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Album:Dead Reckoning
Genre:Heavy Metal, Prog-Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:23.03.07
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"An der Schwelle zum Ruhm?"

THRESHOLD gehören zu diesen Bands, die einem schon irgendwie bewusst sind, die man aber nicht auf Anhieb einordnen kann. Zumindest mir geht es so. Das mag vielleicht daran liegen, dass sie Prog spielen, was ja alles andere als Mainstream ist. Vielleicht sind sie aber auch nur deshalb ein Geheimtipp geblieben, weil sie nicht, wie manche Kollegen, an jeder Steckdose spielen. Wie auch immer, das neue Album der Engländer, das den Titel "Dead Reckoning" trägt, ist gleich aus zwei Gründen etwas besonderes: Erstens ist es das Debüt beim Indie-Riesen Nuclear Blast und zweitens habe ich mich anlässlich dieser Veröffentlichung mit der Diskografie von THRESHOLD auseinandergesetzt.

Im Vorfeld wurde "Dead Reckoning" als "härter, düsterer, aber auch eingängiger" angekündigt. Wollen wir mal sehen, ob sich das tatsächlich in der Musik niedergeschlagen hat. Nach mehreren Hördurchgängen steht fest, dass THRESHOLD ihren Stil nur marginal verändert haben. In erster Linie wurden Feinjustierungen am Songwriting vorgenommen, was sich dem Hörer gegenüber besonders darin positiv äußert, dass es keinerlei Durchhänger oder Füller auf dieser Platte gibt. Das ist ja leider eine Seltenheit. Der Pfad des Progressiven Heavy/Power Metal wird konsequent weiterverfolgt. Härter geworden ist man aber dennoch nicht merklich. Genauso wenig wie düsterer. In die härtere Metalrichtungen weist lediglich der Backgroundgesang von Dan Swanö [EDGE OF SANITY], der bei einigen Lieder dazwischengrunzen darf. Das verleiht den Songs etwas Abwechslung und Tiefe, ist aber nicht mehr als ein nettes Schmankerl.
Eingängiger sind THRESHOLD auf ihrem neuen Album ganz eindeutig geworden. Und das haben sie besonders ihrem Frontmann und Sänger Andrew "Mac" McDermott zu verdanken, der wirklich außergewöhnliches für diese Platte geleistet hat. Schon nach wenigen Durchläufen bleiben die ersten Gesangslinien im Ohr und verlassen dieses auch so schnell nicht wieder. Der Gesang ist nicht nur einwandfrei und glasklar aufgenommen, er fügt sich auch nahtlos in die Lieder ein und ist dabei für Prog Metal erfrischend kräftig.
Besonders interessant wäre es zu wissen, wie Mac den Bonustrack "Supermassive Black Hole", eine Coverversion der englischen Alternativ Rocker MUSE, interpretiert hat, da deren Sänger, Matthew Bellamy, gerade für seine hohe Stimme bekannt ist. Leider hielt es Nuclear Blast aber nicht für nötig dieses Lied mit auf die Promo zu packen, deshalb kann ich nichts dazu sagen, außer dass es existiert.

Abschließend lässt sich sagen, dass THRESHOLD mit ihrem neuen Werk "Dead Reckoning" konsequent ihren Weg weiter gehen und tolle Songs mit hohem Niveau in allen Aspekten abliefern. Eines muss ich der Band jedoch vorwerfen und das ist leider eine gewissen Stagnation. Wo sich andere Bands mit jedem Album neu erfinden, besonders im progressiven Genre, klingen THRESHOLD leider immer sehr ähnlich. Und da bildet auch "Dead Reckoning " keine Ausnahme. Und wer sich "Prog" auf die Fahnen schreibt, darf durchaus auch etwas Mut beweisen. Dies ist jedoch nur ein kleiner Wehmutstropfen auf ein tolles Album, an dem sich auch gerne mal der eine oder andere MANOWAR- und HAMMERFALL-Fan versuchen darf. Vielmehr gibt es auch nicht zu sagen, außer: Anhören!

Trackliste:
1. Slipstream
2. This Is Your Life
3. Elusive
4. Hollow
5. Pilot In The Sky Of Dreams
6. Fighting For Breath
7. Disappear
8. Safe To Fly
9. One Degree Down


Nicolas Freund [Nicki]
21.03.2007 | 00:19
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