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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Eleganter war ein Stilbruch nie!" | ||||||||||||||||||
| Sechs Langspielalben in zehn Jahren ist gar nicht mal ein so schlechter Schnitt, wenn man die Evolution dieser Band verfolgt hat. THYRFING beehren uns dieser Tage mit ihrem neuesten Output namens „Hels Vite“ und… was soll man sagen… es kam, was zu erwarten war: die logische Weiterentwicklung, das Quäntchen Mehr, und wieder einmal der Fakt, dass weniger dennoch mehr sein kann! Hä? Ja, genau! THYRFING gehen mit ihrem neuen Album mal wieder einen Schritt weiter und verfolgen die in den letzten Jahren aufkeimende Sitte, dass die Alteingesessenen neue Wege gehen und diese auf ihre ganz besondere Art etablieren. So wie SATYRICON die klassisch stampfenden Rock-Riffs für sich entdeckt haben, so wie ENSLAVED die 70er Jahre erkunden und so wie HELHEIM es ihnen allmählich gleich tun, scheinen auch THYRFING immer mehr Gefallen an den weniger schnellen, dafür aber gehaltvolleren, atmosphärisch dichteren Dingen in der Musik zu finden. „Hels Vite“ ist jedenfalls ein rundum gelungenes Beispiel dafür, wie man einen Stilbruch perfekt ausbaut, ohne unglaubwürdig oder enttäuschend daher zu kommen. Kaum Blast-Beats, keine Schrabbelgewitter und keine ausgelutschten 08/15-Heldensagen mit Drachenbooten und Kriegerschwertern – THYRFING wenden sich weiterhin ab von ihrem lyrischen Ursprung und begegnen uns mit Auseinandersetzungen mit dem menschlichen Sein und dem Leben an sich. Teilweise leidend, hin und wieder verspielt und dann doch wieder wabernd und zähflüssig blubbern diese knapp 52 Minuten durch die Boxen. Ein bisschen Heavy Metal, ein bisschen Doom, eine gute Portion Post Black Metal und trotz des Verlustes zweier Musiker in den Reihen der Band, hören wir immer noch eindeutig THYRFING und erfreuen uns am Klang dieses Silberlings. Zwar tun sich die Herren immer noch schwer beim Feinschliff der Produktion, allerdings muss man lobend anerkennen, dass sich hier eine Menge getan hat, geht man vergleichsweise nur zwei Alben in die Vergangenheit. Dichte Bässe, volle Drums und klar differenzierte Gitarren begleiten einen wunderbar stimmigen Gesang, der jeden der sieben Songs aufs Neue mit kalt-frischem Kehlenwind voranpeitscht. Eine Gradwanderung zwischen Eiseskälte und wohlig-melodiöser Wärme tut sich mehr als einmal im Laufe des Albums auf. Zwar fehlt es immer noch nicht an hymnenhaften Momenten – diese wird man wohl auch trotz allem niemals los werden – aber im Großen und Ganzen sind THYRFING 2008 mit Selbigen 2000 nicht mehr zu vergleichen. Fazit: Ich will nicht auf einzelne Songs eingehen, denn das Album ist in sich für mich ein Werk, das als gutes Beispiel für Ideenreichtum trotz Minimalistik stehen kann. Fans der alten Tage dürften ihre Eingewöhnungsphase brauchen, Fans der zweiten oder mittlerweile wohl dritten Generation des Black Metal sollten hier eine Referenz entdecken. Das Album braucht seine Zeit, aber wenn es kommt, dann knallt’s. So einfach ist das. Selten hat mich die weitere Zukunft einer Band so interessiert. Angefixt vom neuen Lebenssaft ist gar kein Ausdruck! | ||||||||||||||||||
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