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Cover von Textures -- Dualism
Band: Textures Homepage Textures bei MySpace.com Metalnews nach 'Textures' durchsuchenTextures
Album:Dualism
Genre:Modern Metal, Neo-Thrash, Progressive
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:23.09.11
CD kaufen:'Textures - Dualism' bei amazon.de kaufen
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"Kontrastreicher denn je auf Angriffskurs"

Beachtlich, wie weit sich TEXTURES in doch recht kurzer Zeit hocharbeiten konnten, ohne sich dabei an den Mainstream anzubiedern. Verfolgte man die Herren seit Stunde eins [so wie ich, eher durch Zufall auf der Suche nach Klangalternativen Richtung MESHUGGAH], stellte man fest: sie werden immer progressiver, bauen komplexere Strukturen ein und sind indirekt einer der Mitbegründer des aktuell sehr [entschuldigt meine Wortwahl] "hippen" Djents. Einen großen Beitrag dafür liefern die atmosphärischen Keyboard- und Gitarrenwände, die immer wieder aufgebaut worden sind, um wieder eingerissen zu werden. Auf dem Weg zum neuen Album gesellten sich neue Herausforderungen wie: der Labeleinstand bei Nuclear Blast, ein neuer Herr an den Tasten und vor allem ein neuer Sänger, der Eric Kalsbeek ersetzen soll.

Gehen wir mal ganz nüchtern an "Dualism" heran. "Arms Of The Sea" klingt schonmal wie ein lupenreiner TEXTURES-Song, dazu das etwas rauere Geshoute und der extrem gute Clean Gesang von Daniel de Jongh, welcher mir sogar besser gefällt als Erics Stimme. Hier haben sie einen Volltreffer gelandet. Lied eins ist fertig, der etwas verwirrte TEXTURES-Hörer fragt sich aber dennoch, warum dieser durchweg langsam war, nachdem die letzten drei Alben mit einem schnellen bzw schnelleren Song gestartet haben. Nackenhaare könnten sich aber durch die extrem atmosphärischen Parts und dem neuen Sänger aufgestellt haben. "Black Horses Stampede" unterbietet das Tempo gleich nochmal, wirkt aber wesentlich düsterer und vertrackter. Auch hier finden sich wieder atmosphärische Parts mit den typischen Gitarren, Schlagzeugrhythmen sowie Daniels Stimme. Es folgt nun der "poppigste" Track der Geschichte TEXTURES, mit dem Namen "Reaching Home". Wer "Awaken" vom Vorgängeralbum "Silhouettes" schon nicht mochte, wird entweder jetzt den ersten Hördurchgang abbrechen oder weiterskippen. Eine einfache, catchy Melodie, dazu eine leicht vertrackte Rhythmus Gitarre und den passenden Drumläufen begleiten den Song, dazu der gandenlos gute Gesang. Wer das erste Triple durchgehört hat und sich noch nicht aufregt, sondern diese genießt, wird auch mit dem Rest des Albums Freude haben. Selbst wenn man die ersten drei Songs zu lahm für TEXTURES Verhältnisse empfand, könnte mit dem Rest wieder sehr gut klarkommen. "Sanguine Draws The Oath" bietet das altgewohnte Gemisch aus Progressive Thrash und den extrem atmosphärischen Parts. Das erste Highlight von "Dualism" liefert Track fünf, "Consonant Hemispheres". Wer sich nicht an dem cheesy Intro mit Klargesang stört, erfreut sich schon bald an der ersten komplexeren Melodie mit relaxten Gitarren, hektischen Drums und Bass, bis sich der Song zu einem einfacheren aber vorwärts pushenden Part, der beinahe nach Alternative klingt, wandelt. Daniels klare Stimme drückt einen gegen die Wand, bevor man wieder in einen heftigeren Part mit rauerer Death Metal Stimme den Track ausklingen lässt. Dieser Song ist ganz großes Kino. Es folgt das ein Instrumental, welches verhältnismäßig sanft ist, "Burning The Midnight Oil", aber auch ein klassischer Tempowechsel fehlt hier nicht. Der erste wirklich Hirnzermarterer, "Singularity", wurde als erster Track zur Promotion gestellt und startet gleich mit einem einfach klingenden Schlagzeugpattern, was sich aber mit einsetzten der Hi-Hat schlagartig ändert. Ebenfalls von jetzt auf nachher ändert sich die Stimmung des Songs, der zur Mitte hin bis fast zum letzten Part wieder vermehrt atmosphärische Gitarren und Gesang bietet, bevor er wieder mit dem Anfangspart endet. Starker Tobak und vor allem nicht einfach zu konsumieren. Das letzte Drittel des Albums bricht an. Hier folgen Titel, die alle genannten Zutaten wieder nahezu perfekt vermischen: Härteres Fundament, mit atmosphärischen Parts, und wieder übermäßigem härteren Gesang. "Minor Earth, Major Sky" und "Stoic Resignation" passen in dieses Muster. Der letzte Track wird mit dem atmosphärischen und ruhigen "Foreclosure" eingeleitet. "Sketches From A Motionless Staue" fasst nochmals alles zusammen und bietet aber zum ersten mal wirklich deftigere Parts, wie ein leicht an "Bleed" von MESHUGGGAH erinnernder Part. Das Album endet hier.

