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Cover von The Monolith Deathcult -- Versus 1
Band: The Monolith Deathcult Homepage The Monolith Deathcult bei Facebook Metalnews nach 'The Monolith Deathcult' durchsuchenThe Monolith Deathcult
Album:Versus 1
Genre:Brutal Death, Death Metal, Industrial
Label:Hammerheart Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:19.05.17
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"Motto: Immer schön anecken"

Die niederländischen Cyber- bzw. Industrial/Brutal Deather THE MONOLITH DEATHCULT haben immer schon gerne provoziert und angeeckt – so auch auf ihrer neuen Full Length, „Versus 1“ betitelt, dem ersten Teil einer ambitionierten Trilogie.

Dabei haben die Tulpen-Deather schon immer vor allem geschichtlich belastete Themen in Angriff genommen und mit teils etwas grenzwertigem Humor umgesetzt, ohne allerdings Geschehnisse oder irgendeine der beteiligten Parteien zu verherrlichen. Auf „Versus 1“ beschäftigen sich die Jungs nun mit dem Thema „Okkultismus im Nationalsozialismus“ – ja, kann man machen, aber so wahnsinnig originell ist das nun auch wieder nicht und wirkt ein bisschen bemüht. Musikalisch geht es bei TMDC natürlich wie gehabt weiter, wobei rasender, technischer und anspruchsvoller Death Metal mit zahlreichen elektronischen Versatzstücken und Samples kombiniert wird. So zum Beispiel bei dem sehr doomig-epischen „Die Glocke“ oder auch bei dem vorab vorgestellten „This Inhuman Place Makes Human Monsters“, bei denen TMDC am meisten glänzen können. Dennoch fehlen die wirklich großen Überraschungen, die das Songmaterial an die Klasse von „Trivmvirate“, ihrem bislang ausgereiftesten und vielschichtigsten Werk, heranreichen lässt. Klar, TMDC beherrschen ihre Instrumente tadellos, die Formel ist weitgehend bekannt, die Musik ist brutal, vielschichtig und gleichzeitig eingängig genug [in der Promo-Info ist von einer Mischung aus NILE, FLESHGOD APOCALYPSE und MINISTRY die Rede, was gar nicht mal so abwegig ist] – aber dennoch sorgt „Versus 1“ nicht für die ganz großen Begeisterungsstürme [auch ein Problem des letzten Albums „Tetragrammatron“]. Vielleicht weil TMDC diese Formel eben schon besser umgesetzt haben, die Dinge manchmal etwas überfrachten oder die Grenzen eben schon ausgelotet wurden? Wer weiß...

Wer mit TMCD schon immer etwas anfangen konnte und auf experimentellen Death Metal steht, d.h. auch elektronischen Elementen keineswegs abgeneigt ist, kann sich „Versus 1“ beruhigt auf die Einkaufsliste setzen. Alle anderen sollten einfach mal und möglichst mit Blick über den Tellerrand reinhören. Trotz allem Jammern auf hohem Niveau ein insgesamt gutklassiges Album, das noch Luft nach oben für die beiden nachfolgenden Kapitel bietet.

Trackliste:
01. Hal Sinden's Radio Dramas
02. The Furious Gods
03. Die Glocke
04. Seven Months Of Mysticum
05. The Uchronian March
06. This Inhuman Place Makes Human Monsters
07. From The Stalinic Perspective
Spielzeit: 00:47:23

Line-Up:
Michiel Dekker – Vocals, Guitars
Robin Kok – Vocals, Bass
Carsten Altena – Keyboards, Samples, Guitars
Frank Schilperoort – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
13.05.2017 | 14:40
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