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Cover von Ted Nugent -- ShutUp&Jam!
Band: Ted Nugent Homepage Ted Nugent bei Facebook Metalnews nach 'Ted Nugent' durchsuchenTed Nugent
Album:ShutUp&Jam!
Genre:Blues / Bluesrock, Rock'n'Roll
Label:Frontiers Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:04.07.14
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"Irgendwann lacht man einfach"

Man stelle sich vor, sieben lange Jahre musste die Welt auf ein neues Album des libertären Helden Amerikas warten. Die Rede ist natürlich von Ted Nugent, welcher neben allem möglichen anderen Unsinn scheinbar immer noch Zeit findet, Musik nicht nur live darzubieten, sondern sie auch noch auf eine CD zu brennen. „ShupUp&Jam!“ heißt der Nachfolger von „Love Grenade“ und erscheint dieser Tage via Victory Records in unseren Breiten.

Knappe 50 Minuten lang spielen sich dabei Ted Nugent und Konsorten durch alle möglichen Formen des Rock’n’Roll und des Blues und machen dabei oftmals eine erstaunlich gute Figur. „Never Stop Believing“ zum Beispiel ist ein straighter Rock-Song, den man eigentlich schon nach dem ersten Hören mitsingen beziehungsweise mitgröhlen kann. Dieselbe Hymne findet sich sogar noch einmal auf der Scheibe, und zwar in einer speziellen Blues-Version. Beide Versionen können überzeugen, was auch damit zu tun hat, dass der Song eigentlich der stärkste und eingängigste auf dem Album ist. Aber „ShutUp&Jam!“ hat noch mehr zu bieten. Der gleichnamige Opener geht zum Beispiel richtig in die Vollen und auf dem kurzen und knackigen „Do-Rags and a .45“ pusten TED NUGENT einem auf gut zwei Minuten das Hirn raus und manchen nebenbei klar, dass man Waffen braucht, um seine Liebsten zu beschützen. Das sollte sich aber eigentlich von selbst verstehen. Wer es hingegen etwas langsamer und bluesiger will, der gibt sich zum Beispiel „Everything Matters“ [auf welchem Sammy Hagar das Mikrofon bekommt] und wer den totalen Wahnsinn will, der hört sich „I Love My BBQ“ an. Dort singen TED NUGENT über das völkerverbindende Grillen und die Gefahren des Tofu-Konsums. Immerhin schön, dass die Amerikaner hier eine Gemeinsamkeit zwischen ihrem Volk und Kanadiern, Polen et cetera finden. Oberpatriot Ted Nugent leistet also auch einen Beitrag zur Völkerverständigung. Aber Ted Nugent wäre nicht Ted Nugent, wenn er nicht noch weitere Lehren zu verbreiten hätte – so teilt er uns mit, dass der gute Herrn noch immer an den amerikanischen Traum glaubt und es ihm nichts ausmacht, dass Krieg keine Antwort ist, denn das krebsartige Böse muss einfach ausgemerzt werden. Wenn man hingegen den ganzen Spaß einmal abseits der Lyrics betrachtet, dann haben TED NUGENT hier wirklich ein ordentliches Rock’n’Roll-Album abgeliefert. Vom rockigen Instrumental „Throttledown“ über das bluesige „Everything Matters“ bin hin zum stampfenden „Trample the Weak Hurdle the Dead“ ist es den Amerikanern hier gelungen, eingängige und mitreißende Hymnen zu schreiben. Gut, es ist auch musikalisch keinesfalls alles Gold was glänzt und manche Passagen sind zu generisch, andere Stellen wiederum sind zu gewollt und auch wenn einen die Scheibe [rein musikalisch!] mitreißt, so zeigt sie durchaus Abnützungserscheinungen beim mehrmaligen Hören. Aber gut, wer extrem komplexe Musik mit Langzeitwirkung haben will, der greift im CD-Regal wohl auch nicht nach einem TED NUGENT-Album.

Wenn man nicht wüsste, wer Ted Nugent ist, dann könnte man das Gefühl haben, man hätte es hier mit einer Scheibe zu tun, die sich radikal über die patriotischen Amerikaner lustig macht. Aber vielleicht ist es auch gerade das, was TED NUGENT doch recht beliebt machen. Es ist alles dermaßen überspitzt und man sitzt so lange mit offener Kinnlade da, bis man einfach nicht mehr anders kann, als darüber zu lachen. Wenn dies einmal passiert ist, dann kann man sich einfach den straighten Rock-Nummern und den bluesigen Momenten erfreuen und sich mit Whiskey und Bier abfüllen. Das funktioniert, ich garantiere es!

Trackliste:
01. ShutUp&Jam!
02. Fear Itself
03. Everything Matters
04. She's Gone [Feat. Sammy Hagar]
05. Never Stop Believing
06. I Still Believe
07. I Love My BBQ
08. Throttledown
09. Do-Rags and a .45
10. Screaming Eagles
11. Semper Fi
12. Trample the Weak Hurdle the Dead
13. Never Stop Believing [Blues]
Spielzeit: 00:47:08

Line-Up:
Ted Nugent - Lead Gitarre, Bass, Gesang
Derek St. Holmes - Gitarre, (Backing) Vocals
Greg Smith - Bass
Mick Brown - Drums
Johnny Bee Badanjek - Drums
Jonathan Kutz - Drums
Sammy Hagar - Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
04.10.2014 | 11:05
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