Nach dem ersten Durchlauf [und wahrscheinlich auch die nächsten ein bis zwei] ist man erst einmal geplättet. Das Material stellt für viele garantiert eine Überraschung dar, zumindest das erste Viertel, das deutlich mit angezogener Handbremse und vermehrt poppigen Parts daher kommt. Zumindest habe ich nach dem grandiosen Opener "Old Days Burn Anew" von "Silhouttes" anderes erhofft. Spätestens ab Lied fünf stellt sich aber wieder das altbekannte TEXTURES-Feeling ein, die progressiveren und polyrhythmischen Strukturen greifen hier wieder vermehrt, auch wenn es sich diesmal im Gegensatz zu den Vorgängern nochmals atmosphärischer und vielleicht auch ein wenig mehr nach Mainstream anhört. Wer dem Album aber die benötigte Anzahl an Durchläufen gönnt, der entdeckt an vielen Stellen viele kleinere Details, die lange Studiozeit hört man den Songs definitiv an. Das Klanggewand des Albums, welches im Übrigen wieder selbst produziert worden ist, lässt auch keinerlei Druck oder Transparenz missen, nur selten verwaschen eher absichtlich ein paar Gitarrenspuren, was aber am Effekt selbst liegen sollte.

TEXTURES veröffentlichen ein mutiges Album, bei dem viele stark schlucken werden. Die melancholischen und atmosphärischen Parts, die einige eventuell gestört haben könnten, sind deutlich ausgebaut worden. Dennoch bietet es hier und da immer noch recht viele Kontraste zu den sanften Parts. Die Neuzugänge Uri Dijk und vor allem Daniel de Jongh bringen viel frischen Wind in die Band. Der erhoffte Überflieger ist das Album nach fast zweimonatigem Rauf- und Runterhören allerdings nicht, da sich die poppigeren Songs im Gegensatz zum genialen "Awake" vom Vorgängeralbum doch schon recht flott abnutzen und ich diese inzwischen Skippe.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ein gut bis sehr gutes, aber nicht überragendes, Album. Für das nächste Mal wünsche ich mir ein wenig mehr typische TEXTURES Trademarks, die Experimentierfreudigkeit sollte man dennoch unbedingt beibehalten.

Trackliste:
01. Arms Of The Sea
02. Black Horses Stampede
03. Reaching Home
04. Sanguine Draws The Oath
05. Consonant Hemispheres
06. Burning The Midnight Oil
07. Singularity
08. Minor Earth, Major Skies
09. Stoic Resignation
10. Foreclosure
11. Sketches From A Motionless Statue
Spielzeit: 00:56:20

Line-Up:
Daniel de Jongh – Gesang
Bart Hennephof – Gitarre
Jochem Jacobs – Gitarre
Stef Broks - Schlagzeug
Remko Tielemans - Bass
Uri Dijk - Keyboard
Sascha Dörr [Saschisch] | 16.09.2011 | 20:01

