.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Mehr aus den Genres
CD Review: Stage Dolls - Always

Stage Dolls
Always


AOR, Hard Rock, Rock'n'Roll
4.5 von 7 Punkten
"Zwischen AC/DC und GREAT WHITE"
CD Review: The Spirit Cabinet - Hystero Epileptic Possessed

The Spirit Cabinet
Hystero Epileptic Possessed


Black Metal, Doom Metal, Hard Rock
5 von 7 Punkten
"Gelungen und Kauzig"
CD Review: Led Zeppelin - Led Zeppelin IV [2CD Deluxe Edition, Re-Release]

Led Zeppelin
Led Zeppelin IV [2CD Deluxe Edition, Re-Release]


Blues / Bluesrock, Folk, Hard Rock
Keine Wertung
"Das Album – die Legende!"
CD Review: Blastrock - Hole In Your Head

Blastrock
Hole In Your Head


Hard Rock, Heavy Metal
4 von 7 Punkten
"Vorwärtsmucke mit Punk Attitüde"
CD Review: Chris Caffery - House Of Insanity

Chris Caffery
House Of Insanity


Hard Rock, Heavy Metal
4.5 von 7 Punkten
"Zum verrückt werden..."
CD Review: Amenra - Mass VI

Amenra
Mass VI


Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von Tokyo Motor Fist -- Tokyo Motor Fist
Band:  Metalnews nach 'Tokyo Motor Fist' durchsuchenTokyo Motor Fist
Album:Tokyo Motor Fist
Genre:AOR, Hard Rock
Label:Frontiers Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:24.02.17
Share:

"Kuschelrock von den Profis"

Hinter dem originellen Bandnamen TOKYO MOTOR FIST verbirgt sich u.a. DANGER DANGER-Sänger Ted Poley. Der hat sich nämlich mit einem gewissen Steve Brown, der hauptberuflich bei den Hard Rockern TRIXTER in die Saiten greift, für ein neues Projekt zusammengetan, mit dem er nun eine erste Platte veröffentlichte. Wie die Herren auf ihren klangvollen Namen kamen, bleibt ungeklärt – vielleicht, weil alternde Rockstars vor allem in Japan erfolgreich sind.

Auf ihrem Debüt-Album bieten TOKYO MOTOR FIST nun stromlinienförmigen Radiorock aus dem Bilderbuch. Passionierten Headbangern wird hier folglich praktisch nichts geboten, denn anstelle von Ecken und Kanten oder rotziger Rock ‘n‘ Roll-Attitüde gibt es hier gefällige Arrangements und schmachtende Refrains. Das funktioniert in Songs wie dem eröffnenden „Pickin‘ Up The Pieces“ oder „Shameless“ dank der anschmiegsamen Stimme von Frontmann Ted Poley ziemlich gut und wurde obendrein in eine riesige Produktion verpackt, die selbst auf kleinsten Anlagen den gesamten Raum zu erfüllen scheint – Gitarrenwände und wuchtiger Bass schaffen da ein schönes Gegengewicht zu den flauschigen Songs von TOKYO MOTOR FIST und erlauben dem Ganzen das Prädikat „Rockmusik“. Dazwischen streut Gitarrist Brown etliche melodiöse Gitarren-Leads und schon sind die hochwertigen Bauteile der Motorfaust nicht mehr zu überhören. Und wenngleich sich die Herren ganz offenkundig nicht an ein Heavy Metal-orientiertes Publikum richten, so muss man der Truppe doch ein hohes Maß an Authentizität attestieren: Das Material auf dem TOKYO MOTOR FIST-Erstlingswerk bringt den Pathos des poppigen Radiorocks der 80er auf den Punkt. Jeder der elf enthaltenen Songs könnte auch in den Jahren zwischen 1987 und ’89 entstanden sein und fühlt sich dank der mächtigen Produktion dieses Albums doch nicht altbacken an, wobei die Herren dennoch kaum ein Klischee des angestrebten 80er-Sounds auslassen. Das ist Fluch und Segen gleichermaßen, denn während sich nicht nur Nummer wie die kitschtriefende Ballade „Love“ oder „Fallin‘ Apart“ dem Hörer augenblicklich erschließen, so ist das Material doch oftmals auch derart gefällig und nicht selten auch – bewusst - vorhersehbar, dass es den Gehörgang auch genauso schnell wieder verlässt. Was derart glatt anmutet wie das Debüt von TOKYO MOTOR FIST bietet dem Hörer eben nur wenig, woran er sich festkrallen kann. Das ist bei dieser Form von Rock allerdings nicht zwangsläufig ein Kritikpunkt, denn auch die Begründer des Subgenres AOR haben neben ihren ganz großen Hits oft kaum Songs, die länger im Gedächtnis bleiben und doch beim Hören immer Spaß bringen. Ganz große Hits gibt es zumindest auf dem Debüt von TOKYO MOTOR FIST noch nicht, aber gut gemachter Soundtrack für lange Autofahrten oder die passende Beschallung fürs Küchenradio ist dieses Album allemal. Und wenn sie wollen, dann können sie ja auch ein bisschen ruppiger, wie etwa das zackige „Put Me To Shame“ zeigt, das bisweilen gar an die Glanzzeiten von DOKKEN zu erinnern vermag.

TOKYO MOTOR FIST spielen auf ihrem Erstlingswerk gefälligen AOR für rockigere Radiostationen und lassen dabei nie einen Zweifel aufkommen, welch erfahrene Musiker auf ihrem ersten Album am Werk sind. Während die großen Hits und damit leider auch der Wiedererkennungswert auf dieser Platte noch etwas zur kurz kommen, so ist das Debüt von TOKYO MOTOR FIST doch eine von Anfang bis Ende gut gemachte Hard Rock-Scheibe voll von charmantem Radio-Kitsch nach dem Rezept der seligen 80er.

Trackliste:
01. Pickin' Up The Pieces
02. Love Me Insane
03. Shameless
04. Love
05. Black And Blue
06. You're My Revolution
07. Don't Let Me Go
08. Put Me To Shame
09. Done To Me
10. Get You Off My Mind
11. Fallin' Apart
Spielzeit: 00:46:21

Line-Up:
Ted Poley - Vocals
Steve Brown - Guitar
Greg Smith - Bass
Chuck Burgi - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
08.03.2017 | 21:23
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin