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Cover von The Unguided -- Fragile Immortality
Band: The Unguided Homepage  Metalnews nach 'The Unguided' durchsuchenThe Unguided
Album:Fragile Immortality
Genre:Melodic Death Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:31.01.14
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"Butterweich und doch messerscharf"

Es waren einmal drei Schweden, die spielten und sangen in einer Band. Irgendwann im Jahre 2010 verließen diese drei Herren Richard Sjunnesson, Roger Sjunnesson und Roland Johannsson dann SONIC SYNDICATE, um fortan mit THE UNGUIDED ihr neues Glück zu finden. Bereits im folgenden Jahr begab man sich zu Peter Tägtgren ins legendäre Abyss-Studio, um die EP „Nightmareland“ aufzunehmen. Die ersten zaghaften Versuche schienen Gefallen zu finden, denn es folgte das erste Album „Hell Frost“, welches sich immerhin achtbar in den schwedischen Albumcharts lümmelte.

Jetzt sind sie bei Napalm Records gelandet. Nicht unbedingt die schlechteste Adresse, wenn es um die härtere Gitarrenmusik geht. Hier nun also folgt der zweite Streich „Fragile Immortality“. Bereits beim Opener „Inception“ wird einiges klar. Hier sind Meister des Fachs am Werk. Alles passt wie die Faust auf das berühmte Auge. Jeder Handgriff, sei es vom Songwriting, von der Interpretation oder von der Produktion her, sitzt. Alles hat Hand und Fuß, ohne gekünstelt oder allzu sehr nach Schema F konstruiert zu sein. Sicher, auch THE UNGUIDED halten sich an die Vorgabe, in den Strophen wird gegrunzt und in den Refrains gesungen, aber im Gegensatz zu so manch anderen ausgelutscht wirkenden Produkten dieses Genres legt man ein überaus beachtliches Maß an Punktlandungen hin. Ungezwungen und mit einer Portion lockerer Selbstverständlichkeit schaffen es die Brüder Sjunnesson nebst Mitmusikanten ein ums andere Mal den Hörer in den Bann zu ziehen. Die Keyboards sind dabei nicht einfach nur zum spärlichen Beiwerk installiert, sondern sorgen für ansprechende Melodien, die ab und an fast in den Electronic- oder sogar Popbereich hinüber schielen. Butterweich und dabei trotzdem messerscharf, dadurch bekommen Songs wie das absolut geniale, tanzbare und energiegeladene „Granted“ oder auch das ebenso eingängige „Enforcer“ absoluten Hitcharakter und sollten auf keiner Metalfete fehlen.

Okay, die Truemetaller werden nun an dieser Stelle die Augen verdrehen, abwinken und irgendetwas von „Ausverkauf“ murmeln. Egal, THE UNGUIDED legen einen fulminanten Start ins neue Jahr hin und dürften mit diesem Album für eine faustdicke Überraschung sorgen. Beängstigend hohe Trefferquoten, kein Song dabei, der irgendwie den Griff zur Skiptaste rechtfertigen würde. Die Erkenntnis setzt sich auch und vor allem nach mehrmaligem Genuss fest. Freunde von SONIC SYNDICATE, SOILWORK und Co. sind hier bestens bedient, generell sollten alle Liebhaber von jungem, frischen Sound im Bereich Melodic-Death mal aufmerken. Denn „Fragile Immortality“ wirkt belebend, nicht nur für die Szene an sich, sondern auch für Körper und Geist.

Trackliste:
01. Inception
02. Defector DCXVI
03. Granted
04. Eye Of The Tyla
05. Unguided Entity
06. Carnal Genesis
07. Enforce
08. Blodbad
09. Only Human
10. Singularity
11. Oblivion
Spielzeit: 00:47:50

Line-Up:
Richard Sjunnesson - Vocals
Roland Johansson - Vocals, Guitar
Roger Sjunnesson - Guitar, Keyboards
Henric Carlsson - Bass
Richard Schill - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
24.01.2014 | 16:29
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