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Cover von The Sword -- Age Of Winters & Gods Of The Earth [2-CD Boxset]
Band: The Sword Homepage The Sword bei Facebook Metalnews nach 'The Sword' durchsuchenThe Sword
Album:Age Of Winters & Gods Of The Earth [2-CD Boxset]
Genre:Heavy Metal, Power Metal, Rock'n'Roll
Label:Kemado Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:15.05.09
CD kaufen:'The Sword - Age Of Winters & Gods Of The Earth [2-CD Boxset]' bei amazon.de kaufen
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"Schwerter statt Wörter!"

Man mag von Lars Ulrich als Musiker und Mensch halten was man will, eines muss man ihm des Öfteren einfach zugestehen. Musikgeschmack nämlich. Weniger vielleicht in Bezug auf seine Hauptband, deren Status ihnen ja leider jede Frechheit zu vergolden ermöglicht, als vielmehr auf seinen privaten Geschmack. Dieser äußert sich momentan wunderbar darin, dass er die Texaner THE SWORD mit auf die aktuelle METALLICA-Tour geholt hat. Natürlich muss das gefeiert werden, und so lassen es sich Kemado Records nicht nehmen, die zwei bisher erschienenen Alben der jungen Band als Doppel-Cd wiederzuveröffentlichen.

Und diese Alben haben es verdammtnochmal in sich – sowohl das 2006er Debüt „Age Of Winters“ als auch das erst im letzten Jahr erschienene „Gods Of The Earth“ sind mordsfette Bretter und aus verschiedenen Gründen absolute Ausnahmen in der heutigen Metallandschaft. Zum einen könnten THE SWORD ein Relikt aus den 70ern sein. Neben einem offensichtlichen Einfluss der Rifferfinder BLACK SABBATH hat die Musik der Amerikaner auch eine gelegentliche psychedelische Schlagseite. Absolut „Retro“ ist auch der Gesang von J.D. Cronise – tendenziell eher hoch, nicht allzu perfekt, immer aber charismatisch und packend – eine Mischung zwischen den aktuellen MELVINS, BIG BUSINESS und genannten BLACK SABBATH darf als Vergleich gelten. Als weiteren Punkt kann man auch die Produktion ins Feld führen, denn mit dem warmen, organischen Klang ihrer Alben verstoßen THE SWORD so konsequent und selbstbewusst gegen die angesagte Computerdynamik, wie es sonst nur Fanatiker vom Schlage ELECTRIC WIZARDs oder WITCHCRAFTs tun. Dafür allein darf man diese Band schon lieben, aber als simple Vergangenheitsverehrer darf man die Texaner nicht abtun. Denn obwohl die Einflüsse, wie bereits beschrieben, zahlreich und schwerwiegend sind, hätte es so etwas wie THE SWORD vor 35 Jahren nicht geben können. Warum das so ist, lässt sich zugegebenermaßen schwer in Worte fassen. Vielleicht lässt sich es sich am Besten so sagen: vor 35 Jahren hatte der Heavy Metal einfach noch nicht genug Fahrt aufgenommen, um eine Band wie THE SWORD zu ermöglichen. Die Machart der Riffs, die Wucht und die Geschwindigkeit weisen eher zwischen Thrash und Power Metal. Diese Ambivalenz gilt für fast alle Stücke auf sowohl „Age Of Winters“ und „Gods Of The Earth“ und macht es unmöglich, THE SWORD als Anachronismus zu sehen.

Doch ehe ihr meines Gebabbels endgültig müde seid: all das, was ich oben genannt habe, sind letztlich Spitzfindigkeiten. Der eigentliche Verdienst von THE SWORD ist es, mit nichts weiter als dem Standard von zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang eine Kraft zu entfalten, die im Heavy Metal verdammt selten geworden ist. Wo zu viele andere Bands Wert auf Effekte und schickes, neues High-End-Equipment legen, stöpseln THE SWORD einfach ein und fetzen los – wobei sie zwar beinhart, aber immer auch rockig und bisweilen verspielt zu Werke gehen. Wo andere anscheinend während des Spielens immer überlegen, ob ihre Frisur auch sitzt oder ob sie den Manager feuern sollten, spürt man bei THE SWORD in jeder Sekunde absolute Überzeugung für das, was sie tun, bedingungsloser Glaube an das Riff und dessen Macht – ohne schmierige Drachentötergeschichten und ohne Plastikpathos. Das macht – neben zwei Alben, auf denen beinahe jeder Song ein veritabler Hit ist – das Kunstwerk THE SWORD aus. Ob ihr die meines Erachtens unnötige Doppel-CD aufgrund der zwei Extrastücke auf „Gods Of The Earth“ nun den regulären Alben mit ihrer schönen Aufmachung vorzieht, bleibt eure Sache. Aber wer nur einen Funken Liebe zur verzerrten Gitarre in sich trägt, muss THE SWORD eine Chance geben. Egal was ihr von Lars Ulrich haltet – seiner Euphorie darf man sich diesmal bedingungslos anschließen!

Trackliste:
CD 1 - Gods Of The Earth:

01. The Sundering
02. The Frost Giant's Daughter
03. How Heavy This Axe
04. Lords
05. Fire Lances Of The Ancient Hyperzephyrians
06. To Take The Black
07. Maiden, Mother & Crone
08. Under The Boughs
09. The Black River
10. The White Sea
11. Untitled

CD 2 - Age Of Winters:

01. Celestial Crown
02. Barael's Blade
03. Freya
04. Winter's Wolves
05. The Horned Goddess
06. Iron Swan
07. Lament For The Aurochs
08. March Of The Lor
09. Ebethron
Spielzeit: 01:31:25

Line-Up:
Kyle Shutt - Gitarre
Bryan Richie - Bass
Trivett Wingo - Schlagzeug
J.D. Cronise - Gitarre, Gesang
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
19.05.2009 | 00:13
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