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Cover von Tesseract -- Altered State
Band: Tesseract Homepage Tesseract bei Facebook Metalnews nach 'Tesseract' durchsuchenTesseract
Album:Altered State
Genre:Djent, Modern Metal, Progressive
Label:Century Media
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:24.05.13
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"Zwei"

Stilistische Strömungen kommen und gehen, aber es gibt glücklicherweise immer Bands der jeweiligen Trends, die überleben. Weil sie mehr als nur Produkt einer Welle sind. Weil sie echt sind. Weil sie großartige Musik machen, unabhängig jeglicher Stiltermini. TESSERACT sind eine dieser Bands. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem der Djent seine Kinder gefressen hat und tot in der Ecke liegt, wird man längst vergessen haben, dass TESSERACT, bzw. deren Vorgängerband(s) dieses Genre einst mitbegründet haben, sondern sie losgelöst davon, ähnlich wie z.b. die DEFTONES, als eigene Instanz wahrnehmen.

TESSERACTs Debüt, „One” [2011], hat den Langzeittest mit Bravour überstanden und ist mit Leichtigkeit zum großen Klassiker avanciert. Obwohl zwischen „One” und „Altered State” lediglich zwei Jahre liegen, hat sich im Camp der Briten sehr viel getan: Der Ausstieg von Wundersänger Daniel Tompkins, der Einstieg Elliot Colemans, die halbakustische „Perspective”-EP [2012] und prompt die nochmalige Umbesetzung auf dem Sangesposten. Der Neue, Ashe O'Hara, hat ein ähnliches, wenn auch weniger feminines Timbre als sein direkter Vorgänger und wird TESSERACT hoffentlich lange erhalten bleiben. Wie bereits Elliot verzichtet Ashe komplett auf Growls, bzw. Screams, die noch ein großer Bestandteil des Debüts waren. Paradoxerweise scheint der Sound TESSERACTs trotz des Verlusts dieser Facette an Vielseitigkeit zu gewinnen. Weniger überraschend hingegen, dass „Altered State” dadurch insgesamt softer als sein Vorgänger wirkt, obwohl die Band auch hier wieder kaum an Heavyness zu überbietende Riffs auffährt. An ihrer stilistischen Grundformel haben TESSERACT auf „Altered State” nichts geändert: Es dominiert immer noch futuristischer, aber stets von einer beeindruckenden Wärme ummantelter, sphärischer Ultraprog, der durch wahnsinnige Tiefe plättet. TESSERACT hebeln quasi DEVIN TOWNSENDs „Ocean Machine” [1998] aus dem Meer ins Weltall und gleich dazu noch ins nächste [und übernächste] Jahrtausend.
„Altered State” besteht aus vier Kapiteln, die in insgesamt zehn Untersongs geschachtelt sind. Das Album beginnt mit „Of Matter” mehr als furios: 14 Minuten für die Ewigkeit. Gänsehaut. Alles, was „One” so großartig machte und noch viel mehr komprimiert in drei nahtlos ineinander übergehende Stücke. Was für ein Auftakt! Da kann „Of Mind” erwartungsgemäß nicht ganz mithalten, ist mit dem bereits bekannten „Nocturne” und der überlangen Riffeskapade „Exile” allerdings ebenfalls grandios aufgestellt. Leider fallen „Of Reality” und „Of Energy” trotz einiger großartiger Momente [Stichwort: Saxophon] insgesamt ebenfalls eher ab als neue Akzente zu setzen. Natürlich sprechen wir hier immer noch von einem schwindelerregend hohen Niveau das genügend andere Bands niemals erreichen werden, aber TESSERACT hätte man vielleicht doch eher das fast Unmögliche, nämlich „One” zu toppen, zugetraut.

So bleibt ein insgesamt sehr starkes, beeindruckendes Album übrig, das trotz des unmenschlich starken Auftakts mit „Of Matter” nur zweiter Sieger bleibt. TESSERACT haben sich zwar durchaus weiterentwickelt und vieles richtig gemacht, doch sie schaffen es nicht eine neuerliche Revolution loszutreten, was man letztlich auch nicht wirklich erwarten konnte, sich aber insgeheim erhofft hat. Mag sein, dass „Altered State” einfach nur noch sperriger als „One” geraten ist und das Debüt in ein paar Jahren überflügelt, aber noch ist es jedenfalls nicht so weit.  

Trackliste:
01. Of Matter – Proxy
02. Of Matter – Retrospect
03. Of Matter – Resist
04. Of Mind – Nocturne
05. Of Mind – Exile
06. Of Reality – Eclipse
07. Of Reality – Palingenesis
08. Of Reality – Calabi-Yau
09. Of Energy – Singularity
10. Of Energy – Embers
Spielzeit: 00:50:41

Line-Up:
Ashe O'Hara – Vocals
Alce Kahney – Guitar
James Monteith – Guitar
Amos Williams – Bass
Jay Postones – Drums
Michael Siegl [nnnon]
23.05.2013 | 10:44
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