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Cover von The 11th Hour -- Lacrima Mortis
Band: The 11th Hour bei MySpace.com Metalnews nach 'The 11th Hour' durchsuchenThe 11th Hour
Album:Lacrima Mortis
Genre:Doom Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.01.12
CD kaufen:'The 11th Hour - Lacrima Mortis' bei amazon.de kaufen
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"Epische Doom/Death-Breitseite"

Zweieinhalb Jahre nach dem bereits sehr beachtlichen Einstand „Burden Of Grief“ hat Tausendsassa und Multiinstrumentalist Ed Warby [HAIL OF BULLETS, DEMIURG, Ex-GOREFEST etc.] nun mit „Lacrima Mortis“ bereits das zweite Album seines Doom/Death-Projekts THE 11TH HOUR am Start.

Und dieses knüpft direkt dort an, wo das Debüt aufhörte, was allein schon darin begründet ist, dass Ed laut eigener Aussage [siehe Interview] eigentlich nie wirklich mit dem Schreiben von Songs aufhörte. Dennoch gibt es einige kleinere Veränderungen zu verzeichnen: So agieren THE 11TH HOUR eine Spur vielseitiger, drücken auch mal ein bisschen mehr aufs Gaspedal [„Tears Of The Bereaved“] und sind anno 2012 spürbar bombastischer. Dies zeigt sich unmittelbar anhand des vermehrten, aber dennoch dezenten Synthesizer/Keyboard-Einsatzes sowie einer dritten Gitarre, die – unterstützt durch die abartig fette Produktion – den nötigen Druck aufbaut. Gerade live dürfte diese Verstärkung in Form von Frank Harthoorn [Ex-GOREFEST] ein ziemliches Brett sein. Dabei bewegen sich die Songs natürlich immer noch fast ausschließlich in epischen Doom-Gefilden [CANDLEMASS lassen grüßen...], für die auch Warbys gefühlvoll intonierter Klargesang steht, während auch die brutale, Death-Metal-lastige Seite in Form der abgrundtiefen Growls von Pim Blankenstein [OFFICIUM TRISTE] nicht zu kurz kommt. Rogga Johansson war dieses Mal übrigens krankheitsbedingt verhindert, wird auf „Lacrima Mortis“ aber ehrlich gesagt keine Sekunde lang vermisst, da Pim – ohnehin der Live-Grunzer von THE 11TH HOUR – seine Sache verdammt gut macht und auch etwas besser zur Musik passt. Und dann wären natürlich noch solche wehmütig bis tieftraurigen Stücke wie der Opener „We All Die Alone“, das fies schleppende „Reunion Illusion“, „Nothing But Pain“ oder auch der abschließende Ohrwurm/Abgesang „Bury Me“, bei dem das Wechselspiel der Sänger am besten funktioniert. Und wer sich die Songtitel betrachtet, wird schnell feststellen, dass sich thematisch natürlich wenig geändert hat und die Aspekte Verlust, Trauer, Tod und Verzweiflung immer noch eine sehr große Rolle bei THE 11TH HOUR spielen, die zusätzlich zu den Live-Konzerten inzwischen auch als „richtige“ Band angesehen werden müssen, auch wenn „Lacrima Mortis“ noch im Alleingang von Warby geschrieben und aufgenommen wurde.

Fazit: Für alle Doom/Death-Freunde liefern THE 11TH HOUR ein [nahezu durchweg] starkes zweites Album mit viel Pathos und Bombast ab, das von fetten Riffs über getragene Melodien bis hin zu einer starken Gesangsleistung sowie einem durchdachten Konzept alles beinhaltet, was nötig ist. Für Interessierte außerhalb dieses Kreises könnten die doomigen Niederländer jedoch ein bisschen zu eindimensional vorgehen, wobei „Lacrima Mortis“ sowieso ein paar Durchläufe benötigt, um richtig zu zünden und seine zahlreichen Stärken und Nuancen zu offenbaren. Weiter so!

Trackliste:
01. We All Die Alone
02. Rain On Me
03. The Death Of Life
04. Tears Of The Bereaved
05. Reunion Illusion
06. Nothing But Pain
07. Bury Me
Spielzeit: 00:52:18

Line-Up:
Ed Warby – Guitars, Bass, Drums, Keyboards, Vocals
Pim Blankenstein – Vocals
Alexander Eitner [soulsatzero] | 29.01.2012 | 12:47

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