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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"AC/DC rückwärts auf dreifacher Geschwindigkeit!" | ||||||||||||||||||
| Genau so bezeichnet Gitarrist Dennis Kayzer die Mucke seiner Band, und das trifft es ziemlich gut. Ich muss nur zu meiner Schande gestehen, dass mir TIME HAS COME bislang noch nicht bekannt waren. Schade eigentlich, denn die Band aus Hamburg besteht seit gut vier Jahren und hat bereits eine Split-CD und eine EP veröffentlicht. Nun folgt die erste Full Length mit dem Titel „White Fuzz“, die eine aberwitzige und bestechende Mischung aus Hard-, Grind-, Noise- und Mathcore auf einem hohen technischen Level beinhaltet. „White Fuzz“ benötigt so einige Durchläufe, ehe das Material einen nicht nur bloß erschlägt, sondern auch zündet und sich dem Hörer erschließt. Bei aller Vertracktheit der Songs agieren TIME HAS COME trotzdem alles andere als chaotisch, sondern wissen offenbar ganz genau, wohin welcher Part gehört, um im Gesamtbild richtig zu funktionieren. Die einzelnen Lieder sind unglaublich abwechslungsreich und eigenständig geworden, während auf Schubladen und Genrekonventionen ganz munter gepfiffen wird. Wer einen groben Wegweiser bezüglich der musikalischen Ausrichtung benötigt – von Kopie kann nie gesprochen werden! –, so mögen Referenzen zu BENEATH THE MASSACRE, PSYOPUS, THE DILLINGER ESCAPE PLAN, WAR FROM A HARLOTS MOUTH, NEUROSIS, ISIS und [alte] CRYPTOPSY genannt sein. Ruhigere und getragenere Postcore-Abschnitte wie in „When The Promise Of Forever Become“ und im Titelstück tauchen überraschend auf, während oft die völlig verspulten ‚Nintendo’-Tappings der Marke BENEATH THE MASSACRE und BRAIN DRILL das Bild bestimmen, aber auch vereinzelte und gut platzierte Breakdowns sowie Jazz-Einflüsse [„Elevator To Prypiat“] in die Songs eingeflochten werden. Über allem steht die Leistung von Sänger Marcel, der – anfangs gewöhnungsbedürftig – zwar viel schreit und kreischt, aber die interessante Eigenart an den Tag legt, viele Textzeilen zuerst jammernd und klar zu beginnen, ehe der Gesang beinahe manisch und ausrastend in angepisste Screams umschlägt. Somit hebt er sich wohltuend vom häufig üblichen Dauergegrunze ab und „White Fuzz“ gewinnt dadurch zusätzlich an emotionaler Tiefe, wobei auch die fette und druckvolle Produktion der Band optimal gerecht wird, sodass die gebotenen 40 Minuten garantiert nicht langweilig werden. Der Erstling von TIME HAS COME wirkt wie ein kleiner Tagesausflug in die Klapsmühle, da anfangs alles etwas verworren und anstrengend erscheint. Vielleicht hört man beim ersten Durchlauf von „White Fuzz“ viel weißes Rauschen [wie am Ende des Titelstücks], während sich dann aber Stück für Stück eine äußerst interessante, ambitionierte und vielschichtige Mischung ergibt, die kurzweilig ist und die trotz oder gerade wegen der vielen vertretenen Stile ausgezeichnet funktioniert! Tolle Scheibe! | ||||||||||||||||||
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