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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von The Ruins Of Beverast -- Foulest Semen Of A Sheltered Elite
Band:  Metalnews nach 'The Ruins Of Beverast' durchsuchenThe Ruins Of Beverast
Album:Foulest Semen Of A Sheltered Elite
Genre:Black Metal, Doom Metal
Label:Ván Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:11.09.09
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"G-E-N-I-A-L!"

Obwohl das große Unrecht nach wie vor das Weltenschicksal fest in den Händen hält, verliert es seine Übermacht ab und zu im Kleinen: Als "Unlock The Shrine" herauskam, kannten sie nur Szene-Eingeschworene, ein Großteil davon NAGELFAR-Verehrer. "Rain Upon The Impure" [eines der besten zehn BM-Alben dieses Jahrzehnts!] ließ zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung schon größere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, jetzt aber meldete sich unter anderem sogar der Spiegel und riet zum Kauf dieses Epos. Wieviel jubelnde Publicity - zusammen mit dem Aufstieg des einst als Label für Untergrund-Puristen gegründeten VÁNs - noch möglich ist: Hoffentlich erreicht sie zahlungswillige Käufer, denn das, was uns da vorliegt, lässt einen wieder einmal Raum und Zeit vergessen.

Im Prinzip wurde das Erfolgsrezept des Vorgängers sowohl behutsam weiterentwickelt als auch ein klein wenig umgeschrieben. Zudem sind die nicht nur sinnvollen [bei mehr als zehnminütigen Hauptstücken unter Umständen sogar notwendigen], als auch die von Tod und Verderben erstickte Stimmung enorm fördernden Zwischenstücke zurück! Wer von so kleinen Juwelen wie "Procession Of Pawns" restlos begeistert war, dürfte eine Atempuase à la "Alu" umso mehr lieben. Wo bekommt man denn sonst so mit viel Herzblut erschaffene Dark-Ambient-Monster, welche nahtlos in noch grandiosere, fließend zwischen Black Metal, Doom Metal sowie uraltem Death Metal wechselnde Überhymnen münden? Und da wir ja gerade bei den Hauptgründen, diese Platte in physischer Form zu erstehen, sind: Wer kann mit ähnlicher Endzeitstimmung wie in meinem Lieblingsstück "The Restless Mills" aufwarten, die genauso unglaublich stilsicher performt wird und jede einzelne Faser des Hörers absorbiert? Wie viele Gruppen kennt ihr, denen es scheinbar mühelos gelingt, eine so spezielle Nische im Black-Metal-Gesamtkontext mit so viel [Anti-]Leben füllen zu können, dass selbst fünfzehn Minuten dreimal so kurz wirken? Oder anders gefragt: Gibt es überhaupt so etwas wie "Konkurrenz" zu einem phänomenalen Projekt wie THE RUINS OF BEVERAST?

Alex von Meilenwald beweist auch im dritten Full-Length-Anlauf, dass er zur Spitze der Komponisten im deutschen Metal gehört. Das Wagnis, zwecks eines klareren Gesamtklanges die Gitarren wieder aus den Schwefelschwaden hervorzuholen, hat sich mächtig ausgezahlt, weil so aus dem Ganzen merkbar mehr Aggressivität strahlt als noch vor drei Jahren. An der für dieses Projekt typischen Düsternis, Schwere und dem mörderischen Vorwärtsdrang hat "Foulest Semen Of A Sheltered Elite" natürlich nichts verloren, was zur Folge hat, dass dieses Album seinem Vorgänger zwar ähnelt, aber dennoch seinen ganz eigenen Platz im Universum von THE RUINS OF BEVERAST sicher hat. Den Platz im hauseigenen Plattenschrank erst recht.

Trackliste:
01 - I Raised This Stone As A Ghastly Memorial
02 - Alu
03 - God's Ensanguined Bestiaries
04 - Mount Sinai Moloch
05 - Transcending Saturnine Iericho Skies
06 - Kains Countenance Fell
07 - The Restless Mills
08 - Theriak-Baal-Theriak
09 - Blood Vaults (II - Our Despots Cleanse The Levant)
10 - Arcane Pharmakon Messiah
Spielzeit: 01:19:56

Line-Up:
Alex von Meilenwald - Gesang, Gitarren, Schlagzeug, Synthetik
Michael Bambas [Micha]
26.12.2009 | 22:28
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