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Cover von TBC -- 28 Days
Band: TBC Homepage TBC bei Facebook Metalnews nach 'TBC' durchsuchenTBC
Album:28 Days
Genre:Gothic Metal, Heavy Metal
Label:STF Records
Bewertung:2.5 von 7
Releasedatum:13.08.10
CD kaufen:'TBC - 28 Days' bei amazon.de kaufen
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"Viel Luft nach oben"

Ja, ich gebe zu, ich schreibe in letzter Zeit häufiger über das Thema, aber es ist mir auch weiterhin unbegreiflich, wie wenig Wert der eine oder andere Künstler scheinbar auf ein vernünftiges Artwork legt. Es gibt in der Geschichte der Rockmusik so viele Cover, an denen man sich gar nicht satt sehen kann und die auch nach vielen Jahren nichts von ihrer einstigen Faszination eingebüßt haben. Und wer hat sich nicht schon mal im Plattenladen zu einem Blindkauf hinreißen lassen, einfach weil ihm das Artwork einer Scheibe so gut gefiel? Ein Stück weit ist das natürlich auch immer eine Kostenfrage – schon klar, dass sich eine kleine Band mit geringem Budget keinen Coverkünstler von Weltruhm leisten kann, aber es ist auch einfach eine Frage der Ästhetik. In jedem Fall hat man von einem Album wie „28 Days“, dem Debüt der Österreicher TBC vorweg schon einen schlechten Eindruck, wenn man das lieblos dahingeschlonzte Cover sieht. Dann doch lieber beim nächsten Mal eine komplett schwarze Hülle!

Kommen wir aber nun zum Wesentlichen: der Musik. Das Titelstück leitet die Platte mit einer netten Keyboardmelodie ein, bevor der Rest der Band ordentlich einsteigt und – lässt man mal außer Acht, wie billig das Keyboard klingt – den fürchterlichen Eindruck, für den die CD-Optik sorgt, zunächst mal etwas vergessen lässt. Der Song an sich ist auch wirklich nicht schlecht, die nächsten Probleme werden trotzdem gleich deutlich. Zum Einen ist die Produktion absolut nicht das Gelbe vom Ei – was sicherlich auch dem geringen Bandbudget geschuldet ist. Trotzdem macht es einfach keinen Spaß, einem pappigen Drumsound, schwachbrüstigen Gitarren und dem bereits angesprochenen käsigen Keyboard zu lauschen. Das zweite Problem ist – mal wieder bei einer Band aus dem deutschsprachigen Raum – die englische Aussprache, die einem zuweilen Gänsehaut beschert, aber gewiss keine wohlige. Auch wenn das Material ansonsten mitnichten schwach ist und man auch in den nächsten Songs den einen oder anderen richtig guten Moment ausmachen kann, gerät „Angelo Del Buio“ zu einem ersten kleinen Highlight – vorausgesetzt, man kann Opernarien ab. Sängerin Natascha Glatt schafft es hier nämlich zum ersten Mal von eventuellen Defiziten abzulenken und liefert eine wunderbare Gesangsleistung, der die ihres Duettpartners Stefan Wöhrer allerdings in nichts nach steht. Wenn dann gegen Ende des Stückes noch kurz ein Chor ertönt, haben es TBC zwischenzeitlich geschafft, einen als Hörer auf ihre Seite zu ziehen, was mit dem netten Pianogeklimper „Last Supper“ sogar noch anhält, wenn nicht gar bestärkt wird. Dummerweise folgt daraufhin ein Stück namens „Piss On My Head“, was nicht nur durch den dämlichen Songtitel den kurzzeitig entstandenen Zauber wieder verfliegen lässt, sondern auch dadurch, dass all die Schwachpunkte der ersten Stücke wieder da sind. Noch dazu wird das Songwriting hintenraus immer beliebiger und die guten Ansätze sind immer schwerer auszumachen.

Trotz der fortwährenden Proberaumatmosphäre, die nicht zuletzt die grausige Produktion hervorruft, sind auf „28 Days“ hier und da gute Ansätze erkennbar, das kann man nicht abstreiten. Die Schwächen der Scheibe sind allerdings so zahlreich und so präsent, dass es – beim besten Willen – nur für 2,5 Punkte reicht. Wenn TBC für ihren nächsten Streich noch etwas am Songwriting feilen, sich eine etwas bessere Produktion leisten können und sich – wenn sie schon dabei sind – am besten auch ein ansprechenderes Cover anfertigen lassen [denkt an meinen Vorschlag], dürfte da noch etwas gehen. Luft nach oben bleibt ja genug.

Trackliste:
01. 28 Days
02. Fire, Wind, Steel
03. Endless War
04. Angelo Del Buio
05. Last Supper
06. Piss On My Head
07. Lake Of Sorrow
08. The Jäger's Return
09. Schützengraben
10. Revolution
11. The Story Of Fucking Pure Metal
Spielzeit: 00:50:50

Line-Up:
Natascha Glatt - Vocals, Flute, Acoustic Guitar
Robert Grögler - Drums
Rudolf Haderer - Electric Guitar
Herbert Kalser - Bass
Stefan Wöhrer - Vocals, Keyboards, Acoustic Guitar, Irish Whistle


Timo Beisel [kaamos]
26.09.2010 | 17:59
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