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Female Fronted, Symphonic / Epic Metal
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"Edenbridge mit komischer Betonung"
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"Ohne Härte voll ins Schwarze" | ||||||||||||||||||
| Auch wenn dieser Vergleich den gestandenen Semestern der Prog-Rock-Gesellschaft nicht schmecken dürfte, so sei an dieser Stelle angemerkt, dass gerade die am leichtesten schwebenden Genre-Vertreter eine Unbeschwewrtheit an den Tag legen, wie ich sie vor allem mit dem Reiten durch virtuelle Landschaften wie Nintendos Klassiker "Zelda: Ocarina Of Time" erleben durfte. Gerade in dieser Ära gelang es den beauftragten Komponisten scheinbar mühelos, reihenweise tolle Soundtracks unter die atmosphärische Grundstimmung eines jeweiligen Konsolenspieles zu mischen. "Visions", das Debütwerk eines britischen Duos, von dem bis dato nur die wenigsten Aficionados gehört haben dürften, weckt durchaus schöne Assoziationen; vor allem auch deswegen, weil das Material einerseits gefühlt keiner Fliege etwas zu leiden tut, andererseits aber ebensowenig ungehört von dannen zieht. Keinerlei Härte trübt das sanft vertonte Schwebekissen, dessen Gänsefedern auf Wolken aus Zuckerwatte landen. THE INNER ROAD malen eine utopische, von friedvoller Unschuld durchdrungene Klangwelt mit Leben und Licht aus, dass man sich nicht selten dabei ertappt, die Tränen zurückhalten zu müssen. Assoziationen an bekanntere Truppen fallen dabei sowieso wieder gleich unter den Tisch, da hier weder Gesang noch allzu viele natürlich erzeugte Töne eine großartige Rolle spielen. Es wäre jedoch gleichzeitig übertrieben, von "Kitsch aus der Dose" zu sprechen, nur weil neben den in weiche Gewänder gebetteten Tastenarrangements die Rhythmusabteilung einzig und allein als Beigabe und nicht als eigenständige Charakterblöcke miteingebaut wurden. Um derartigen Meinungen zu ihrer Validität zu verhelfen, müssten Stücke wie das nachdenkliche "Lost Man" oder der wundervolle Opener weitaus seelenloser dahintrotten. Allein die stilistische Bandbreite auf "Visions", die Klassiker der Siebziger Jahre Fusion-Akteure und allerlei instrumentale Köstlichkeiten der darauffolgenden Dekade nahtlos miteinander verknüpfen kann, versetzt in Staunen, wenn nicht sogar ein kleines bisschen Ehrfurcht. Doch sollte die überragende Qualität dieser Platte niemanden davon abhalten, sie in sein Herz zu schließen. Empfehlenswert! | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 2.5 / 7 Punkten
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Kommentar von: ayzee
Wertung: 2.5/7 | 13.02.2012 -- 14:58
Schwebend, Zuckerwatte, ohne Härte.. - soweit kann ich noch zustimmen.
Am "Tränen zurückhalten" ist auch noch etwas Wahres dran, aber Freude ist bei mir nicht der Grund dafür. Denn tatsächlich der "Kitsch aus der Dose" ist es, der dieses Album recht gut für mich beschreibt.
Die Melodien sind alle viel zu gefällig, ergo absolut langweilig. Die Synthesizer-Oboen etc. sind absolut billig.. und die schmierigen völlig vorhersehbaren Gitarrensoli machen es auch nicht besser.
Mir ist deshalb nicht klar, was diese Platte mit Prog zu tun haben soll?! Möchtegern-Prog? Weichspül-Prog? Das kann nicht funktionieren.. entweder macht man 100% Prog oder eben gar keinen Prog. Das hier ist keiner. Ich hab auch noch nicht davon gelesen, dass Nintodento-Soundtracks unter die Prog-"Schublade" fallen (falls man bei Prog überhaupt von einer Schublade reden sollte). Denn an diese Soundtracks kommt diese Platte tatsächlich gewissermaßen heran - ..was für mich allerdings kein Lob darstellt. Als Background zum Zocken absolut ok und irgendwie kultig, rein der Musik wegen allerdings ohne größere Berechtigung.
Viele andere Prog-Reviews auf metalnews liegen tausendmal richtiger und haben meine Musiksammlung bereichert. Deswegen werte ich dieses Review als einen recht einmaligen Fehltritt - und verweise auf die letzten fantastischen Scheiben von Gösta Berlings Saga und Beardfish. Die haben mich tatsächlich umgeblasen.. und das ebenfalls ohne Härte.






























