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Cover von The Faceless -- Planetary Duality
Band: The Faceless Homepage The Faceless bei MySpace.com Metalnews nach 'The Faceless' durchsuchenThe Faceless
Album:Planetary Duality
Genre:Death Metal, Deathcore, Progressive
Label:Lifeforce Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:20.02.09
CD kaufen:'The Faceless - Planetary Duality' bei amazon.de kaufen
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"Jeder braucht dieses Album"

THE FACELESS holen zum alles vernichtenden Schlag aus. Na ja, eigentlich haben sie ja schon im vergangenen Jahr mit „Planetary Duality“ unter dem Sumerian-Banner zugeschlagen und sind in den US-Billboard-Charts auf Rang 119 gelandet. Aber dank Lifeforce wird dieses Meisterwerk brutaler Tonkunst nun einer breiten Masse verrückter Extremtechnik-Freaks zugänglich gemacht.

Und technikbegeistert sollte man auf jeden Fall sein, wenn man sich mit den Kaliforniern beschäftigt. Allerdings gelingt es THE FACELESS, im Gegensatz zu manch anderer Combo des Genres, durchgehend ergreifende und stimmungsvolle Songs zu schreiben, die nicht nach seelenlosem Gewichse klingen. Auffällig neben den zu erwartenden Trademarks wie Arpeggios, Breaks, Geballer und Mathcore-mäßigen Verschnipselungen einzelner Parts, sind die vielen Jazz-Einsprengsel, die stark an ATHEIST oder CYNIC erinnern [alles zusammen am auffälligsten in „Xenochrist“] sowie die vereinzelt eingesetzten spacig-verzerrten Vocal-Passagen. Einige Deathcore-Grooves runden die Sache ab und entfernen THE FACELESS angenehm von den vielen NECROPHAGIST-Epigonen der heutigen Zeit. Zudem bringt man in den Songs viele wunderbar-bewegende, aber niemals aufdringlich-kitschige Melodien unter. Wer nun meint, die Band hätte sich wohl hoffnungslos zwischen die Stühle gesetzt, hat Unrecht. Denn die Stühle hat man vorher gewissenhaft zu Sägemehl verarbeitet und bewirft nun die Hörer damit. Das beißt in den Augen, sensibilisiert aber dadurch auch die übrigen Sinne, die sich hellwach auf die neun Monster dieses Albums einlassen müssen, das sicherlich auch in vielen Jahren noch seines Gleichen suchen wird.

Ein Meilenstein, der musikalische Perfektion mit songwriterischer Größe verbindet, den Mut zu Gefühlen und brutal-kalter Härte gleichermaßen überzeugend zeigt und beweist, dass der extreme Metal in kreativer Hinsicht noch lange keine Talfahrt zu fürchten braucht.

Trackliste:
01. Prison Born
02. The Ancient Convenant
03. Shape Shifters
04. Coldly Calculated Design
05. Xenochrist
06. Sons Of Belial
07. Legion Of The Serpent
08. Planetary Duality I (Hideous Revelation)
09. Planetary Duality II (A Prophecies Fruition)
Spielzeit: 00:31:41

Line-Up:
Michael Keene - Guitar, Vocals
Derek "Demon Carcass" Rydquist - Vocals
Steve Jones - Guitar
Brandon Giffin - Bass
Lyle Cooper - Drums
Marcus Italiani [Mattaru] | 19.02.2009 | 22:43

Durchschnittliche Leserwertung: 5.7 / 7 Punkten

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Kommentar von: Lazarus
Wertung: 7/7 | 28.04.2010 -- 21:53
Ich habe selten eine so eigenständige/ innovative tech-death-platte gehört... die Gitarrenläuffe und das punktgenaue Drumspiel hauen mich jedes mal wieder um ... und trotz aller Komplexität wirkt die Musik dennoch eingängig.

