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Album:Disclosure
Genre:Death Metal, Experimental, Progressive
Label:Sumerian Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:02.11.12
CD kaufen:'The Haarp Machine - Disclosure' bei amazon.de kaufen
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"Ein ganz heißes Eisen!"

THE HAARP MACHINE? Ehrlich gesagt noch nie gehört. Zeit also, das zu ändern, denn die junge Band aus London ist in Sachen progressiver Extrem-Metal definitiv ein ganz heißes Eisen.

Und genau das beweist das Quartett auf seinem Debüt „Disclosure“ äußerst eindrucksvoll, sodass es nicht weiter überrascht, dass Sumerian Records hier nicht lange gefackelt, sondern zugeschlagen haben. Dabei entziehen sich THE HAARP MACHINE um Chefdenker und Gitarrenvirtuose Al Mu'min gekonnt jeglicher Kategorisierung – und das, ohne jemals den roten Faden vermissen zu lassen oder in purem Chaos oder zusammengeklatschtem Stilmischmasch zu enden. Ganz im Gegenteil, denn neben ganz viel Progressive Metal tauchen Death-Metal-Einflüsse, unter anderem auch Blast Beats, der eine oder andere DEATH-Gedächtnislauf, hier ein bisschen THE FACELESS, BETWEEN THE BURIED AND ME oder auch DREAM THEATER, dann wiederum kurz eingestreute Thrash-Einsprengsel [„From Vanity To Utility“], beeindruckende Gitarrenläufe und -melodien, ganz viel Laut-leise-Dynamik oder auch mal die munter geschwungene Polyrhythmik/Djent-lastige Keule [„The Escapist Notion“] auf. Hinzu kommen allerhand traditionelle Instrumente, die die Stücke um weitere Facetten bereichern, die Musik keineswegs überladen klingen lassen [oder einen NILE- oder MELECHESH-Abklatsch vermuten lassen] und für zusätzlichen Wiedererkennungswert sorgen, z.B. Piano, Streicher, Sitar, Santoor, Erhu, Koto, Gongs und Tablas. Dann wäre da noch der extrem variable Gesang von Michael Semesky, der sich neben dem druckvollen und präzisen Drumming von Alex Rüdinger als echter Glücksgriff für THE HAARP MACHINE herausstellt, denn was der Mann alles auffährt, ist schlichtweg beeindruckend: tiefe, kraftvolle Growls, dann wieder sehr guter Klargesang mit viel Emotion [hört Euch nur mal „Disclosure“ oder „Esoteric Agenda“ an] und zwischen diesen Polen viele kleine Nuancen und Stimmfarben – von den sozialkritischen, politikverdrossenen und durchdachten Texten mal ganz zu schweigen.

Kurzum: THE HAARP MACHINE veröffentlichen mit „Disclosure“ ein wunderbares, herausragendes Debüt, mit dem sich die Band selbst die Messlatte sehr hoch legt. Als Kritikpunkt wäre höchstens die knapp bemessene Spielzeit von ca. 34 Minuten anzumerken, jedoch ist dies gut zu verschmerzen, da alle acht Songs ausnahmslos sehr stark sind und das allemal besser ist als eventuelles Füllmaterial, um die Scheibe noch „aufzupumpen“. Wer auf intelligent gemachten, technischen Progressive Extreme Metal mit Todesblei-Elementen sowie traditionellen Instrumenten steht und offen für Experimente ist, der sollte unbedingt THE HAARP MACHINE antesten und in „Disclosure“ reinhören. Für mich der Newcomer des Jahres 2012!

Trackliste:
01. Esoteric Agenda
02. Lower The Populace
03. Pleiadian Keys
04. From Vanity To Utility
05. Disclosure
06. The Escapist Notion
07. Extension To One
08. Machine Over
Spielzeit: 00:33:55

Line-Up:
Michael Semesky – Vocals
Al Mu'min – Guitar, Sitar, Koto
Oliver Rooney – Bass
Alex Rüdinger – Drums, Percussion
Alexander Eitner [soulsatzero]
26.10.2012 | 17:47
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