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Album:Days Of Nothing
Genre:Dark Metal, Gothic Metal, Melodic Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:22.10.07
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""Geklaute Trauerkloßbrühe""

Der Herbst ist da! Kürzere Tage, weniger Licht, kälteres Wetter mit reichlich Regen, hartnäckige Erkältungen und Grippewellen machen den Menschen das Leben schwer. Grauer Himmel, miese Stimmung. Der Igel, den man in einem Anfall von altruistischer Kreaturenfreundlichkeit aufpäppeln wollte, hat die Mülleimer umgeworfen, in die Ecken gekotet und nur seine Flöhe hinterlassen sowie die Katze und den Hund traumatisiert. Eine schlimme Zeit!

Den geeigneten Soundtrack zu liefern haben sich die Italiener von THE FORESHADOWING vorgenommen, welche demnächst ihr Erstlingswerk „Days Of Nothing“ veröffentlichen werden. Da versteht es sich von selbst, das ihr düsterer, melodischer Metal kein Quentchen Optimismus versprüht, weder durch die Riffs und Melodien, noch durch den klaren Männergesang. Was allein die Umsetzung angeht ist dieser Tränenquetscher von einem Album ordentlich gemacht. Dilettantismus ist das Letzte, was ich den Italienern vorwerfen möchte. Was mich an „Days Of Nothing“ hingegen wirklich zu Tränen rührt ist die Tatsache, dass mir schon lange keine solch dreiste Kopie von neueren MY DYING BRIDE und KATATONIA untergekommen ist! THE FORESHADOWING sind zwar äußerst traurig/angenehm anzuhören, kommen jedoch leider nur in seltenen Fällen an die dichte Atmosphäre ihrer offensichtlichen Vorbilder heran. „The Departure“ ist in meinen Ohren einer dieser Fälle.

Fans der genannten Bands, welche sich unbedingt etwas sehr sehr ähnliches ins Regal stellen wollen, werden mit „Days Of Nothing“ sicherlich ein paar schöne, verheulte Herbststunden verbringen können. Letztlich muß sich jeder selber entscheiden wie er seinen Herbst verbringt. Den Igelkot muß man jedoch früher oder später entfernen, den Müll wegräumen und Flohmittel kaufen. Katze und Hund trösten nicht vergessen. Danach kann man immer noch weinen!

Trackliste:
01. Cold Waste
02. The Wandering
03. Death Is Our Freedom
04. Departure
05. Eschaton
06. Last Minute Train
07. Ladykiller
08. The Fall
09. Days Of Nothing
10. Into The Lips Of The Earth
Spielzeit: 00:52:19

Line-Up:
Marco Benevento - Gesang
Alessandro Pace - Gitarre
Andrea Chiodetti - Gitarre
Francesco Sosto - Keyboard, Hintergrundgesang
Davide Pesola - Bass
Jonah Padella - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
15.10.2007 | 17:56
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