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Cover von The Man-Eating Tree -- Vine
Band: The Man-Eating Tree Homepage The Man-Eating Tree bei Facebook Metalnews nach 'The Man-Eating Tree' durchsuchenThe Man-Eating Tree
Album:Vine
Genre:Gothic Metal, Gothic Rock, Progressive
Label:Century Media
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:21.09.10
CD kaufen:'The Man-Eating Tree - Vine' bei amazon.de kaufen
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"Soundtrack für den Herbst"

THE MAN-EATING TREE kommen aus Finnland und spielen keinen Melodic Death Metal, sondern? - Gothic Metal, richtig! Vermengt mit jeder Menge Progressive Rock und einer Prise Doom, logisch! Sind da also voll auf einer Wellenlänge mit Landeskollegen und großen Namen wie AMORPHIS, SENTENCED, GHOST BRIGADE, POISONBLACK und natürlich, wenn auch nicht aus Finnland, KATATONIA. Soweit nichts erstaunliches. Und wenn man sich die Besetzung anschaut und dort Namen wie Janne Markus [POISONBLACK], Vesa Ranta [SENTENCED] oder Tuomas Tuominen [FALL OF THE LEAVES] entdeckt, weiß man auch, wo die musikalische Ausrichtung herrührt.

Auf ihrem Debüt-Album „Vine“, was soviel wie Ranke bedeutet, widmen sich die Finnen, vor allem den ruhigeren Klängen. Atmosphärische Gitarren werden begleitet von einem einem melodischen, unaufdringlichen Keyboard-Teppich und einer meist gemächlichen Rhythmusfraktion. Über alledem thront die eindringliche Stimme von Tuomas – die mal an Steven Wilson von PORCUPINE TREE, mal an Manne Ikonen von GHOST BRIGADE erinnert, aber in erster Linie sehr eigenständig klingt und den hohen Wiedererkennungswert der Band ausmacht. Hin und wieder wird dann diese melancholische Atmosphäre durch stampfende Gothic Metal Riffs der Marke SENTENCED durchbrochen, wo Tuomas eindrucksvoll beweist, dass er auch Power in seiner Stimme hat.
Am Songwriting spürt man die jahrelange Erfahrung in erfolgreichen Bands der einzelnen Musiker. Eingängigkeit wird hier ganz groß geschrieben. Kein Wunder, dass sich die erste Single-Auskopplung „Out Of The Wind“ direkt auf Platz 3 der finnischen Charts platzierte. Breaks im richtigen Moment, dichte Atmosphäre, quänglende Vocals und zwischendurch erdrückender Groove. Da passt alles. Allerdings sind die Songs trotz aller Wiedererkennbarkeit doch alle sehr ähnlich aufgebaut. Auch das MOODY BLUES Cover „Nights In White Satin“, das übrigens perfekt ins Album und zu Tuomas' Stimme passt, macht da keine Ausnahme. Und trotz Highlights wie dem progressiv-psychdelischen „The White Plateau“, dem sehr ruhigen „This Longitude Of Sleep“ und der oben genannten Single bietet das Album wenig wirklich neues und bleibt stellenweise einfach zu brav. Gerade bei grandiosen Songs wie „King Of July“ wünscht man sich stellenweise, dass doch bitte noch eine Schippe Härte und Aggressivität aufgelegt wird.

Insgesamt ein perfektes Album für den bevorstehenden Herbst und da die großen Referenzbands in Sachen melancholisch-atmosphärischer Tristesse erst letztes Jahr zwei hervorragende Alben in Form von „Isolation Songs“ und „Night Is The New Day“ veröffentlicht haben, bleibt diese Platte vorerst konkurrrenzlos. Also wenn das Wetter auf's Gemüt drückt: diese Platte einlegen und sich der Stimmung hingeben!

THE MAN-EATING TREE schaffen es sich mit „Vine“ direkt in die obere Liga der atmosphärischen Düsterbands zu spielen, lassen es aber teilweise noch zu sehr an Eigenständigkeit und Mut zum Außergewöhnlichen vermissen. Eine gelungene Mischung aus Atmosphäre a là KATATONIA oder GHOST BRIGADE und der Eingängigkeit von SENTENCED oder POISONBLACK.

Trackliste:
1. Lathing A New Man (5:21)
2. The White Plateau (4:27)
3. This Longitude Of Sleep (5:23)
4. King Of July (3:48)
5. Of Birth For Passing (6:28)
6. Out Of The Wind (3:51)
7. Nights In White Satin (4:23)
8. Tide Shift (5:37)
9. Instead Of Sand And Stone (4:23)
10. Amended (6:37)
Spielzeit: 00:50:25

Line-Up:
Tuomas Tuominen – Vocals
Janne Markus – Guitars
Mikko Uusimaa – Bass
Heidi Määttä – Keyboards
Vesa Ranta – Drums
Samuel Stelzer [Sammy]
18.09.2010 | 16:11
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