am eigenen hohen Anspruch scheitert. Dies äußert sich wie gesagt vor allem in gesanglicher Hinsicht, aber auch auf Songebene – hier wäre ein kürzeres Album mit ausschließlichen Hochkarätern die bessere Wahl gewesen. „Edge Of The Earth“ ist somit kein wirklich schlechtes Album, denn dafür sind SYLOSIS einfach versiert/talentiert genug, zumal viele der Songs sowieso erst nach einigen Durchläufen zünden, aber hier wäre weniger mehr gewesen – und ein bisschen mehr Biss hätte auch nicht geschadet. Insgesamt meine erste richtige „Enttäuschung“ des noch jungen Veröffentlichungsjahres…

Trackliste:
01. Procession
02. Sands Of Time
03. Empyreal
04. Empyreal [Part 2]
05. A Serpent’s Tongue
06. Awakening
07. Kingdom Of Solitude
08. Where The Sky Ends
09. Dystopia
10. Apparitions
11. Altered States Of Consciousness
12. Beyond The Resurrected
13. Eclipsed
14. From The Edge Of The Earth
Spielzeit: 01:12:50

Line-Up:
Josh Middleton – Vocals, Guitars
Alex Bailey – Guitars
Carl Parnell – Bass
Rob Callard – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero] | 04.03.2011 | 17:31

Durchschnittliche Leserwertung: 6.0 / 7 Punkten

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Kommentar von: Frost
Wertung: 6.5/7 | 16.04.2011 -- 13:16
sehe ich ganz genauso, gute rezension! der gesang ist einfach auf der strecke geblieben, sehr schade da ich conclusion of an age sehr fett fand und die variablen gesangsparts als eines der wesentlichen merkmale der band gesehen habe.
Kommentar von: alex
Wertung: 5.5/7 | 12.03.2011 -- 14:37
also ich gebe zu, dass das album aufgrund seiner länge ein wenig schwer verdaulich ist. Allerdings ist es nicht wie sonst üblich so, dass die Songs fortlaufend schlechter werden (soll heißen, die knaller am anfang und die füller zum schluss), sondern hier eher umgekehrt. In Procession kann ich mich nicht recht einfinden, Sands of Time is zwar gut, für Sylosis-Verhältnisse aber nur Durchschnitt. Danach beginnen aber die Knaller: Empyreal, A Serpent's Tongue, Awakening und bis einschließlich Beyond the Resurrected sind Brecher allererster Güte. Meiner Meinung nach haben sich Sylosis mehr dem Thrash als noch auf CoaA zugewandt und Joshs Stimme ist finde ich sogar eine Verbesserung gegenüber Jamie: Erdiger, rotziger, authentischer. Die letzten beiden Tracks gehen dann wieder ein wenig in den Durchschnitt unter. Trotz Überlänge aber doch ein tolles Album: Die eigenen Stärken weiter ausgebaut und im gegensatz zu den ganzen anderen modernen metalbands (das -core wort werden auch hier wieder manche zu unrecht verwenden) eine spielfreude und intensität, die ihresgleichen sucht. Wenn das nächste Album wieder kürzer und der Melodieanteil noch ein wenig mehr zugunsten der Thrashparts zurückgeschraubt wird, können sich die alten Helden des auch eher melodischereren Thrash wie Forbidden, Testament Heathen den britischen Jungspunden geschlagen geben.
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