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Reviews von The Bunny The Bear
The Bunny The Bear
If You Don't Have Anything Nice To Say...
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"Es kommt noch schlimmer!" | ||||||||||||||||||
| Nur ein knappes Jahr nach dem Victory-Debüt „If You Don't Have Anything Nice To Say...” hauen die völlig merkbefreiten Pseudocoreler THE BUNNY THE BEAR um Mastermind Matthew „Bunny” Tybor ihr insgesamt drittes Album raus, das es tatsächlich schafft den grottigen Vorgänger zu unterbieten. Die Band aus Buffalo, NY setzt immer noch auf die gleichen Zutaten, hat aber an der Zusammensetzung geschraubt, damit „The Stomach For It” auch wirklich noch stupider, nerviger und stümperhafter wirkt. Schließlich ist man noch jung und hat somit noch ordentlich Potential nach unten. Wie auch schon beim letzten Mal bieten THE BUNNY THE BEAR sehr trägen, weichgespülten Deathcore [wobei die Betonung eindeutig auf Core und nicht auf Death liegt], interessante Frisuren, völlig stümperhafte Dance-Einsprengsel samt lieblosen Nintendo-Geplucker der Marke „Guck ma, können wir auch!”, nervige Clean-Vocals von Zweitsänger Chris „Bear” Hutka, die oftmals wie eine Parodie von Claudio Sanchez [COHEED AND CAMBRIA] wirken und eindimensionale Growls, Screams und Würgs von Bunny Tybor himself, der auch dieses Mal alle Songs im Alleingang geschrieben hat. Dazu kommt wie auch schon bei „If You Don't Have Anything Nice To Say...” eine völlig pappige Produktion, die zu keiner Sekunde Druck aufbauen kann und völlig überfordert zu sein scheint, wenn die elektronischen Elemente auf die handgemachten Elemente treffen. Scheint fast so, als ob der Sound nicht wirklich „The Stomach For It” hätte. Der Dance-Faktor wurde im Vergleich zum Vorgänger erhöht, was natürlich auf Kosten des Härtegrades geht, so dass alle Songs wunderbar kindgerecht geworden sind. Die Zielgruppe wird also schon mal nicht abgeschreckt, aber sonst alle anderen. Bot „If You Don't Have Anything Nice To Say...” mit „Aisle” noch einen akzeptablen Song, der sich im Laufe der Zeit gar zum kleinen Ohrwurm gemausert hatte, gibt es hier nur pures Grauen. Mit dem merkwürdigen „Congregation”, das nicht weiß, ob es ein Intro oder ein kurzer Song sein möchte, beginnt der schreckliche Reigen, der unterwegs über Rohrkrepierer wie „This Isn’t Why You Made Her” oder „Lonely” führt und im schwachen „It Kills Me” endet, das aber immerhin stärker ist als der unsägliche Rauschmeißer vom letzten Werk, „Path”. Ein schwacher Trost bei der ganzen Misere: „The Stomach For It” ist drei Minuten kürzer als „If You Don't Have Anything Nice To Say...” - und damit ist auch genug Nettes über „The Stomach For It” gesagt. Einen Gnadenpunkt für den arschcoolen Nachnamen von Basser Steven Drachenberg [Metal as fuck!], der aber wie auch Nervsänger Chris Hutka inzwischen nicht mehr zum Line-Up gehört. Nächstes Mal müssen THE BUNNY THE BEAR irgendwie anders an ihren Gnadenpunkt kommen. Oder einfach HORSE THE BAND fragen, wie man solche Mucke auch ohne nervigen Hipfaktor für Mallkids [von denen es gerade in Deutschland verdammt viele gibt] richtig packend darbieten kann. Die können das nämlich richtig gut. | ||||||||||||||||||
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