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Cover von The Red Chord -- Prey For Eyes
Band: The Red Chord Homepage  Metalnews nach 'The Red Chord' durchsuchenThe Red Chord
Album:Prey For Eyes
Genre:Death Metal, Grindcore, Metalcore
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:20.07.07
CD kaufen:'The Red Chord - Prey For Eyes' bei amazon.de kaufen
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"Lachend und mit Anlauf in die Deathcore-Kreissäge"

THE RED CHORD aus Massachusetts sind wieder da und liefern mit „Prey For Eyes“ ihre dritte Scheibe ab. Musikalisch hat sich an der Mischung aus Grindcore, Death Metal und Hard-/Metalcore an und für sich wenig geändert. Dennoch ist eine Steigerung im direkten Vergleich mit dem Vorgänger „Clients“ zu erkennen, denn dieser ließ manchmal ein wenig die Struktur vermissen und enthielt somit zwar handwerklich sehr versierte Nummern, allerdings wollten diese nicht dauerhaft im Gedächtnis hängen bleiben.

Nach dem Cover der letzten Scheibe „Clients”, das die wahre Freude eines jeden Zahntechnikers gewesen sein dürfte, legen THE RED CHORD mit der Hobby-Ornithologin, die irgendwas grundlegend falsch verstanden haben muss, ein ähnliches krasses Artwork vor – das aber irgendwie auch perfekt zur Mucke der Amis passt. Diese ist nämlich ähnlich durchgeknallt und bedarf so einiger Durchläufe, ehe die Songs auch nur annähernd zünden und Zugang gewähren. Oftmals haarscharf am Chaos vorbei schrammend, fackelt das Quintett hier so einiges ab, sodass sehr schnell klar wird, dass die Buben es spielerisch ganz schön auf dem Kasten haben. Bekanntlich ist dies aber nicht gleichbedeutend mit guten Songs, doch THE RED CHORD haben in diesem Fall definitiv einen Schritt nach vorne gemacht. Sie schreiben zwar immer noch vertrackte Songs und auch nach wie vor keine wirklichen Ohrwürmer, aber auf „Prey For Eyes“ stehen dennoch weitaus schlüssigere Nummern, die besser durchdacht sind als auf „Clients“. So macht das tolle „Responsibles“ mit seinem gelungenen Abwechslungsreichtum aus Core-Parts, Blast Beats und einer Menge Tempowechsel ganz schön Druck, während das total abgedrehte und relaxte „Captain Future goes Deathcore“-Instrumental „It Came From Over There“ mit seinem bekifft-genialen Synthesizer richtig Spaß macht. Und auch das abschließende „Seminar“ versteht es, kurz vor Tür- und Torschluss noch Pluspunkte einzuheimsen. Dazwischen tauchen dann allerdings immer wieder Songs auf, die ein wenig unspektakulärer oder ein wenig verkrampft abgedreht wirken, die aber beileibe nicht schlecht sind.

Ansonsten haben die Buben von THE RED CHORD aber vieles richtig gemacht. Der Gesang weiß zu überzeugen, beim Sound lässt man auch wieder nichts anbrennen und aufeinander eingespielt sind die fünf Rot[ak]kordler sowieso ohne Frage. „Prey For Eyes“ stellt somit eine gute Leistung dar, mit der die Band sich in die richtige Richtung bewegt. Leider rauscht immer noch manches am geneigten Hörer vorbei, wobei das auch teilweise die Absicht der Truppe sein könnte. Noch ein wenig durchdachter und noch mehr Struktur sowie resultierender Wiedererkennungswert, und dann könnte mit dem nächsten Album ein ganz schöner Hammer vor dem Herrn ins Haus stehen.

Trackliste:
01. Film Critiques And Militia Men
02. Dread Prevailed
03. It Runs In The Family
04. Send The Death Storm
05. Pray For Eyes
06. Responsibles
07. Midas Touch
08. Tread On The Necks Of Kings
09. It Came From Over There
10. Intelligence Has Been Compromised
11. Open-Eyed Beast Attack
12. Birdbath
13. Bone Needle
14. Seminar


Alexander Eitner [soulsatzero]
13.07.2007 | 23:58
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