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Reviews von The Dillinger Escape Plan
CD Review: The Dillinger Escape Plan - One Of Us Is The Killer

The Dillinger Escape Plan
One Of Us Is The Killer


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Cover von The Dillinger Escape Plan -- Option Paralysis
Band: The Dillinger Escape Plan Homepage The Dillinger Escape Plan bei Facebook Metalnews nach 'The Dillinger Escape Plan' durchsuchenThe Dillinger Escape Plan
Album:Option Paralysis
Genre:Avantgarde, Mathcore, Progressive
Label:Season Of Mist
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:26.03.10
CD kaufen:'The Dillinger Escape Plan - Option Paralysis' bei amazon.de kaufen
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"Keine Option außer: Kaufen!"

Sich auf etwas Anspruchsvolles zu konzentrieren, während Musik von DILLINGER ESCAPE PLAN im Hintergrund läuft, kann man getrost in die Tonne treten. Freunden der Mathcore-Institution kommt das sicherlich bekannt vor – und selbst wenn die Truppe auf "Ire Works" ein paar Neuerungen in punkto Eingängigkeit am Start hatte, die auf "Option Paralyis" gleichermaßen Einzug gefunden haben, kann von leichter Kost nach wie vor keinerlei Rede sein.

Los geht es in "Farewell, Mona Lisa" nach einem verdächtig unverzerrten Einleitungsakkord denn auch mit einem brachialen, beinharten Notensalat in typischer DILLINGER-Manier, also mit rasanten Rhythmuswechseln und manischem Gekreisch von Greg Puciato, ehe der Song nach anderthalb Minuten kippt und in einen getragenen Chorus mit Klargesang mündet – nur, um dann wiederum Spannung aufzubauen, die aber nicht aufgelöst wird, sondern sich totlaufen darf. In eine ähnliche Kerbe – oder auch ähnliche Kerben schlägt "Good Neighbor". Vertrackte Disharmonie-Attacken wechseln mit trockenem Bass-Groove, über dem klanglich ziemlich nüchtern gehaltene Gitarren durcheinanderflitzen wie die Silberfische in Lemmys Badewanne. Und langsam schält sich auch heraus, was "Option Paralysis" von Anfang an schon vermuten lässt: mit Billy Rymer am Schlagzeug haben DILLINGER ESCAPE PLAN einen Mordsfang gemacht, den sie nach Möglichkeit nicht wieder ziehen lassen sollten. Technisch brillant und dabei mit einer Energie und Leidenschaft, die auch im an Spitzenschlagzeugern nicht eben armen Bereich des Mathcore ihresgleichen sucht. Dass technisches Schaulaufen DILLINGER ESCAPE PLAN schon lange Zeit nicht mehr ausreicht, war eigentlich bereits mit "Ire Works" klar. Dass die "neue Poppigkeit" damals zum Beispiel in "Black Bubblegum" aber noch eher etwas verkrampft und unsicher wirkte, hat sich nunmehr völlig gegeben. Zum einen hat sich Greg stimmlich deutlich verbessert, zum anderen sind die leicht genießbaren Teile viel selbstbewusster und interessanter in "Option Paralyis" integriert worden. Dass Stücke wie "Gold Teeth On A Bum" oder das als Fortsetzung von "Mouth Of Ghosts" zu sehende "Widower" denselben Geist von Anspruch und Eingängigkeit wie die Patton-Projekte TOMAHAWK, FAITH NO MORE und PEEPING TOM atmen, kann man eigentlich nur positiv sehen, ebenso wie das auf "Option Paralysis" immer häufiger auftauchende Piano.

Natürlich werden sich genug Leute finden, die den Amerikanern Ausverkauf vorwerfen, denn dazu ist in diesem Genre eine erkennbare Gesangslinie ja nach wie vor Anlass genug – auch wenn "Option Paralyis" musikalisch nur konsequent den Weg weiter ausbaut, der mit "Ire Works" angelegt wurde. Hinzu kommt, dass Komplexitäts- und Härtegrad während mindestens 30 der 41 Minuten dieser Scheibe mit Sicherheit dafür sorgen, dass niemand seine Glaubwürdigkeit als hartgesottener Krachfanatiker vor seinen Eltern oder Freunden infrage stellt. Wer DILLINGER ESCAPE PLAN angesichts ihres bisher ausgewogensten, durchdachtesten und stimmigsten Albums den verdienten Erfolg nicht gönnen will, der hat nichts verstanden. Dass sie mittlerweile in der Lage sind, ein Album so zu schreiben, dass man es einfach wieder und wieder hören kann, ohne alles entdeckt zu haben und ohne an den Rand des Burnout-Snydroms zu geraten, das gehört verdammt noch mal belohnt!

Trackliste:
01. Farewell, Mona Lisa
02. Good Neighbor
03. Gold Teeth On A Bum
04. Crystal Morning
05. Endless Endings
06. Widower
07. Room Full Of Eyes
08. Chinese Whispers
09. I Wouldn't If You Didn't
10. Parasitic Twins
Spielzeit: 00:41:28

Line-Up:
Greg Puciato - Gesang
Ben Weinman - Gitarre
Jeff Tuttle - Gitarre
Liam Wilson - Bass
Billy Rymer - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
19.03.2010 | 20:55
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