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Album:n0n
Genre:Death Metal, Industrial, Industrial Metal
Label:Listenable Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.10.08
CD kaufen:'The Amenta - n0n' bei amazon.de kaufen
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"Begegnung mit einem Vorschlaghammer"

Mit „n0n“ ballern uns die durchgeknallten Australier THE AMENTA ihre zweite Full Length um die Ohren. Das neue Werk setzt dort an, wo „Occasus“ aufhörte, sodass dem Hörer wiederum eine brachiale und aggressive Mischung aus Death Metal, Industrial Metal und wilden Noise-Attacken gnadenlos vor den Latz geknallt wird.

Dabei gelingt es den Aussies, trotzdem kontrolliert und präzise zu klingen, während sich viele Details der oftmals 100 [!] Spuren pro Song erst nach und nach erschließen. Prinzipiell gibt auf „n0n“ jedoch die Abrissbirne den Ton an, denn weitgehend wird geschrotet, was das Zeug hält, sodass kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt – und da unterstelle ich THE AMENTA einfach mal pure Absicht. Stakkato-Riffs, wütendes und druckvolles, oftmals bewusst kalt und maschinell klingendes Drumming, für das unter anderem Dave Haley [Diazanon] von PSYCROPTIC zuständig ist, sowie fies verzerrter Gesang ergeben zusammen mit diversen Noise- und Industrial-Ausflügen [„Entropy“, „Atrophy“] ein stimmiges Ganzes, das wie für den Weltuntergang gemacht zu sein scheint. Songs wie „Junky“, „Slave“, das ruhigere und fast Ambient-lastige „Skin“ und das wahnsinnig düstere „Rape“ ragen aus dem restlichen Material deutlich heraus, denn hier zeigen sich THE AMENTA sehr versiert und abwechslungsreich, während sich in den restlichen Songs auch einige wenige ermüdende Passagen finden lassen. Abgerundet wird der Silberling zudem durch das düstere Artwork, die kritischen und unsere heutige Gesellschaft porträtierenden Texte und die zahlreichen Gastbeiträge, sodass insgesamt zwei Drummer, sechs Sänger – unter anderem Jason Mendonca von AKERCOCKE, Alice Daquet von SIR ALICE und Alex Pope von RUINS – und zwei Bassisten auf „n0n“ wüten.

THE AMENTA liefern mit ihrer neuen CD ein unheilvolles Schlachtfest ab, das vor allem diejenigen interessieren dürfte, die vor einer Verquickung von aggressivem, heftigem und gelegentlich gewollt hypnotisch klingendem Extrem Metal mit zahlreichen elektronischen Einflüssen nicht zurückschrecken. Diese Mischung haben THE AMENTA zwar auch nicht völlig neu erfunden, praktizieren diese auf „n0n“ allerdings prima, sodass die Truppe dafür verdiente fünf Punkte einstreichen kann.

Trackliste:
01. On
02. Junky
03. Vermin
04. Entropy
05. Slave
06. Whore
07. Spine
08. Skin
09. Dirt
10. Atrophy
11. Cancer
12. Rape
Spielzeit: 00:49:06

Line-Up:
xJx – Vocals
Ethion – Guitars
Endrin – Bass
Diazanon – Drums
Chlordane – Keys
Alexander Eitner [soulsatzero]
18.10.2008 | 13:56
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