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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von The Sword -- Warp Riders
Band: The Sword Homepage The Sword bei Facebook Metalnews nach 'The Sword' durchsuchenThe Sword
Album:Warp Riders
Genre:Hard Rock, Heavy Metal, Power Metal
Label:Kemado Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.08.10
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"Rostfreie Grüße aus Austin!"

Im Hinblick auf Vorschusslorbeeren haben THE SWORD sicherlich genug Material für mehrere Cäsarenkränze. Nicht nur, dass ihre bisherigen beiden Alben "Age Of Winters" und "Gods Of The Earth" reichlich Lob eingefahren haben – auch Lars Ulrich zeigt sich seit geraumer Zeit begeistert genug, um die Texaner einmal mehr im METALLICA-Vorprogramm durch die Welt mitzunehmen.

Nunmehr steht mit "Warp Riders" das dritte Album von THE SWORD in den Startlöchern und ob nun die vielbeschworene Popularität der Band wirklich so beeindruckend ist wie es der Hype glauben machen will ist angesichts der wiederum superben Mucke glücklicherweise recht zweitrangig. Ähnlich verhält es sich übrigens mit der Konzeptgeschichte über irgendwelche Weltraumreisenden, die an Relevanz für die zehn Stücke auf "Warp Riders" durchaus mit der Windjammerparade oder den Regattas auf der Kieler Woche zu vergleichen ist. Denn ebensowenig wie es auf selbiger jemanden beim Feiern stört, wenn da welche "an'n Segeln sind", so wenig dürfte die auf "Warp Riders" erzählte Geschichte Hörer von THE SWORD beim Abrocken stören. Statt endloser epischer Zwischenspiele und orchestralem Gedöns wie es andernorts oft Konzeptalben zusammenhalten muss regieren bei THE SWORD wiederum in erster Linie Gitarren, Bass, Schlagzeug und das Riff als solches. Zugegeben taucht gleich im einleitenden Instrumental "Acheron/Unearthing The Orb" auch eine dezente Orgel auf, gleich nach den ersten paar Takten jedoch wird losgerifft was das Zeug hält. Warum sich THE SWORD entschieden haben, hier keinen Gesang zu verwenden, kann ich auch nicht sagen – unvollständig wirkt das Stück dadurch jedoch keinesfalls. Mit "Tres Brujas" gibt es dann den ersten typischen THE SWORD-Kracher zwischen Heavy Metal und Hard Rock, sehr rhythmusbetont und trotz eingängiger Strukturen durchaus nicht anspruchslos. Dennoch stellt das Stück im Albumkontext eines der schwächeren Stücke dar, denn obwohl das Handwerk natürlich auch hier tadellos ist, zünden die folgenden "Arrows In The Dark" und das ausufernde "The Chronomancer I/Hubris" beispielsweise gleich um einiges besser. Das dürfte vermutlich vor allem der größeren Abwechslung zu verdanken sein, welche die Stücke prägt.

Damit ist übrigens ein gutes Stichwort für "Warp Riders" insgesamt gegeben, denn obwohl die Vorgängeralben nun wirklich nicht eindimensional waren, decken THE SWORD hier eine breitere stilistische Palette ab. Auffällig dabei ist, dass die BLACK SABBATH-Referenzen nahezu völlig verschwunden sind. Stattdessen lassen die "metallischeren" Songs wie "Acheron/Unearthing The Orb", die "Chronomancer"-Teile oder "Warp Riders" an eine Endachtziger-Fusion von [THE LORD WEIRD]SLOUGH FEG und METALLICA denken. In etlichen anderen Songs hingegen machen sich Einflüsse von Hardrockern wie KISS, DEEP PURPLE, GUNS'N'ROSES und, wenngleich recht schwach und am ehesten durch zarte Psychedelic-Anflüge auch von MONSTER MAGNET bemerkbar. Das "Warp Riders" dabei immer unverkrampft und aufrichtig nach THE SWORD klingt ist einerseits erstaunlich, andererseits auch wieder ziemlich typisch für diese Ausnahmeband. Anspieltipps: Eigentlich "Warp Riders" in seiner Gänze, besonders jedoch "Arrows In The Dark", "Lawless Lands" und "[The Night The Sky Cried]Tears Of Fire".

Trackliste:
01. Acheron/Unearthing The Orb
02. Tres Brujas
03. Arrows In The Dark
04. The Chronomancer I/Hubris
05. Lawless Lands
06. Astraea's Dream
07. The Warp Riders
08. Night City
09. The Chronomancer II/Nemesis
10. [The Night The Sky Cried] Tears Of Fire
Spielzeit: 00:48:16

Line-Up:
J.D. Cronise - Gitarre, Gesang
Kyle Shutt - Gitarre
Trivett Wingo - Schlagzeug
Bryan Ritchie - Bass
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
20.08.2010 | 15:09
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