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Cover von The Number 12 Looks Like You -- Worse Than Alone
Band: The Number 12 Looks Like You Homepage The Number 12 Looks Like You bei MySpace.com Metalnews nach 'The Number 12 Looks Like You' durchsuchenThe Number 12 Looks Like You
Album:Worse Than Alone
Genre:Mathcore, Progressive
Label:Eyeball Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:09.04.09
CD kaufen:'The Number 12 Looks Like You - Worse Than Alone' bei amazon.de kaufen
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"Leider enttäuschend"

"Mongrel", das letzte Album der Ami-Mathcoreler, ist ein verdammtes Götterwerk. Beeindruckendes Chaos mit Mut zur Melodie und selbstbewussten Genre-Verzwickungen, die niemals deplatziert wirken. Das Album einfach nur stumpf mit Kollegen wie THE DILLINGER ESCAPE PLAN zu vergleichen, käme Blasphemie gleich. "Mongrel" ist definitiv ein Impulsgeber anstatt einfach nur ein weiterer Beitrag. Schade, dass "Mongrel" der Vergangenheit angehört und THE NUMBER 12 LOOKS LIKE YOU [neuerdings "12" statt "Twelve"] mit "Worse Than Alone" einen unwürdigen Nachfolger präsentieren.

"Worse Than Alone", bereits das vierte Langspiellebenszeichen der Band, ist keineswegs ein schlechtes Album und wird Neueinsteiger sicherlich begeistern, aber an "Mongrel" führt kein Weg vorbei. THE NUMBER 12 LOOKS LIKE YOU haben den offenkundigen Wahnsinn etwas in den Hintergrund verfrachtet und streuen ihre immer noch vorhandenen Stiltwists etwas dezenter ein. Eingängiger ist die Chose deswegen allerdings noch lange nicht. Im Gegenteil. Dadurch, dass die Komplexität den Hörer nicht mehr nicht anspringt, sondern durch wirre Strukturen und besser verstrickte Häppchen fordert, ergibt sich ein sperrigeres Gesamtbild. Hammer und Meißel empfohlen. Das Gespür für Melodien ist THE NUMBER 12 LOOKS LIKE YOU nicht abhanden gekommen, so dass man sich bei den cleanen Gesangparts immer wieder an irgendwas von Mike Patton [FAITH NO MORE, FANTOMAS, MR. BUNGLE] erinnert fühlt. Auch schöne Gitarrenmelodien und Refrains ["...If They Holler, Don't Let Go"] lassen immer wieder vom Rechenschieber aufblicken. Aber irgendwie wird man den Verdacht nie los, dass auf "Mongrel" alles überzeugender und schlüssiger klang. Dass es THE NUMBER 12 LOOKS LIKE YOU prinzipiell nichts verlernt haben, wird einem allerdings mit dem Überhammer "The Garden's All Nighters" vorgeführt. Was die Band hier abliefert, ist definitiv nicht von dieser Welt. Das konträre Drum/Gitarren-Intro, die wiederkehrenden jazzigen Licks, die "Miss Machine"-Reminiszenzen, die latent unterdrückte Melodiösität [die gegen Ende endlich von der Leine gelassen wird] und die karibische Konklusion machen diesen Song zu einem wunderbaren Erlebnis. Warum klingt der Rest von "Worse Than Alone" nicht ähnlich begnadet?

Insgesamt ist das etwas matschiger als der Vorgänger produzierte Werk immer noch perfekt, um irgendwelche unbedarften Leute zu erschrecken, aber wirklich neu erfunden haben sich THE NUMBER 12 LOOKS LIKE YOU keineswegs. Das hohe Niveau von "Mongrel" erreichen die Jungs lediglich bei einem Song. Die Enttäuschung vernebelt die Sinne. Potential verschenkt.

Trackliste:
01. Glory Kingdom
02. Given Life
03. To Catch A Tiger...
04. Marvin's Jungle
05. The Garden's All Nighters
06. ...If They Holler, Don't Let Go
07. Retort, Rebuild, Remind
08. The League Of Endangered Oddities
09. Serpentine
10. I'll Make My Own Hours
Spielzeit: 00:45:37

Line-Up:
Jesse Korman – Vocals
Justin Pedrik – Vocals
Alexis Pareja – Guitar
Chris Russell – Bass
Jon Karel – Drums
Michael Siegl [nnnon] | 12.04.2009 | 13:49

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