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Album:Intrinsic
Genre:Deathcore, Djent, Prog-Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:19.10.12
CD kaufen:'The Contortionist - Intrinsic' bei amazon.de kaufen
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"Verschwendung guter Grundvoraussetzungen"

Kollege Prog Metal und sein Bruder Djent erleben derzeit ja einen noch nie dagewesenen Boom und so ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass einem pro Woche an die achtundzwölfzig neue Bands aus den beiden Genres angepriesen werden. Fairerweise muss man zugeben, dass THE CONTORTIONIST gar nicht mehr sooo neu sind, sondern bereits seit 2007 zusammen musizieren und nach zwei vorher erschienenen EPs bereits vor zwei Jahren ihr Debütalbum veröffentlicht haben. Der Nachfolger „Intrinsic“ ist allerdings ihre erstes in Europa regulär erhältliches Album.

Und auf diesem positionieren sie sich in direkter Nachbarschaft zu Bands wie den Szene-Gurus MESHUGGAH oder CYNIC, lassen dabei aber auch immer wieder ihre Deathcore-Affinität aufblitzen. Mit Sänger Jonathan Carpenter haben sie auch den perfekten Sänger für diese Gratwanderung in ihren Reihen, beherrscht er doch die fiesen Growls ähnlich gut, wie den – wirklich tollen – Cleangesang. Überhaupt stehen die Vorzeichen für die Platte nicht nur wegen der offensichtlichen Vorbilder, dem Sänger und dem großartigen Albumcover erst mal überhaupt nicht schlecht, sondern auch weil die Herren Musiker fraglos ihr Handwerk verstehen und sie viele spannende Elemente und Sounds zusammengetragen haben. Dummerweise haben sie darüber hinaus aber vollkommen vergessen, richtige Songs zu komponieren und hier liegt der Hase im Pfeffer. Brutale Core-Abfahrten treffen auf sphärische Keyboards, jazzige Anklänge treffen auf polyrhythmisches Geschredder und darüber tobt sich Carpenter – stets der Stimmung angepasst, mal ent-, mal angespannt – aus, aber irgendwie geht nichts so recht zusammen. Selbst nach zwanzig Durchgängen ist da nichts, woran man sich erinnert oder was man gerne noch einmal hören würde. Schade um die verschwendeten Grundvoraussetzungen.

THE CONTORTIONIST beweisen auf ihrem Zweitling, dass – völlig unabhängig davon, wie die Vorzeichen bei einer Platte stehen – es immer noch mehr Bedarf, als eine Menge zwar durchaus interessanter, aber eben völlig lieblos aneinandergeklatschten Ideen. Eine Platte ohne auch nur einen vernünftigen Song braucht einfach niemand und „Intrinsic“ enthält leider nur Stückwerk.

Trackliste:
01. Holomovement
02. Feedback Loop
03. Causality
04. Sequential Vision
05. Geocentric Confusion
06. Dreaming Schematics
07. Anatomy Anomalies
08. Cortical
09. Solipsis
10. Parallel Trance
Spielzeit: 00:45:14

Line-Up:
Jonathan Carpenter - Vocals, Keyboards
Robby Baca - Guitar
Joey Baca - Percussion
Cameron Maynard - Guitar
Christopher Tilley - Bass, Guitar
Timo Beisel [kaamos]
14.10.2012 | 15:05
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