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Bewertung:5 von 7
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Als ich mich letztens auf dem F.T.C. mit Björn von NIGHT IN GALES unterhielt, fragte er mich ob wir auch „Rotz Rock“ reviewen würden und ich musste erstmal noch nachfragen, was er denn darunter verstehen würde. Er meinte: „Naja, so Richtung MOTöRHEAD/HELLACOPTERS halt...“, uned ich meinte: “Na klar doch!!! Wieso?“. Blitzschnell zog er auch gleich eine Promo von seinem Sideproject THE RULES aus seiner Tasche und ich sah eine Selbstgebrannte mit stinknormalem schwarz/weiß kopierten Cover in meiner hand liegen. “Joah...bin mal gespannt...hmm, oki“, sagte ich noch und schon musste ich auch wieder weiter.

Als ich mich nach getaner Arbeit hinlegen wollte, musste ich allerdings noch diese CD-R mir reinziehen und was ich gleich von Beginn an hörte, waren fette rockige Riffs Marke MOTöRHEAD, also nicht zuviel versprochen. „Back To Trouble City” fängt mit einem Saufen-Bis-Der-Arzt-Kommt-Intro an, heisst Flaschenklirren und Rumgegröhle im Hintergrund bis man den Sani schon heranfahren hört. Aber genau so ein Intro braucht diese Mucke von den Ruhrpottpunks nebst Mr. B eben! Flotter straighter Rock´n´Roll wird angekündigt und geboten.
Der 2. Song „The Ballad Of John Doe” will sich auch gleich in mein Hirn fressen; besteht er doch aus gängigem Songmaterial mit einem total genretypischen Titel. Manhcmal kommts mir wirklich wie eine Coverversion der RAMONES vor, aber das macht dann wohl doch nur dieses Riff aus, daß sich durch den ganzen Song zieht.
Eigentlich gibt es bei THE RULES keine Balladen, wenn man mal vom Aufbau des einzelnen Songs absieht, aber ein „Liebeslied“ ist neben den Huldigungen an den „Pott“, Alkohol und anderen alltäglichen Problemen auch in Form von „Lady Porcelain“ vertreten. Hier zeigt der Gitarrist auch wieviel Gefühl er doch beim Solospielen entwickeln kann und Mr. B trällert wie eine Nachtigall beim DANZIG-Konzert, nur daß er wesentlich schmutziger rüberkommt als der ehemalige MISFITS-Shouter. Bislang das Beste was Björn mit seiner Stimme angestellt hat.
Der Schlagzeuger hat ebenfalls keine bemerkbaren Taktschwankungen und hebt mit seiner straighten Spielweise die kopf- und hüftsprengenden Riffs noch besser hervor. Selbst dem Basser muss ich ein Kompliment für seine fetzige Untermalung aussprechen. Da merkt man einfach wieviel Spaß die Jungs beim Spielen dieser Hits haben.
Aufgenommen wurde vermutlich im Proberaum, aber mit dem Sound braucht man sich wirklich nicht verstecken. Sicher, in einem richtigen Studio kann man alles noch etwas fetter produzieren, aber diese 6 Songs voller Spielfreude knallen mich auch so ganz schön weg und rotieren immer noch in meinem CD-Player beim autofahren. Ob man jetzt allerdings bei den Grossen mitmischen kann, wird sich wohl noch zeigen. Vor allem live müssten die Jungs ordentlich was wegknallen, da diese Mucke einfach nur Spaß macht. Leider ist die Homepage www.royalruhrpottrock.com in Bearbeitung. Wenn es ein richtig guter Studiosound und etwas mehr Eigenständigkeit wäre würden THE RULES von mir volle Punktzahl bekommen, so bleibts aber bei wirklich guten 5.

Trackliste:
1. Back To Trouble City
2. The Ballad Of John Doe
3. Sixpack Soul
4. Lady Porcelain
5. Oh No – Oh Yeah
6. I Hate Happy Ends


Danny Jakesch [Trabi]
13.07.2003 | 18:56
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