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Reviews von The Ocean
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"Voll auf den Punkt"
Cover von The Ocean -- Precambrian [2CD]
Band: The Ocean Homepage The Ocean bei Facebook Metalnews nach 'The Ocean' durchsuchenThe Ocean
Album:Precambrian [2CD]
Genre:Ambient, Doomcore, Post Hardcore
Label:Metal Blade Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:09.11.07
CD kaufen:'The Ocean - Precambrian [2CD]' bei amazon.de kaufen
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"Überwältigende Geologie-Geschichtsstunde!"

Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Machwerks von THE OCEAN aus Berlin wurde anhand der Vorab-Tracks auf MySpace klar, dass etwas ganz Großes ins Haus stehen könnte. Nachdem „Aeolian“ für gemischte Reaktionen sorgte und bisweilen zu vertrackt daher kam, holt das Hauptstadt-Kollektiv nun mit vereinten Kräften und der Doppel-CD „Precambrian“ im Gepäck zu einem ganz gewaltigen Schlag aus, der sämtliche Bedenken vom Tisch fegen dürfte!

„Precambrian“ besteht aus beinahe 86 Minuten Musik, in deren Verlauf zudem wieder etliche Gastmusiker zum Zuge kommen. Zum einen wären die klassischen Orchestermusiker der Berliner Philharmonie zu nennen, zum anderen die zahlreichen Gesangsbeiträge von Mitgliedern anderer Bands wie beispielsweise CAVE IN, BURST, TEXTURES, CONVERGE oder INTEGRITY, die dem Album eine unglaublich weit reichende klangliche Bandbreite verleihen. Aufgenommen, produziert und abgemischt an Orten wie Berlin, Schweden, Holland, Finnland und New York stellt die Entstehung von „Precambrian“ nicht nur so etwas wie eine kleine Weltreise dar, sondern schlägt auch einen perfekten thematischen Bogen zum Konzept des Werkes, das in der Geschichte unseres blauen Planeten den geologischen Zeitabschnitt des Präkambriums und dessen fünf untergeordnete Ären zum Thema hat. Und da diese durchaus unterschiedlich ausfallen, unterscheiden sich auch die beiden unterschiedlich produzierten Silberlinge voneinander, wobei jedoch stets THE OCEAN als Urheber zu erkennen sind. Das 22-minütige „Hadean/Archean“ ist deutlich brachialer, komplexer, schneller und wütender ausgefallen, da es die Lavamassen und Vulkanausbrüche während der Entstehung des Klimas symbolisieren soll, während das 64-minütige „Proterozoic“ insgesamt deutlich gemäßigter und verspielter erscheint, es jedoch an einigen brutalen klanglichen Ausbrüchen nicht fehlen lässt.

Trotzdem regieren auf der zweiten CD die von THE OCEAN bekannten langen und cineastischen Kompositionen, in denen die erwähnte zusätzliche Instrumentierung zum Einsatz kommt und in einem Track wie „Rhyacian“ zu 84 [!!] einzelnen Spuren führt. Stimmlich unglaublich vielfältig ausgelegt, wirkt sich dies auch auf die Interpretation der Texte aus, die einerseits aus Eigenkreationen bestehen, andererseits auf die eindrucksvollen und zutiefst düsteren Zeilen von insbesondere Lautréamont in seinem surrealistischen Buch „Gesänge des Maldoror“ [„Mesoarchaean“, „Neoarchaean“, „Rhyacian“] sowie Nietzsche [„Rhyacian“], Baudelaire [„Paleoarchaean“] und Trakl [„Ectasian“] zurück greifen. Atmosphäre wird ebenso groß geschrieben wie Abwechslung, sodass innerhalb der einzelnen Songs sehr viel passiert; von Post Rock über treibenden Hardcore, kurze Blast-Beat-Einlagen und brachialen Postcore mit wütenden Shouts bis zu verspielten Instrumental- und Ambientpassagen mit Klargesang und Samples. Das Gesamtergebnis wirkt jedoch trotz der weit gefächerten Einflüsse zum Glück nie unstrukturiert oder konfus. Dass „Precambrian“ aber alles andere als leichte Kost darstellt, dürfte trotzdem so klar sein wie Kloßbrühe. Das Opus mal so eben nebenher zu hören, ist nicht erlaubt, nein, funktioniert auch gar nicht, kann auch überhaupt nicht funktionieren!

THE OCEAN legen mit „Precambrian“ ein wahnsinnig ambitioniertes Stück Musik vor, in das augenscheinlich sehr viel Zeit, Aufwand und Herzblut investiert wurde, was man dem Material auch stets anhört. Perfekt produziert, musikalisch unglaublich facettenreich, durchdacht, anspruchsvoll und fesselnd, ist „Precambrian“ mit zwar komplexen, aber dennoch immer nachvollziehbaren und faszinierenden Songs ausgestattet, die das Ausgereifteste darstellen, was THE OCEAN bisher abgeliefert haben. Nehmt Euch Zeit, vergesst den Alltag, lehnt Euch zurück, beschäftigt Euch mit dem stimmungsvollen Artwork und den Texten, lasst Euch auf dieses einzigartige Kunstwerk ein – und Ihr werdet reich belohnt werden!

Trackliste:
CD1 [Hadean/Archean]:
I. Hadean
01. Hadean

II. Archean
02. Eoarchaean
03. Paleoarchaean
04. Mesoarchaean
05. Neoarchaean

CD2 [Proterozoic]:
III. Palaeoproterozoic
01. Siderian
02. Rhyacian
03. Orosirian
04. Statherian

IV. Mesoproterozoic
05. Calymmian
06. Ectasian
07. Stenian

V. Neoproterozoic
08. Tonian
09. Cryogenian
Spielzeit: 01:23:52

Line-Up:
Torge Liessmann – Drums, Percussion
Nico Webers – Vocals
Rene Nocon – Vocals
Nate Newton – Vocals
Dwid Hellion – Vocals
Jan Oberg – Vocals
Caleb Scofield – Vocals
Eric Kalsbeek – Vocals
Jason Emry – Vocals
Meta – Vocals
Matt Beels – Guitar
Robin Staps – Guitar, Samples, Vocals
Walid Farruque – Guitar
Mike Pilat – Bass, Vocals
Hannes Huefken – Bass
Jonathan Heine – Bass
Tomas Svensson – Additional Samples
Gerd Kornmann – Live Percussion
Nils Lindenhayn – Live Visuals
Stefan Heinemeyer – Cello
Karina Suslov – Viola
Christoph van der Nahmer – Violin
Katharina Sellheim – Piano
Alexander Eitner [soulsatzero]
12.11.2007 | 00:39
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