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Band: Todtgelichter Homepage Todtgelichter bei Facebook Metalnews nach 'Todtgelichter' durchsuchenTodtgelichter
Album:apnoe.
Genre:Avantgarde, Progressive
Label:Aural Music
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:15.04.13
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"Zu wenig Spannung!"

Ich mag TODTGELICHTER. Ich liebe „Angst“. Ich finde innovative Bands, die ihren früheren Black Metal Sound mit neuen Momenten anreichern ziemlich toll. Somit scheine ich eigentlich gut auf die Veröffentlichung des vierten TODTGELICHTER-Albums „apnoe.“ vorbereitet zu sein. Schließlich habe ich mich auch schon lange sowohl auf das Anhören als auch auf das Review-Schreiben gefreut. Nach den ersten Durchläufen von „apnoe.“ hat sich dann bei mir aber leider Ernüchterung breit gemacht.

Woher kommt es, dass ich mit dieser Scheibe nicht warm werden kann? Zunächst einmal ist das Problem vorhanden, dass ich die Produktion der Scheibe nicht druckvoll und energetisch genug finde. Ich glaube, dass die Songs stärker klingen würden, wenn man produktionsmäßig noch mehr aus ihnen rausgeholt hätte. Allerdings kann ich mein Unbehagen nicht nur auf die Produktion schieben, denn ich finde oftmals auch die Songstrukturen beziehungsweise deren Spannungsbogen nicht besonders aufregend. Dabei geht es keinesfalls darum, dass TODTGELICHTER keine guten Ideen mehr hätten oder nicht mehr in der Lage wären, Songs zu schreiben. Aber oftmals sind die wirklich guten Momente zu kurz geraten oder die Ideen reichen einfach nicht aus, um einen Song von fünf Minuten Länge zu tragen. Klar, TODTGELICHTER zeigen sich auf dem Album so experimentierfreudig wie noch nie und wer hier auch nur ein Fünkchen Black Metal erwartet, der kann an dieser Stelle aufhören mein Review weiter zu lesen. Denn grundsätzlich bewegen sich TODTGELICHTER jetzt eher im Progressive Rock/Metal Bereich und schmücken ihre Musik noch mit allerhand avantgardistisch-anmutenden Momenten. Besonders auffallend ist dabei der Track „Until it all beginsl“, der schon fast eine Deutschrock-Nummer mit weiblichem Gesang geworden ist. „Soil“ erinnert am Anfang an eine Lounge-Nummer und weckt nahezu Erinnerungen an AMY WHINEHOUSE; allerdings entwickelt sich dieser Track im Laufe seiner sechs Minuten zu einem der stärksten auf „Apnoe.“, weil hier vor allem die weiblichen Vocals von Marta J. Braun perfekt inszeniert werden und der Track sich dadurch zu einer mächtig-melancholischen Gothic-Nummer entwickelt. Nun kann so eine große Reichweite der musikalischen Einflüsse sehr positiv und bereichernd sein [und das sind sie teilweise auch], aber das alles nützt nichts, wenn keine Spannung aufkommt und die Songs einen nicht mitreißen. Auch die Gastbeiträge von Allan B. Konstanz [THE VISION BLEAK] auf „Tiefer Fall“ und Daniel Brennare [LAKE OF TEARS] auf „Beyond Silence“ zeigen zwar die Vielseitigkeit von „apnoe.“ noch einmal auf, aber auch sie können keine wirklichen Akzente setzen oder eine Spannung aufbauen. Da kann man auch noch so intellektuell und alternativ vorgehen und noch so viele coole musikalische Momente einbauen; die Sachen müssen spannungsgeladen sein, ansonsten verliert man als HörerIn einfach das Interesse. Gerade dies war nämlich auch auf „Angst“ die große Stärke von TODTGELICHTER – diese unglaublich dichte urbane Atmosphäre, die man in jedem Song gespürt hat und die das ganze Album auch zusammengehalten hat. Wer bei einem Song wie „Neon“ keine Gänsehaut kriegt, wenn er durch eine dunkle Großstadt läuft oder fährt, der versteht von dieser Musik einfach nichts. Genau solche Momente fehlen einfach auf „apnoe.“ – die ganz großen Dinger, die einen nicht mehr loslassen, die man im Kopf vor sich her summt und die man niemals vergisst.

Ich weiß nicht, ob es an den Neuzugängen Tobias [Gesang] und Christoph [Bass] liegt, dass das Experiment „apnoe.“ für mich einfach nicht funktioniert, denn eine musikalisch schlechte Leistung erbringt keiner der beiden. Es wäre auch unfair zu behaupten, dass TODTGELICHTER keine guten MusikerInnen wären. Wenn sie es das nächste Mal schaffen würden, ihre Experimente tighter und besser produziert zu veröffentlichen, dann würden sie mich wahrscheinlich wieder in ihren Bann ziehen. Solange werde ich mich hauptsächlich mit „Angst“ beschäftigen und ab und zu es wieder mit „apnoe.“ probieren. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt!

Trackliste:
01. Embers
02. Lights of Highways
03. Beyond Silence
04. Kollision
05. Tiefer Fall
06. Expectations
07. Soil
08. Torn
09. Until it all begins
10. Odem
Spielzeit: 00:52:44

Line-Up:
Claudio - Gitarre
Marta - Orgel, Gesang
Tentakel Parkinson - Drums, Keyboards
Frederic - Gitarre, Gesang
Christoph Wonerow - Bass
Tobias Engelhardt - Gesang

Jonathan Jancsary [Squiggofant]
24.05.2013 | 19:02
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