ganz großes Kino!
Kommentar von: Samael666
Wertung: 6.5/7 | 17.04.2009 -- 15:02
Tolle Band, tolles Album, habs mir spontan gekauft und wurde nicht enttäuscht, keiner der Songs ist langweilig, und am Stück ist das Album nochmal so gut.
Kommentar von: Konfus
Wertung: 7/7 | 12.03.2009 -- 22:40
Also The Faceless haben im Gegensatz zu Obscura o.ä. wesentlich mehr Stil (Extremmetal mit Stil - klingt dämlich - ist aber so) Die bauen richtig Stimmung auf UND rotzen ordentlich - 7 Punkte - weniger geht gar nicht...
Kommentar von: Sammy
Wertung: 6/7 | 23.02.2009 -- 14:18
Ich find die Akeldama auch besser. Während sie hier noch gekonnt inovativen Deathcore gemacht haben, war der Rückzug in fast reine Tech Death Gefilde auf Spuren der schon mehrfach genannten Bands für mich unerwartet und vorallem unnötig. Was sie dann allerdings doch sehr anständig hinbekommen. Nach mehrmaligem Durchhören gefällt die Planetary Duality schon auch sehr gut und ist auf jeden Fall ein Muss für jeden Liebhaber des Genres, auch wenn es im Schatten der übermächtigen Akeldama steht.
Kommentar von: Anonymer Gast
Wertung: 3.5/7 | 22.02.2009 -- 23:59
Cannibal corpse auf lsd. Interessant aber nix besonders.
Kommentar von: Heinz
Wertung: 7/7 | 21.02.2009 -- 13:21
Geht mir wie dem Autor des Reviews.
Eine der wenigen technischen Bands die nicht langweilig klingt, sondern gute Melodie/Riff Einfälle hat.
Hingegen empfinde ich Necrophagist als einfallsloses Technik-Gewichse.
Kommentar von: Knave
Wertung: 7/7 | 20.02.2009 -- 17:29
Ich kann Mattaru nur vollstens zustimmen. Das Album ist absolut mitreißend. Im Gegensatz zu besagten Necrophagist verstehen es The Faceless auch, Atmosphäre zu schaffen. Und vor allem bleibt das Album immer unvorhersehbar. Bei anderen Bands in dieser Technikliga kommt doch schnell mal Langeweile auf, aber Planetary Duality ist ein Achterbahnritt der Emotionen. Ganz klare 7 Punkte und für mich -zusammen mit Origins "Antithesis"- das Album des Jahres 2008.
Kommentar von: Harnröhrenfissur
Wertung: 4/7 | 20.02.2009 -- 15:30
Danke für die Antwort, Mattaru.. Aber The Faceless eine Offenbarung? Naja, sie schwimmen größtenteils im Fahrwasser von Necrophagist und Konsorten, was ja nichts Schlechtes ist. The Faceless kommen aber nur in ihren stärksten Momenten an Necrophagist heran. Zu oft wandelt das Riffing auf profanen, ausgelatschten, wenn auch verwinkelt-vertrackten Pfaden und die Soli erreichen nur selten die epische Dimension eines Suicmez. Whatever, tastes are different. Ich kann beispielsweise mit OBSCURAs Cosmogenesis, die ja hier auch gut weggekommen ist, sehr viel mehr anfangen! Sind ja auch Ex-Necrophagisten dabei, hehe!
Kommentar von: crusoe
Wertung: 4/7 | 20.02.2009 -- 11:15
da muss ich Harnröhrenfissur leider recht geben - auch nach mehrmaligem höhren.
Kommentar von: Mattaru
Wertung: 7/7 | 20.02.2009 -- 09:26
Tja, wenn man jeden Anflug von Technik mit "leidenschaftslos" gleichsetzt (das wird ja in der "großen" Metal-Presse mangels echter Muße auch immer so gehandhabt), dann ist das wohl richtig.
Für jeden, der auch mal bereit ist, einer komplexeren Band zuzuhören, ohne sofort den immergleichen, langweiligen und ausgelutschten Sermon von den Bands, die keine Songs schreiben, sondern nur Angeberriffs aneinander klatschen, herrunzterzubeten, ist Planetary Duality eine Offenbarung, weil das Album erstens wärmer und kompakter klingt als der Vorgänger und zweitens wunderbar den Spagat zwischen Anspruch und Eingängigkeit schafft. Allerdings muss man auch bereit sein, eine Platte mal öfter und intensiver als einmal zu hören. Ist heute schwer, aber es soll ja Leute geben, die sich an Musik auch im Jahr 2009 tatsächlich noch langfristig erfreuen können.
Kommentar von: Harnröhrenfissur
Wertung: 4/7 | 20.02.2009 -- 03:03
Die Scheibe beinhaltet größtenteils typisches, leidenschaftloses Amigebolze, was leider einen Rückschritt bedeutet. Schade! Die erste Platte Akeldama ist definitiv besser!!!
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