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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von The Crimson ProjeKCt -- Live In Tokyo
Band: The Crimson ProjeKCt Homepage  Metalnews nach 'The Crimson ProjeKCt' durchsuchenThe Crimson ProjeKCt
Album:Live In Tokyo
Genre:Experimental, Prog Rock
Label:InsideOut
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:28.02.14
CD kaufen:'The Crimson ProjeKCt - Live In Tokyo' bei amazon.de kaufen
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"Der Hofstaat des purpurnen Königs gibt sich die Ehre"

Mit dem ausdrücklichen Segen von KING CRIMSON-Mastermind Robert Fripp tourt Adrian Belew - der langjährige Sänger der Prog-Legenden, der für deren geplantes Comeback Ende 2014 wohl keine Rolle in Fripp's Planungen spielt - mit seinen beiden langjährigen Mitstreitern Tony Levin [u.a. Bassist von Peter Gabriel] und Drummer Pat Mastelotto, sowie drei weiteren hochversierten Musikern seit 2012 unter dem Namen THE CRIMSON PROJEKCT durch die Weltgeschichte und bringt nach dem im letzten Jahr veröffentlichten „Official Bootleg Live 2012“ nun mit „Live In Tokyo“ ein weiteres Zeugnis der ungewöhnlichen Fähigkeiten aller beteiligten Musiker auf den Markt.

Besonders interessant dabei ist die Songauswahl, die sich nämlich hauptsächlich auf die Phasen der Band konzentriert, in denen Belew und Levin, aber auch Mastelotto Teil des Crimsonschen Kosmos waren, also eben nicht das KING CRIMSON-Aushängeschild, deren 1969 veröffentlichtes Debüt „In The Court Of The Crimson King“. Levin und Belew sind 1981 eingestiegen und gaben somit auf dem fabelhaften „Discipline“-Album ihren Einstand, welches hier auch mit nicht weniger als vier Songs vertreten ist [„Frame By Frame“, „Elephant Talk“, „Indiscipline“ und „Thela Hun Ginjeet“]. Während das „Beat“-Album von 1982 komplett ausgespart wird, finden sich auf „Live In Tokyo“ mit „Industry“ und „Sleepless“ auch zwei Nummern von „Three Of A Perfect Pair“. 1994 stieß dann auch Pat Mastelotto zur Band und die erste Einspielung mit ihm war das ein Jahr später veröffentlichte „Thrak“, das hier ebenfalls mit vier Tracks vertreten ist – darunter auch das wunderbare „Dinosaur“. Abgerundet durch einen kleinen Streifzug in die 70er, vertreten durch „Larks' Tongues In Aspic, Part II“ und dem herausragenden Instrumental „Red“ [Titelsong des bärenstarken 1974er-Albums], ist „Live In Tokyo“ auf jeden Fall ein Erlebnis. Wie erwähnt sind die beteiligten Musiker allesamt über jeden Zweifel erhaben und zählen – jeder für sich an seinem Instrument – zur absoluten Creme de la Creme der internationalen Musikszene. Allerdings ist das Album alles andere als leichte Kost. Logisch, jeder weiß, wo KING CRIMSON direkt oder indirekt draufsteht, kann man natürlich auch nicht mit schlichter Hausmannskost rechnen. Dennoch ist die sehr instrumental-lastige und eben nicht an den „Hits“ der Band orientierte Songauswahl noch mal eine Ecke schwerer zu verdauen und deshalb nicht uneingeschränkt jedem zu empfehlen.

Es ist schön, dass es mal wieder Aktivitäten aus dem KING CRIMSON-Umfeld zu vermelden gibt und natürlich ist es auch eine feine Sache, dass hier mal ein paar weniger „offensichtliche“ Titel zum Zuge kommen, dennoch ist „Live In Tokyo“ auch in eingeweihten Kreisen eher eine Liebhaberplatte, als eine essenzielle Ergänzung für die Prog-Sammlung.

Trackliste:
01. B'Boom
02. THRAK
03. Frame By Frame
04. Dinosaur
05. Industry
06. Elephant Talk
07. VROOM VROOM
08. Sleepless
09. Larks' Tongues In Aspic, Part II
10. Indiscipline
11. Red
12. Thela Hun Ginjeet
Spielzeit: 01:17:19

Line-Up:
Tony Levin - Chapman Stick
Adrian Belew - Vocals, Guitars
Pat Mastelotto - Drums, Percussions
Markus Reuter - Touch Guitar
Julie Slick - Bass
Tobias Ralph - Drums
Timo Beisel [kaamos]
02.03.2014 | 23:09
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