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Cover von The High Confessions -- Turning Lead Into Gold With The High Confessions
Band: The High Confessions bei Facebook Metalnews nach 'The High Confessions' durchsuchenThe High Confessions
Album:Turning Lead Into Gold With The High Confessions
Genre:Experimental, Industrial, Psychedelic
Label:Relapse Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:30.07.10
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"Das muss schmecken!"

Bei diesem Line-Up kommt man schon ein wenig ins Sabbern. Die Industrial-Legende Chris Connelly - der Mann, der Werken wie "Linger Ficken Good" von den REVOLTING COCKS oder der legendären MURDER INC.-Scheibe seine lakonische Stimme lieh und sich auch bei MINISTRY und PIGFACE austobte. Sanford Parker, Bassist von MINSK, Keyboarder/Effektmensch bei NACHTMYSTIUM und inzwischen auch renommierter Produzent. Steve Shelley, Drummer bei SONIC YOUTH – mehr braucht man dazu nicht sagen. Und dann noch der weniger prominente Trumpf: Jeremy Lemos von WHITE/LIGHT, ein begnadeter Soundmanipulator. Begnadete Musiker aus recht unterschiedlichen Szenen. THE HIGH CONFESSIONS - das muss einfach schmecken.

Und das tut es auch: "Turning Lead Into Gold With The High Confessions" ist ein sehr interessantes Album, bleibt aber leider hinter den immensen Erwartungen zurück. Dabei beginnt alles mit dem flotten Industrial-Brecher "Mistaken For Cops" so wunderbar. Connellys markante Stimme, die man wohl nur lieben oder hassen kann, schwebt über dem monotenen Gebilde, das man wirklich in die Hochzeit des Industrials mit MINISTRY, KILLING JOKE, SKINNY PUPPY und Konsorten an der Front zurückdatieren könnte. Was für ein Brecher und Punktsieg. Unerfreulicherweise bleibt das kurze "Mistaken For Cops" [was für ein Songende!] das einzige Stück seiner Art, danach beginnt der schwerverdauliche Teil von "Turning Lead Into Gold With The High Confessions" - namentlich "Along Came The Dogs" [17 Minuten], "The Listener" [11 Minuten] und "Dead Tenements" [11 Minuten]. Psychedelische Waberteppiche, lose Songstrukturen, Monotonie, kaum Drums - mehr Percussion, post-apokalyptisches Feeling, niederschmetternde Melancholie und sporadischer Gesang warten hier auf das unbedarfte Hörerohr. Klingt geschrieben spannend und interessant, muss sich aber in der Realität den Vorwurf gefallen lassen, einige Längen zu beherbergen und gute Ideen zu schnell zu verheizen, während an weniger guten zu lange festgehalten wird. Das schmälert den Hörgenuss merklich – obwohl die Longtracks allesamt qualitativ hochwertig sind, aber sie entfalten nicht komplett ihre Möglichkeiten. Kaum auszudenken, was man aus dem leicht dubbigen "The Listener" alles hätte machen können. Gleiches gilt für das dröhnende, unglaublich atmosphärische "Dead Tenements" – insgesamt auch der überzeugendste Track des Mittelteil-Trios, weil er über einen Spannungsbogen verfügt, anstatt sich wie seine Kollegen munter ins Nirvana zu lärmen. Alles gut, alles schön, aber das volle Potential wird höchstens stellenweise abgerufen. Der Abschlusstrack "Chlorine & Crystal" [immerhin auch knapp 10 Minuten lang] bemüht sich wieder etwas um konventionellere Songstrukturen und gefällt durchaus mit seinen leichten Post Rock-Anleihen, die sich sehr gut im monoton-maschinellen Maschinensud machen. Connelly liefert hier eine der packendsten Gesangsperformances seiner Karriere ab. Beeindruckend.

Hätten sich THE HIGH CONFESSIONS im Mittelteil des Albums nicht in den diversen angesprochenen Längen verloren, dann wäre "Turning Lead Into Gold With The High Confessions" definitiv ein Anwärter auf den Albumthron 2010. So bleibt "nur" ein sehr interessantes und starkes Werk zurück, dass von einem vielseitigem Line-Up eingespielt wurde und hoffentlich bald Fortsetzung findet. Ohne Längen, dafür mit Option auf die Weltherrschaft.

Trackliste:
01. Mistaken For Cops
02. Along Came The Dogs
03. The Listener
04. Dead Tenements
05. Chlorine & Crystal
Spielzeit: 00:53:27

Line-Up:
Chris Connelly
Sanford Parker
Jeremy Lemos
Steve Shelley
Michael Siegl [nnnon]
03.08.2010 | 02:39
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