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Cover von The Foreshadowing -- Oionos
Band: The Foreshadowing Homepage The Foreshadowing bei Facebook Metalnews nach 'The Foreshadowing' durchsuchenThe Foreshadowing
Album:Oionos
Genre:Dark Metal, Doom Metal, Gothic Metal
Label:Cyclone Empire
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:02.04.10
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"Gutklassig Teil 2"

Selbst wenn „Days Of Nothing“ 2007 größtenteils wohlwollende Kritiken abstauben konnte – genützt hat es THE FORESHADOWING bisher wenig. Nicht erst seit gestern wird das Debutwerk in den einschlägigen Online Shops, auf Börsen wie Festivals für lächerliche drei Euro verschleudert. Zu Unrecht, denn dass das gutklassige Werk kein Zufallsprodukt war, beweisen die Römer nun mit dem Nachfolger „Oionos“,…

…der keinen Deut schlechter als sein drei Jahre älterer Bruder ausfällt. An den Stellschrauben haben THE FORESHADOWING wenig gedreht: „Oionos“ taucht erneut in eine dunkle wie melancholische Mélange aus Doom, Gothic und Dark Metal ein, die sich im Sound als auch in der Aufmachung weder stark unterscheidet noch hinten ansteht: die Produktion wurde wieder von NOVEMBREs Giuseppe Orlando in den Outer Sound Studios besorgt, das Artwork stammt abermals vom umtriebigen Seth Siro Anton. 11 neue, simple wie geradlinige Songs führen das aus kraftvollen Gitarren, seicht untermalenden Keyboards und dem recht unverkennbaren Timbre des Fronters Marco Benevento bestehende Melancholia-Flechtwerk fort, das THE FORESHADOWING vor drei Jahren zu knüpfen begonnen haben. Gegrowlt und aggressiv gerifft wird hier wenig, dafür eher in gediegener Traurigkeit und Wehmut geschwelgt, die sich über das gesamte Midtempo des Albums wie ein düsterer Schleier legt. Vergleiche mit KATATONIA und ANATHEMA mögen aufgrund des Fehlens rockig-depressiver bzw. ruhiger Grundstimmung etwas fehl am Platze wirken; das grobe Feld der anvisierten Zielgruppe stecken sie aber treffend ab. MY DYING BRIDE in ihrer Phase der Growl-Abstinenz geben da schon einen genaueren Referenzpunkt ab. Auf breite Sicht wirkt „Oionos“ zwar ein wenig vorhersehbar und die einzelnen Songs zu identisch, da die Arrangements aus melodischen Refrains und längeren Instrumentalpassagen etwas zu konsequent durchgezogen werden als auch das ausgeglichene Soundbild wenig Raum für Ankerpunkte setzt. Vor Identitätslosigkeit wissen sich die Römer dennoch mit kleinen Ausbrüchen wie gotisch sakralen Orgelsounds im Titeltrack oder dem recht heftig wirkenden Death Doom-Zwischenspurt in „Chant Of Widows“ zu helfen. Und trotz Fremdkomposition bewahren sich THE FORESHADOWING beim Sting Cover „Russians“ ihr eigenes Gesicht: der 80s-Klassiker wird standesgemäß doomig eingekleidet, auch wenn ein wenig mehr Mut zu unkonventioneller Instrumentierung wünschenswert gewesen wäre.

Eine deutliche Steigerung stellt „Oionos“ im Vergleich zu „Days Of Nothing“ nicht dar. THE FORESHADOWING bieten selbst innerhalb der eigenen Diskographie nichts Neues, dafür ist dieses Nichts jedoch auf einem guten Qualitätsniveau angesiedelt. Bleibt zu hoffen, dass ihnen auf Cyclone Empire mehr Durchsetzungsfähigkeit als noch mit Candlelight beschienen ist.

Trackliste:
01. The Dawning
02. Outsiders
03. Oionos
04. Fallen Reign
05. Soliloquium
06. Lost Humanity
07. Survivors Sleep
08. Chant Of Widows
09. Hope. She's In The Water
10. Russians [Sting Cover]
11. Revelation 3:11
Spielzeit: 00:59:51

Line-Up:
Marco Benevento - Vocals
Alessandro Pace - Guitar
Andrea Chiodetti - Guitar
Francesco Sosto - Keyboard
Davide Pesola - Bass
Johan Padella - Drums
Peter Mildner [Nekropoleon]
30.03.2010 | 20:33
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