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Band: The Gates Of Slumber Homepage The Gates Of Slumber bei Facebook Metalnews nach 'The Gates Of Slumber' durchsuchenThe Gates Of Slumber
Album:The Wretch
Genre:Doom Metal
Label:Rise Above Records
Bewertung:(Micha): 3.5 von 7
(Grim_Rieper): 6.5 von 7
Releasedatum:01.04.11
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"Ausgelaugt"

Der letzte Kontakt zu einem Werk dieser Kapelle geht auf den Zeitraum rund um die Veröffentlichung von "Conqueror" zurück, die nachfolgenden Machenschaften gerieten außerhalb meines Blickwinkels. Doch nun stehen THE GATES OF SLUMBER mit ihrem Album "The Wretch" vor der Matte und schaffen es nie so recht, abzuheben.

Im Hause dieser Doom-Verfechter liefen offensichtlich Truppen wie SAINT VITUS und TROUBLE sehr oft durchs Zimmer, was sich insbesondere im Gesang der Marke Wino sowie dem Riff-Programm, das sich zwischen diesen beiden Stühlen hin- und herbewegt, widerspiegelt. Zwar versteht man theoretisch ausgesprochen gut, wie sich getragener Doom Metal anhört, auch geht man den evidentesten Fettnäpfchen aus dem Weg. In den Genuss, mit Leben oder anderweitig spannenden Momenten ausgefüllt zu werden, kommt das Material auf "The Wretch" leider nicht. Scheinbar meint man, einzig mit Hilfe von montonen, halbwegs ordentlich produzierten Arrangements mehr als das sporadische Trostpreis-Hemd abgrapschen zu können, doch bleibt es meistens dabei. Bei "Castle Of The Devil" hingegen kriegt es eine gemächliche, dunkle Semiakustik-Hauptpassage hin, den Hörer wieder wachzurütteln, bevor dieses Stück wieder in einen musikalischen Schlummerschlaf verfällt. Selbst die kürzeren dreiminütigen Beiträge wie "Coven Of Cain" weisen nur marginal mehr Energie auf, Hockenreißer sind sie ebenfalls keine.

Warum also eine mittelmäßige Kopie vom Original hören, wenn das Original selbst klasse Platten herausgebracht hat? Auf diese Frage finden THE GATES OF SLUMBER keine zufriedenstellende Antwort, weswegen hier gleich die Ohren mit "Mournful Cries" durchgespült werden.

Das Besetzungkarussell kann sich im Doom Metal ebenso schnell drehen wie anderswo. Im Falle von THE GATES OF SLUMBER hat es den Schlagzeughocker erwischt. Für den ausgeschiedenen "Iron" Bob Fouts schwingt jetzt "Cool" Clyde Paradis, einst bei SOURVEIN zugange, die Stöcke. Und natürlich ist die jetzige Besetzung die einzig denkbare und beste aller Zeiten sowie das neue Album "The Wretch" natürlich die röhrenverstärkerlegende Doombiersau, klar!


Doch Skepsis hin oder her, "The Wretch" ist ein verdammt fetter Hammer geworden, woran der beachtliche Punch des neuen Schlagzeugers sicher nicht ganz unschuldig ist. Größeren Anteil haben jedoch die Songs selbst. Schon "Bastards Born" macht deutlich, dass sich THE GATES OF SLUMBER wieder mehr dem Doom zugewandt haben. Rein tempomäßig, denn das Gefühl war immer das Gleiche – obwohl zum Beispiel auf dem Vorgängerwerk teilweise deutlich zu spüren war, dass den Amerikanern höhere Geschwindigkeiten einfach nicht so richtig liegen. Das hat sich auf "The Wretch" weitgehend erledigt und kommt dem Album merklich zugute. Obwohl sich das Trio im Hinblick auf technische Kabinettstückchen oder ausgefeilte Arrangements auch diesmal kein Bein ausreißt, treffen die zähen, schmerzhaft ausgewalzten Lavariffs von "Bastards Born", "Day Of Farewell", "The Wretch" und "Iron And Fire" mitten in den Magen, wie es sich gehört. Da macht es dann auch nichts aus, dass man die sieben Hauptakkorde schon seit den frühen 70ern in ähnlichen Kombinationen gehört hat und Karl Simons Gesang oft und angenehm an Scott "Wino" Weinrich erinnert.


Überhaupt schweben die Namen ST VITUS und TROUBLE in recht großen Buchstaben über dem Tun und Lassen von THE GATES OF SLUMBER – was Doomfans aber keinesfalls stören wird, denn "The Wretch" zeigt die Band auf Augenhöhe mit ihren Vorbildern, was Heavyness und Spielfreude angeht. Das Gespür für Schleichtempo-Hits haben sie außerdem – "The Wretch" ist ein Doom-Highlight des Jahres.


Trackliste:
01. Bastards Born
02. The Scovrge Of Drvnkenness
03. To The Rack With Them
04. Day Of Farewell
05. Castle Of The Devil
06. Coven Of Cain
07. The Wretch
08. Iron And Fire
Spielzeit: 00:55:59

Line-Up:
Karl Simon - Gesang, Gitarre
Jason McCash - Bass
J. Clyde Paradis - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
25.03.2011 | 12:33
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