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Band: Symphony X Homepage  Metalnews nach 'Symphony X' durchsuchenSymphony X
Album:Paradise Lost
Genre:Prog-Metal
Label:InsideOut
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.06.07
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"Wegweisender Armageddon-Prog"

Ganze fünf Jahre hat es gedauert, bis die Amerikaner von SYMPHONY X, die den Progmetal von Anfang an durch dynamische, orchestrale Arrangements um eine weitere neue Nuance bereichert haben, mit dem 60-minütigen "Paradise Lost" ein neues Lebenszeichen unters Volk bringen. Und wie schon beim Vorgänger "The Odyssey" bleiben die werbenden Attribute die gleichen: hier soll ein weiteres Mal das härteste Album der Bandgeschichte gepresst worden sein.

Ob dem aber wirklich so ist, darf eine Streitfrage bleiben. Gab es beim Vorgänger noch eine recht klare Abgrenzung zwischen melodischen, orchestralen Songs und den neu aus der Asche geknüppelten Thrashnummern, hat sich nun beides zu einem apokalyptischen Gemisch vermengt. Damit wirken die Gitarren zwar alle gleich doppelt so böse, aber einen wütenden Superfetzer wie "Inferno (Unleash The Fire)" sucht man auch vergebens. Stattdessen hat man den eingängig-düsteren Opener "Set The World On Fire", der prima in das Album einführt und die Stimmung bereits mustergültig festlegt. Großartige Songs sind dabei der noch verhältnismäßig akustische Titeltrack, "Serpent's Kiss" oder das episch-orientalische "The Walls Of Babylon", bei welchem man auch gerne amtliche Songstrukturen über Bord geworfen hat um die Nummer in einem gottgroovenden Thrashriff einfach auszublenden.
Dennoch gibt es auch die eine oder andere Hommage an die Vergangenheit. So ist "Eve Of Seduction" ein melodisches Fragment der "V"-Zeit, könnte "Seven" auch eine eher powermetallastigere Nummer auf der "Divine Wings Of Tragedy" gewesen sein, und hat man mit "The Sacrifice" einen coolen Song für alle Freunde von den beiden "Accolade"-Teilen. Und um den Kreis zu schließen, endet der abschließende Zehnminüter "Revelation (Divus Pennae Ex Tragoedia)" auch noch in einer Akustikpassage aus "The Odyssey".

Womit die Scheibe auch wirklich mit jeder Menge Feuer und Verspieltheit endet. Hier sind sich die drei Welten Prog, Thrash und Soundtrack wieder einen Schritt näher gekommen, um in wirklich großartigen Songs zu resultieren. Umgekehrt darf aber nicht vergessen werden, dass fünf Jahre wirklich eine lange Zeit für ein Album ist. Sicher hat es die Band schwer, unter den etlichen neuen Truppen die ihren Sound mehr oder weniger geklaut haben, immer noch als unverzichtbare Unikate hervorzustechen, aber wenn man sich vor Augen führt, dass für "Paradise Lost" quasi zwölf Minuten pro Jahr geschrieben wurden, ist das für einen Fan schon erschreckend. An der Großartigkeit des Albums ändert das aber nichts.

Trackliste:
01. Oculus Ex Inferni
02. Set The World On Fire
03. Domination
04. Serpent's Kiss
05. Paradise Lost
06. Eve Of Seduction
07. The Walls Of Babylon
08. Seven
09. The Sacrifice
10. Revelation (Divus Pennae Ex Tragoedia)


Frederik Pankalla [Fell]
27.06.2007 | 20:34
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