Durchschnittliche Leserwertung: 4.6 / 7 Punkten

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Kommentar von: Saschisch
Wertung: 5/7 | 30.10.2011 -- 18:38
Nicht falsch verstehen, ich mag die Platte ziemlich. Aber im Vergleich zu den zwei Vorgängern, insbesondere "Drawing Circles", fnide ich, dass die Songqualität an sich nachgelassen hat. Man findet auf Dualism einige geniale Songs, aber leider auch manchmal viel Raum, der einfach nicht auf den Punkt kommen will. Für mich zählen die Bereiche 2,5 - 4,5 unterer bis oberer Durchschnitt dar. 5 ist gut bis sehr gut, TEXTURES hätten mit den oben genannten Punkten, bei Ausmerzung, locker enien Pnukt mehr bekommen können.
Kommentar von: Rednaxela Kcarb
Wertung: 6.5/7 | 26.10.2011 -- 22:40
ich finde nach oben ist wirklich nicht mehr viel luft! nach über 10 durchläufen wurde ich mit dem neuen album erst warm, da schmeißen andere die mukke schon längst in die ecke... aber ist auch kein ding, manchmal hat man phasen auf was leicht zugängliches und manchmal eben nicht... mag die platte supergern, kann aber absolut verstehen, dass man damit garnix anfangen kann...
so ist das doch immer mit der musik, hängt ja auch von der persönlichen einstellung gegenüber der musik / musikrichtung zusammen... für mich sind textures mit abstand die nummer 1 ihres genres
Kommentar von: Saschisch
Wertung: 5/7 | 24.09.2011 -- 19:27
Anfang 2012 kommen die Herren hier auf Tour, ansonten einfach im Dezember schonmal bei Frankreich vorbeischauen :)
Kommentar von: MetalOsama
Wertung: 7/7 | 24.09.2011 -- 13:08
Zu meinen band faves gehören u.a Meshuggah, Nevermore, DT, Tesseract und RUSH. Bei Textures finde ich alles wieder, was ich an diesen Bands liebe. Trotzdem klingen Textures wie Textures und die "Anleihen" sind wohl verarbeitet und weiterentwickelt.

Wünschte, RUSH selbst würden heute nochmal so Songs wie "Burning the Midnight Oil" auf die Reihe bekommen! 8)

Persönlich finde ich "Dualism" noch etwas besser als "Silhouettes", obwohl "Drawing Circles" mein bisheriger Fave ist.

Ansonsten sind Textures mit das Beste was old Europe so zu bieten hat. Hoffe ich sehe die bald mal live. m/
Kommentar von: Ich
Wertung: 6.5/7 | 20.09.2011 -- 17:44
Hahahahaha... es leben die Fachleute.
Kommentar von: Lechner
Wertung: 2/7 | 20.09.2011 -- 12:44
Weswegen haben Nuki Blast die nochmal gesignt? Wegen der angeblich guten Musik oder dem wahrscheinlich vorhandenen Verkaufspotenzial? Irgendwie leuchtet mir das nicht ein, das ist absolut durchschnittliche, wenn nicht sogar richtig schlechte Ware, die man hier wieder von den Donzdorfer Geschmacksdiktatoren vorgesetzt bekommt!!!
Kommentar von: El Zorno
Wertung: 0.5/7 | 20.09.2011 -- 12:44
Ist auch so!
Kommentar von: Ich
Wertung: 6.5/7 | 19.09.2011 -- 13:56
Na, wenn du das sagst.
Kommentar von: El Zorno
Wertung: 0.5/7 | 18.09.2011 -- 17:32
@Ich: Zum Glück! Vollkommen überbewerteter Mist!
Kommentar von: Ich
Wertung: 6.5/7 | 17.09.2011 -- 11:49
Die Platte hat mich von der ersten Minute angefässelt. Tolle Produktion, großartiges Songwriting, anspruchsvolle Präsentation. 5/7 find ich eindeutig zu wenig, tut mir leid. Aber das ist nur meine Meinung.
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