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Cover von The Tea Party -- The Ocean At The End
Band: The Tea Party Homepage  Metalnews nach 'The Tea Party' durchsuchenThe Tea Party
Album:The Ocean At The End
Genre:Alternative, Progressive, Rock
Label:InsideOut
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:19.09.14
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"Noch nicht wieder in Form"

Eine THE TEA PARTY-Reunion war so unvorhersehbar wie nötig. Die Kanadier lösten sich 2005 wegen Differenzen innerhalb des Bandgefüges auf und blieben der Welt ein weiteres Jahrhundert-Album wie „The Edges Of Twilight“ [1995] schuldig. Nicht, dass das Trio bisher ein wirklich schwaches Werk veröffentlicht hätte, aber ganz große Klassiker waren – vielleicht mit Ausnahme des poppigen „Triptych“ [1999] – nicht mehr dabei. Zehn Jahre nach dem ordentlichen, gradlinigen „Seven Circles“-Album steht nun also das Comeback-Werk „The Ocean At The End“ in den Startlöchern.

Leider bleibt „The Ocean At The End“ deutlich hinter den zugegebenermaßen recht hohen Erwartungen zurück. THE TEA PARTY gehen auf ihrem achten Album zwar prinzipiell den richtigen Weg, deuten alle stilistischen Phasen ihrer Bandgeschichte an und vergessen dabei nicht dezente neue Elemente zu inkorporieren, aber leider ist dabei ein etwas blutleeres Werk entstanden, das das Trio noch lange nicht in seiner früheren Verfassung zeigt. Das Grundgerüst ist immer noch mal progressiver, mal bluesiger Rock, der seine Wurzeln bei LED ZEPPELIN und THE DOORS hat, aber auch nicht vor orientalischen und elektronischen Elementen, die die Band seit „Transmission“ [1997] im Programm hat, zurückschreckt. Und so könnte fast jeder Song von „The Ocean At The End“ auf anderen Alben der Band stehen, „Black Roses“ und „The 11th Hour“ auf „The Edges Of Twilight“ oder „The Interzone Mantras“ [2001], „Submission“ auf „Transmission“, die Coverversion von Daniel Lanois' „The Maker“ auf „Triptych“, aber jeder dieser Songs hätte auf den entsprechenden Werken eindeutig zu den Lowlights gehört. Das stumpfe „Submission“ mit seinen idiotischen Glockenklängen geht einem spätestens beim zweiten Hör tierisch auf die Nerven, „Black Roses“ wirkt unmotiviert und am Reißbrett komponiert, während „The Maker“ vor Kitsch trieft. Gute Ansätze wie den dreckigen Rock'n'Roll samt Bluesharp in „The Cass Corridor“ machen THE TEA PARTY durch den missglückten Chorus wieder kaputt, ein ähnliches Schicksal trifft auch „The Black Sea“ – hier kann nur der Refrain überzeugen. Gelungen hingegen sind der Opener „The L.O.C“ und die Ballade „Water's On Fire“: keine Überhits, aber ordentliche Songs. Dass THE TEA PARTY es aber prinzipiell immer noch können, beweist der famose Titeltrack, der fast acht Minuten konstant Gänsehaut beschert. Das Teil klingt, wie wenn es bei den „The Divison Bell“-Sessions, dem '94-Werk von PINK FLOYD, entstanden wäre, inklusive einem großartigen David Gilmour-Gedächtnissolo von Jeff Martin, der übrigens auf dem gesamten Werk mit einer wieder außergewöhnlich guten Gesangsleistung glänzt. Außerdem konnte man hier sogar JETHRO TULL-Legende Ian Anderson für ein bisschen Quergeflöte gewinnen. Großartig! Beim Ambient-Abschlusstrack „Into The Unknown“ hallt der Titeltrack dann noch in fünf Minuten langem Effekt-Shoegaze samt anfänglichem Meeresrauschen nach, das leider gelungener als so mancher regulärer Albumtrack geworden ist.

„The Ocean At The End“ ist trotz aller Kritik kein wirklich schlechtes Album, aber verschenkt sehr viel Potential. Fast alle Songs haben zwar ihre Momente, aber oft ruiniert dann ein anderer, schwacher Part den positiven Gesamteindruck des Stücks. Vom Ansatz her haben die Kanadier alles richtig gemacht, aber ihre alte Form müssen sie erst noch finden. Der famose Titeltrack entschädigt allerdings für sehr vieles, sodass man sich letztendlich trotzdem über dieses Comeback freuen kann. Und wer weiß, vielleicht ist nächstes Mal dann wieder ein Jahrhundert-Album drin...

Trackliste:
01. The L.O.C
02. The Black Sea
03. Cypher
04. The Maker
05. Black Roses
06. Brazil
07. The 11th Hour
08. Submission
09. The Cass Corridor
10. Water's On Fire
11. The Ocean At The End
12. Into The Unknown
Spielzeit: 00:56:35

Line-Up:
Jeff Martin – Vocals, Guitar
Stuart Chatwood – Bass, Keyboard
Jeff Burrows – Drums
Michael Siegl [nnnon]
13.09.2014 | 11:11
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